CSU: Elf Fragen an Silke Launert

1. Was ist das Wichtigste, was ein Bayreuther Abgeordneter im Bundestag in der nächsten Wahlperiode für die Region erreichen muss?

Silke Launert: Das Wichtigste ist, dafür zu sorgen, dass wir auch weiterhin medizinisch flächendeckend gut versorgt sind. Gleiches gilt für die verschiedenen Angebote für Pflege und Hospiz. Zudem muss die Sanierungsfinanzierung für das Festspielhaus auf feste Füße gestellt werden, denn das Festspielhaus ist nicht nur Tourismusmagnet, sondern auch Wahrzeichen Bayreuths.

2. Wie lange sollen noch Diesel-Pkw auf deutschen Straßen fahren dürfen?

Launert: Ich halte nichts von einem überstürzten Ausstieg und aktuell von einem generellen Verbot für Diesel-Pkw. Viele Menschen sind auf ihr Fahrzeug angewiesen, um ihren Beruf ausüben zu können, wie z.B. Handwerker oder Pendler.

3. Muss die nächste Bundesregierung eine jährliche Obergrenze für Flüchtlingszuzug einführen und durchsetzen?

Launert: Ich halte eine Orientierungsgröße für sinnvoll, denn wir können nicht mehr Menschen aufnehmen, als es unsere Möglichkeiten in Hinblick auf Integration zulassen. Das Jahr 2015 darf sich nicht wiederholen.

4.Soll die Rente wieder stärker steigen als bisher abzusehen ist und wenn ja: Wer soll das bezahlen?

Launert: Beim Thema Rente sollten Entscheidungen mit Blick in die Zukunft und fraktions- und parteienübergreifend getroffen werden. Deshalb wollen wir eine Rentenkommission einsetzen, die bis 2019 Vorschläge zur Weiterentwicklung der Rente nach 2030 erarbeitet. Ungeachtet dessen muss den Menschen klar sein, dass lückenlose Erwerbstätigkeit und private Vorsorge das beste Konzept gegen Arbeitsarmut ist, daher fördern wir den Eigenheimerwerb, z.B. durch die Einführung eines Baukindergeldes.

5. Was kann der Staat tun, damit in Deutschland die Geburtenrate steigt?

Launert: Der Staat muss Familien unterstützen, damit Kinderkriegen nicht zum Armutsrisiko wird. Dazu gehören für mich die Erhöhung des Kindergelds und die Einführung des Kindersplittings genauso wie die Möglichkeit, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, z.B. durch die Einführung eines Anspruchs auf Ganztagesbetreuung bis zum Ende der Grundschule. Grundsätzlich wünsche ich mir vom Staat und von unserer Gesellschaft, dass Deutschland familienfreundlicher wird und Familien mehr Wertschätzung erfahren.

6. Mit Donald Trump verschärfen sich internationale Konflikte. Wie soll sich Deutschland verhalten?

Launert: Deutschland muss seinem Kurs treu bleiben und wie bisher auch zurückhaltend und mit Bedacht handeln. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach wie vor einer unserer wichtigsten Verbündeten, wirtschaftlich und außenpolitisch eng mit uns verbunden.

7. Wer war für Sie der beste Kanzler/die beste Kanzlerin und warum?

Launert: In meinen Augen war Konrad Adenauer der beste Kanzler, weil er die großen Zusammenhänge gesehen hat. Er hat sich nicht um Umfragen geschert, sondern war immer an der Sache orientiert und um das Wohl der Menschen im Land bemüht.

8. Wenn Sie nicht in den Bundestag gewählt werden sollten, wer sollte dann das Direktmandat gewinnen?

(Anm. d. Red: Frage 8 und Frage 9 beantwortet Silke Launert in einem)

9. Wer sollte es auf gar keinen Fall gewinnen?

Launert: Die Wählerinnen und Wähler sollen selbst darüber entscheiden, wer in den Bundestag einziehen soll und wer „auf gar keinen Fall“.  

10. Warum wollen Sie eigentlich unbedingt in den Bundestag?

Launert: Weil ich einen starken Gerechtigkeitssinn habe und mich das Thema Innere Sicherheit antreibt. Zudem übe ich diesen Beruf mit Leidenschaft aus und liebe die Region Bayreuth/Forchheim.  

11. Was werden Sie beruflich machen, wenn Sie nicht in den Bundestag einziehen?

Launert: Ich werde wieder als Richterin am Landgericht arbeiten.

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