BTS gibt Führung dreimal ab

„Das ist ein unfassbar bitterer Tag, drei Jahre lang haben wir die Oberliga immer wieder aufgemischt. Aber in diesem Jahr kam einfach alles zusammen“, war BTS-Trainer Felix Schieseck nach dem Spiel bedient. Sein Team plagten immer wieder Personalprobleme, zudem konnten die zahlreichen Abgänge von Stammspielern nicht aufgefangen werden.

Doch gegen Fürth agierte die BTS sehr konzentriert und versuchte immer wieder Druck auf den Fürther Kreis aufzubauen. Der Lohn folgte nach zehn Minuten: Johannes Wandel behielt im Mittelfeld die Übersicht und legte den Ball an den langen Pfosten, Kapitän Lukas Drumm verwandelte zum 1:0.

Treffer gibt keine Sicherheit

Allerdings gab dieser Treffer nicht die erhoffte Sicherheit. Die Gäste kamen besser in die Partie und zum Ausgleich durch einen Abstauber von Dominik Rosenberger (13.). Bayreuth nahm eine Auszeit und zeigte sich danach wieder kombinationssicherer.

Die erneute Führung fiel aber bei einem Konter: Erneut traf Drumm. Das 2:1 hielt bis zur Halbzeit. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel vergrößerte Moritz Reiter den Vorsprung auf 3:1.

Zwei Gegentore in drei Minuten

Doch dann kam der Einbruch. Zum einen ließen die Turner gute Chancen liegen, zum anderen leisteten sie sich katastrophale Fehler im Spielaufbau. Das bestraften die Fürther. Aus dem 3:1 wurde innerhalb von nur drei Minuten eine 3:3. „Knackpunkt in diesem Spiel waren die zehn Minuten in der zweiten Halbzeit, in denen wir kurz nicht ganz auf dem Platz standen“, ärgerte sich Drumm.

Die Bayreuther suchten nun ihr Heil in der Offensive. Wieder war es Reiter, der sein Team nach einer schönen Doppelpassvariante erneut in Front brachte – 4:3 und noch sieben Minuten zu spielen.

Auf den wachsenden Druck der Fürther antworteten die Bayreuther mit gefährlichen Kontern. Doch es gelang nicht, den Vorsprung auszubauen. Im Gegenteil: Vier Minuten vor dem Ende spielten die Fürther einen langen Schlenzball, den die Bayreuther Defensive nicht stoppen konnte. Der flinke Dominik Hahn drang über die linke Seite in den Kreis ein und schob zum 4:4-Ausgleich ein.

Die Bayreuther nahmen den Torwart zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Platz und wollten den Siegtreffer erzwingen. Nach zwei Grünen Karten und guten Chancen für die BTS war es aber Florian Zischler, der kurz vor Spielende einen Fürther Konter verwandelte.

Nur noch Mini-Chance auf den Klassenerhalt

Der Abstieg der Bayreuther in die Verbandsliga ist damit fast sicher. Eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt besteht aber noch: Die auf dem letzten Platz liegenden Turner müssen am letzten Spieltag beim Drittplatzierten TV 48 Schwabach dreifach punkten, zudem dürfen die Abstiegskonkurrenten HG Nürnberg II sowie Marktbreiter HC ihre Partien nicht gewinnen. Die Teams auf den beiden letzten Plätzen müssen den Gang in die Verbandsliga antreten.

Nicht bewertet

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