BSV-Volleyballer kraftlos im Tiebreak

Die Bayreuther sind in der Tabelle zwar noch vorn – 30 zu 29 Punkte –, haben aber ein Spiel mehr ausgetragen als der VfL. Aus eigener Kraft können sie nicht mehr Meister werden, müssen vielmehr auf Patzer der Unterfranken hoffen, die von ihren restlichen sieben Spielen jedoch fünf zu Hause haben und in Arzberg und Lengfeld vor keinen sehr hohen Hürden stehen. Spätestens wenn der BSV zwischen 18. Februar und 12. März pausiert, könnte Rang eins verlustig gehen.

In Volkach hatten die Bayreuther anfangs noch die Nase vorne, dann erhöhten die Gastgeber aber den Druck, gingen in Führung und gewannen knapp. Im zweiten Durchgang stellte sich das BSV-Team besser auf den Gegner ein. Mehr Konzentration in der Angriffssicherung und ein besseres Blockspiel sicherten den Satzgewinn. Dann aber schlichen sich wieder Fehler ein: zu viele Aufschläge ins Netz und Seitenaus. Der Gegner punktete indes vor allem über die Außenpositionen und stand nach dem 25:18 im vierten Satz vor einer Vorentscheidung, als er 9:2 führte.

Mit variablen Angriffen zum Erfolg 

Nun aber kämpften sich die Bayreuther noch einmal heran, indem sie variabel über alle Angriffspositionen zum Erfolg kamen. Vor allem Jörg Fredersdorf brachte den Ball im Feld des Gegners unter. Und dank einer Aufschlagserie von Kapitän Fabian Buck erreichte der BSV den Tie-Break. Der psychologische Vorteil wurde freilich durch den Kraftverlust bei der Aufholjagd zunichte gemacht.

Kleinere Bayreuther Ungenauigkeiten und eine hervorragende Volkacher Abwehr sorgten für eine 8:6-Führung des VfL beim letzten Seitenwechsel. Dann scheiterten die Bayreuther zweimal am gegnerischen Block. Und eine unpräzise Annahme, nach der Axel Kleinscheck den Ball nicht mehr sauber zum Angreifer spielen konnte, so dass der Angriff im Seitenaus landete, beendete die Partie.

Total niedergeschlagen reiste der BSV 98 dorthin, wo er gut 20 Stunden vorher gegen den TSV Lengfeld seiner Favoritenrolle gerecht geworden war. Das Heimteam dominierte das Geschehen, übte viel Druck über den Aufschlag aus und zeigte gute Blockarbeit. Nach dem deutlichen Gewinn des ersten Satzes (25:15) wechselte Trainer Andreas Rüger zur Satzmitte mit Florian Drescher einen Nachwuchsspieler ein, der sich perfekt einfügte und in seinem ersten Bayernligaspiel den Angriff zum 25:16 vollendete. Der dritte Satz war reine Formsache. Über 10:6 und 21:16 kamen die Bayreuther zum 25:18.

Aufgebot

BSV 98 Bayreuth: Buck, Dinkel, Drescher, Fredersdorf, Kleinscheck, Neidl, Nissels, Schröder, Spantig, Vierneisel, Wißling.

Nicht bewertet

Anzeige