Bundesliga startet so früh wie noch nie

In den einzelnen Ligen kämpfen die Vereine darum, möglichst viele Wertungspunkte für ihre drei schnellsten Streckenflüge eines Wochenendes zu bekommen. Die schnellsten Flüge sind die, welche in den besten 2,5 Stunden die größte Strecke geschafft haben. Die Piloten sind dazu jedoch häufig den ganzen Tag unterwegs und legen Strecken von mehreren hundert Kilometern zurück – ganz ohne Motor. Die Bayreuther fliegen dabei je nach Wetter durch ganz Süddeutschland und bis nach Tschechien, Polen und Österreich hinein. Dabei sind sie nach dem Start als Antrieb nur noch auf die Kraft der Aufwinde angewiesen. Das sind aufsteigende Luftmassen, die das Flugzeug mit nach oben tragen. Diese zu finden, zu nutzen und trotzdem schnell vorwärts zu kommen ist die Kunst beim Bundesliga-Fliegen.

Das Bayreuther Team um Kapitän Andreas Baier scharrt nach der langen Winterpause schon kräftig mit den Hufen. Bereits an den letzten Wochenenden haben sie erste Trainingsflüge absolviert.

Langstreckenspezialist Alexander Müller hat bei seinem Alpenfluglager auch schon den ersten Flug über 1100 Kilometer vom slowenischen Flugplatz Lesce-Bled aus absolviert. Obwohl in der Streckenflug-Einzelwertung immer sechs Flüge gewertet werden, steht er aktuell mit seinen nur fünf Flügen schon auf dem achten Platz der europäischen Wertung. Ein relativ kleiner sechster Flug könnte ihn an die Spitze katapultieren. In der slowenischen Wertung reicht es für den Bayreuther Piloten bereits für Platz eins.

Weltweiter Ligenstart

Das dritte April-Wochenende ist nach den Regeln der Auftakt der Segelflug-Ligen weltweit. Neben der ersten und zweiten Bundesliga und der Quali-Liga sind alle Vereine aus allen Ländern auch in der Weltliga „World League“ gelistet. Damit ist der Segelflug die einzige Sportart, die eine weltweite Liga unterhält. Auch diese haben die LSG-Piloten 2015 schon einmal gewonnen und hätten natürlich auch diesen Titel gerne wieder zurück.

Nicht bewertet

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