Das gläserne Hirn am Tor zur Uni

Die Uni wächst – und zwar über die Universitätsstraße hinaus aufs ehemalige Zapf-Gelände. Der Bauausschuss gab in seiner Sitzung am Dienstagnachmittag einstimmig die Empfehlung für den Stadtrat ab, das städtebauliche Konzept zu genehmigen. Nicht zuletzt deshalb, weil dem künftigen Nutzer des ersten, 6500 Quadratmeter großen Bauabschnitts, der Fraunhofer-Prozessgruppe Prozessinnovation, jede Minute wichtig ist: Bis Mitte 2015 muss das geplante Gebäude stehen, um keine Zuschüsse zu gefährden.

Das, was der Stadtbaureferent Hans-Dieter Striedl als „den künftigen Brain-Trust von Bayreuth“ bezeichnete, der da an städtebaulich exponierter Stelle entsteht, stellte Stefan Freiberger, der zusammen mit Prof. Rolf Steinhilper die Fraunhofer-Projektgruppe leitet, den Mitgliedern des Bauausschusses detaillierter vor. Die Projektgruppe, die 2006 gegründet wurde, sei nach fünf Jahren der „Förderung eigenwirtschaftlich gelaufen und hat jetzt ein Team von 30 Ingenieuren“.

Im aktuellen Domizil in der Uni gebe es keine Möglichkeiten mehr, zusätzliche Räume zu finden, der Bau eines eigenen Gebäudes sei unausweichlich. „Rolf Steinhilper und ich sind beide Piloten, wir haben uns in eine Maschine gesetzt und nach einem Grundstück Ausschau gehalten, das passen könnte“, sagte Freiberger. Die eine Möglichkeiten, ein Grundstück in der Nähe des Botanischen Gartens, sei schnell ausgeschieden, das Grundstück auf dem Zapf-Gelände habe sich als optimal herausgestellt, „weil wir ein Grundstück brauchen, auf dem wir schnell bauen können“, sagte Freiberger.


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Foto: red

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Kommentare

Schön, dass Frauenhofer den Schritt „über die Straße“ wagt. Das war in der Vergangenheit immer das Problem – man wollte nicht außerhalb der Campus bauen.
Nun sind sie die ersten und andere können folgen. Die Lokalpolitik muss nun einfach dran bleiben. Hier wird nun die geerntet, was früher gesät wurde.