Campus: Gesamtkonzept im November fertig

Seit dem Kabinettsbeschluss am 20. Juni in Kulmbach laufen die Drähte zwischen Stadt, Uni, Wissenschaftlern, Wirtschaftsvertretern und Politikern heiß. Denn der einstimmig gefasste Ministerratsbeschluss soll möglichst zeitnah umgesetzt werden. Wie die Stadt Kulmbach mitteilt, stehen jetzt die entscheidenden Wochen bevor.

In drei Jahren Studienbeginn?

Das künftige Profil des Campus der Uni Bayreuth am Standort Kulmbach steht bereits fest: Lebensmittel und gesunde Ernährung bilden die Schwerpunkte. An der neuen siebten Fakultät sollen zirka tausend Studenten von rund 20 Professoren ausgebildet werden. Das ehrgeizige Ziel: Beginn des Studiums im Wintersemester 2019 oder 2020.

Im Mittelpunkt stehen Zukunftsfelder wie Nachhaltigkeit, Regionalisierung und Ernährungs- und Gesundheitskompetenz. Die Sicherheit von Lebensmitteln und ihre Inhaltsstoffe werden beleuchtet und neue Entwicklungen wie Landwirtschaft im städtischen Umfeld untersucht.

Im November auf dem Weg nach München

Bei der Pressekonferenz zum Auftakt des neuen Semesters stellte die Hochschule ihren Zeitplan vor. Nachdem das Konzeptpapier erstellt war und der externe Beirat in Kulmbach getagt hatte, sind erste Stellenausschreibungen für Geschäftsführung und Sekretariat erfolgt. Aktuell wird ein Konzept erarbeitet über die zukünftige Forschung, forschungsbasierte Studiengänge, die einzelnen Lehrstühle und ihre Ausstattung sowie den Finanzplan. Im November soll das Gesamtkonzept stehen.

Ab Januar nächsten Jahres ist geplant, mit den nötigen Neubauten zu beginnen beziehungsweise Immobilien anzumieten. Im Sommersemester 2018 will die Hochschule den Studienplan für den ersten Bachelor und Master fertig haben. Dann könnten die ersten Berufungsverfahren beginnen. Im Wintersemester 2019/20 wären womöglich die ersten Lehrstühle arbeitsfähig und der Studienplan komplett ausgearbeitet. Spätestens im Wintersemester 2010/21 würde das Studium in Kulmbach beginnen.

Wohnen und Studieren auf dem Campus

Die Hochschule würde am liebsten Wohnmöglichkeiten direkt am Campus haben. Dafür wäre der Standort am Güterbahnhof wohl am geeignetsten. Dieser war ebenso Thema des kürzlichen Treffens von Vertretern des externen Beirats und des internen Aufbaustabs in Kulmbach. Nach Angaben der Stadt war die einhellige Meinung: Das Gelände der Futura am Güterbahnhof sei der ideale Platz für den Campus. In der Nähe von Bahnhof und Busbahnhof und der Alten Spinnerei, in der ein Grünes Zentrum entstehen soll. Im früheren Turbinenhaus könnte ein kultureller Treffpunkt mit Konzertbühne geschaffen werden, so ein weiterer Vorschlag.

Landtagsabgeordneten sagen Hilfe zu

Bei der Umsetzung der Campus-Pläne setzt die Stadt auf die Kulmbacher Abgeordneten, die Regierung von Oberfranken und den Landkreis. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz habe zu einer Förderkonferenz eingeladen, um Detailfragen zu klären. Dabei soll es unter anderem um Fragen des Grundstückserwerbs, Übergangslösungen und Förderrichtlinien gehen.

Die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) zum Beispiel solle den Auftrag erhalten, die erforderlichen Grundstücke zu kaufen. Und im Haushalt solle das Geld für die Planstellen zur Gründung der neuen Fakultät bewilligen.Die Landtagsabgeordneten Inge Aures (SPD), Martin Schöffel und Ludwig Freiherr von Lerchenfeld (beide CSU) wollen sich bei den entsprechenden Ministerien und in den Haushaltsberatungen für das Vorhaben einzusetzen.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06