Christi Degen geht nach Hamburg

Dies bestätigte die Kammer nach mehreren Medieninformationen. Das Plenum hat darüber aber noch nicht abgestimmt. Das Präsidium will dem Plenum für die Sitzung am 8. Dezember einen entsprechenden Vorschlag machen, hieß es. Degen soll das Amt noch im Dezember antreten.

Nicht freiwillig

Die Trennung von der IHK für Oberfranken kam für Degen nicht freiwillig. Wie mehrfach berichtet, hatte sich die Bayreuther IHK nach dem Präsidentenwechsel im April überraschend schnell von ihrer Hauptgeschäftsführerin getrennt. Konkrete Gründe für diese Personalentscheidung wurden bis heute nicht genannt.

„Ich habe nichts geahnt“, sagte Degen erst kürzlich im Interview mit unserer Zeitung. Auf die Frage nach den Gründen für die Trennung sagte Degen: „Das weiß ich bis heute nicht. Das müssen Sie die derzeitige Präsidentin fragen. Mir sind keine wirklichen Gründe genannt worden.“

Nun also Hamburg. Dort hat es zuletzt einige Turbulenzen gegeben. Schmidt-Trenz hatte nach mehr als zwei Jahrzehnten im Amt im Mai seinen Posten niedergelegt. „Kammerrebellen“ fordern einen anderen Kurs, wollen sogar die Pflichtbeiträge für Mitgliedsunternehmen abschaffen. Für reichlich Zwist und Schlagzeilen hatte auch das hohe Gehalt von Schmidt-Trenz von angeblich rund 500.000 Euro im Jahr gesorgt. Christi Degen wird deutlich weniger bekommen. Ihre Vergütung soll bei 150.000 bis 180.000 Euro im Jahr liegen.

Modernisierungswille

„Mir war es sehr wichtig, die Kammer zu modernisieren, wie es übrigens vielen IHKs guttäte“, sagte Degen im Interview mit unserer Zeitung. Ihren Modernisierungswillen kann sie nun in Hamburg praktizieren. Richtung mehr Unternehmernutzen und Kundenorientierung, wie sie anfügte. „Konzentration auf weniger Themen, die aber effektiver bespielen.“

 Die Hamburger Kammer hat 160.000 Mitgliedsunternehmen und 260 Mitarbeiter. Die Bayreuther Kammer hat knapp 50.000 Mitglieder. Für die Neubesetzung des Postens in Hamburg soll es mehr als 150 Bewerbungen gegeben haben.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06