Burschenverein besteht seit 125 Jahren

Ein Blick in die Chronik des 1892 gegründeten Vereins zeigt, dass sich die Burschen schon immer die Förderung der Kameradschaft, Erhaltung der Tradition und Bräuche auf ihre Fahnen geschrieben haben. Ursprünglich in einer „unterhaltungsarmen Zeit“ als Zirkel zur gegenseitigen Information, des Erfahrungsaustausches und der Geselligkeit gegründet, hat der Burschenverein sehr bald das gesellschaftliche Leben der Gemeinde durch seine Aktivitäten bereichert. Dazu gehören seit jeher die Brauchtumspflege, Abhalten der Kirchweih, auch sportliche Veranstaltungen sowie soziales Engagement. 1893 zählte der Verein 41 Mitglieder. Der monatliche Mitgliedsbeitrag betrug zehn Pfennige.

Regelmäßig trat man in geselliger Runde zu „Rockenstub’n“ zusammen, bei der gesungen und musiziert wurde. Etwa ab 1910 beteiligte sich der Verein auch am Umtreiben der Roller und Schwärzer.

Dabei mussten vor allem die jüngeren Burschen in diese Rollen schlüpfen, der Dorfjugend nachstellen und diese mit Schuhcreme und Peitsche malträtieren. Diese Tradition ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1948 wieder gegründet. Vorsitzender war damals Georg Förster. 1975 zeigte sich der Verein erstmals von seiner sportlichen Seite. Dabei wurde bei einer Sportveranstaltung der Erlös dem Verein „Hilfe für das behinderte Kind“ gespendet. Auch 1982 stellte sich der Verein bei einer Paketsammlung für Polen in den Dienst einer guten Sache. Vereinsausflüge, Maiwanderung sowie andere gesellige Zusammenkünfte bereichern seither das Jahresprogramm. Höhepunkt des jährlichen Vereinslebens ist jedoch die Organisation des wichtigsten Festtages im Jahresablauf im fränkischen Raum, der Kirchweih. Seit der Schließung des Mistelgauer Hofes ist es für die Burschen eine Herausforderung, das Fest als Zeltkirchweih am Hanasenplatz abzuhalten. Unvergessen ist die Feier des 100. Geburtstag 1992. 1700 Gäste kamen, um Patrick Lindner zu erleben.

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