CO2-Fasten: Sieben Wochen klimafreundlich

Pfadfinder, Familien, Lokalpolitiker, Vereinsvertreter, Umwelteinrichtungen und der Bamberger Erzbischof: Bei der CO2-Fasten-Staffel sind in diesem Jahr zahlreiche neue Läufer am Start. Was im vergangenen Jahr als Selbstversuch der Klimaschutzmanager in der Metropolregion Nürnberg gestartet ist, geht ab 14. Februar mit einem erweiterten Teilnehmerkreis in die zweite Runde. Von Aschermittwoch bis zum 31. März stellen sich die Teilnehmer an der Fasten-Staffel der Herausforderung, ihren persönlichen CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Eine Herausforderung bis Ostern

Bernd Rothammel vom Landratsamt Bayreuth sagt: „Trotz politischer Beschlüsse wie dem Abkommen von Paris ist häufig keine konsequente Umsetzung zu erkennen. Die CO2-Fastenstaffel trotzt diesem Trend und beweist, dass es auf allen Ebenen und in allen Lebensbereichen des Alltags die Möglichkeit gibt, aktiven Klimaschutz zu leben.“ Ziel der Fastenstaffel sei es, im Alltag so wenig Kohlendioxid wie möglich zu verursachen und herauszufinden, in welchen Lebensbereichen sich klimaschonendes Verhalten umsetzen lässt.

Die Teilnehmer wählen für die Zeit bis Ostern ihre Herausforderung, wie etwa den Verzicht aufs Auto, plastikfreies Einkaufen, vegetarische Ernährung oder den Verzicht auf den energiefressenden Wäschetrockner.

Neue Mitstreiter gewonnen

Rothammel: „Die erste Runde der Fasten-Staffel haben wir vergangenes Jahr innerhalb der Gruppe der Klimaschutzmanager in der Metropolregion gestartet. Der Erfolg der Aktion zeigt sich darin, dass wir für dieses Jahr weitere Mitstreiter gewinnen konnten, die über ihre Erfahrungen beim CO2-Fasten berichten werden.“

Aus Stadt und Landkreis Bayreuth sind unter anderem dabei: eine 90-köpfige Pfadfindergruppe aus Bayreuth, Sabine Gollner samt Familie aus Bad Berneck, die Kreisräte Sabine Habla aus Mistelbach und Norbert Pietsch aus Speichersdorf, Peter Ille vom Umweltbüro Bayreuth sowie die Klimaschutzmanager Sabine Rüskamp, Gesa Thomas und Bernd Rothammel vom Landkreis.

Rund 60 Begleitveranstaltungen zum CO2-Fasten

Für die Fastenaktion wurde die Webseite co2fasten.wordpress.com eingerichtet. An jedem der 46 Fastentage werden hier Erfahrungsberichte von Teilnehmern veröffentlicht. Bernd Rothammel: „Wie die erste Runde gezeigt hat, bringt CO2-Fasten neben dem Klimaschutz eine Reihe weiterer Vorteile: Weniger Konsum spart Zeit und sorgt für übersichtliche Schränke und Regale; der Weg zur Arbeit mit dem Rad macht morgens wach und abends den Kopf frei; der Verzicht auf Verpackung macht den Einkauf leichter, spart Platz und Wege zum Wertstoffhof und nicht alles, was ausgedient hat, muss gleich zum Müll, sondern kann durch Upcycling umgenutzt werden.“

In den Kommunen der Metropolregion Nürnberg finden während der Fastenstaffel rund 60 Begleitveranstaltungen statt. Das Klimaschutzmanagement des Landkreises Bayreuth steuert folgende Veranstaltungen bei:

 

  • 22. Februar, 18.30 Uhr: Vortrag und Diskussion mit Professor Niko Paech „Wege in eine Klimaverträgliche Wirtschaft“, Universität Bayreuth, Hörsaal 24 (Gebäude RW1)
  • 2. März, 14 bis 18 Uhr: Workshop zum klimaverträglichen Leben in Deutschland, KUBZ Waldsassen
  • 14. oder 21. März, Klimaschutz-Infoabend in Creußen.

 

Info: Das Projekt hat überregional bereits Nachahmer gefunden. So organisiert die Metropolregion Rhein-Neckar in diesem Jahr ebenfalls eine Fastenstaffel. Auch in Benediktbeuren wird es ein ähnliches Projekt geben.

Nicht bewertet

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Kommentare

Ich bin dabei, ich werde die nächsten 7 Wochen aufs Ausatmen verzichten. Das ist mir das Klima wert.
Tadellos dieser Witz! Weiter so!

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