Code Pink: Mehr Protest angesagt

Das geht aus einer Presseerklärung hervor, die der Forums-Vorsitzende Gabriel Grabowski am Dienstag verschickte.

Darin heißt es: "Diese Organisation spricht Israel das Existenzrecht ab, mit dem Slogan 'From the Jordan River to the sea, Palestine will be free'. Dieses Gebiet schließt das Gebiet des Staates Israel mit ein. Code Pink will somit Israel von der Landkarte löschen. Es ist eine Organisation, deren Gründerin 2014 im Iran an einer Konferenz mit Holocaust-Leugnern teilnahm."

Die Definition von Toleranz solle in Bayreuth neu diskutiert werden, so der Nürnberger Verein. Daher wolle man protestieren.

Nach langer Debatte, angeregt durch einen ebenfalls umstrittenen Bericht des Journalisten Benjamin Weinthal in der "Jerusalem Post", hatte sich der Bayreuther Stadtrat vergangene Woche mehrheitlich dafür entschieden, den Wilhelmine-Preis an "Code Pink" zu verleihen. Er soll am 14. April verliehen werden.

"Code Pink" weist nach wie vor die Kritik zurück. Mitbegründern Medea Benjamin sagte wiederholt, Menschen jüdischen Glaubens gehörten der Bürgerrechtsbewegung an. "Wir sind Kinder und Enkel von Holocaust-Überlebenden. Warum sollten wir das jüdische Volk bedrohen wollen?"  Ann Wright, eine der Friedensaktivisten, die zur Preisverleihung nach Bayreuth kommen werden, bezeichnete den Antisemitismus-Vorwurf als unbegründet: "Eine Lüge immer und immer wieder zu wiederholen, macht sie nicht wahr." "Code Pink" habe das Existenzrecht Israels nie geleugnet. "Aber wir bestehen darauf, dass Israel seine illegale Politik in der West Bank und in Gaza stoppt."

red/kfe

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