BSV 98 blickt Richtung rettendes Ufer

Zwei Siege aus den drei Heimspielen in Serie hatten sich die zu Saisonbeginn fünf Mal (in sechs Partien) auswärts geforderten Bayreuther vorgenommen. Am Anfang stand das etwas unglückliche 2:3 gegen Zirndorf, doch dank des 3:0 gegen München-Ost/ Herrsching II gelang die Planerfüllung bereits zur Hälfte. Nun trifft der Aufsteiger und Vorletzte der Tabelle auf den Siebten - und kann bei einem klaren Erfolg mit dem Team vom Inn gleichziehen. Sollte dann noch gleichzeitig Dachau in Herrsching gewinnen und Eibelstadt gegen Hauzenberg leer ausgehen, hätten vor Schlusslicht ASV Neumarkt (0) gleich fünf Mannschaften elf oder zwölf Zähler, ein wahrlich packendes Rennen gegen den Abstieg.

In dem sind die Prellmühler guten Mutes. „Der überraschend deutliche Sieg vom vergangenen Samstag hat gezeigt, dass wir auch drei Sätze durchgehend auf gutem Niveau spielen können und nicht – wie in der Vergangenheit öfter geschehen – irgendwann in alte Muster und unnötige Fehler verfallen“, sagt Mittelblocker Jan Wißling.

Niederlage im Trainingsspiel

Ein zusätzliches Mittel gegen eventuell aufkommenden Übermut war das Trainingsspiel gegen den SC Memmelsdorf. Ohne Libero Christian Dinkel und Außenangreifer Jörg Fredersdorf sowie ohne Kampfgeist verloren die Schützlinge von Trainer Andreas Rüger am Dienstag gegen den Bayernliga-Spitzenreiter mit 1:3. Wißling: „Da zeigte sich, wie wichtig die beiden fürs Team sind. Gut war, dass unsere beiden Jugendspieler Florian Drescher und Tim Gamisch die Lücken stopfen mussten und so gegen hoch motivierte und stark spielende Memmelsdorfer Spielpraxis sammeln konnten.“

Da aber Dinkel und Fredersdorf am Sonntag mitwirken können, traut sich der Neuling zu, an die Leistung vom vergangenen Samstag anzuknüpfen und vor dem schweren Gastspiel beim zweitplatzierten SV Schwaig II (9. Dezember) drei Punkte einzufahren.

Der TSV Mühldorf hat in Schwaig 0:3 verloren, aber danach drei seiner vier Begegnungen für sich entschieden und dabei unter anderem Tabellenführer MTV München die erste Saisonschlappe zugefügt (3:1). Beim 3:0 (25:20, 25:17, 25:10) gegen den ASV Dachau II gelang dem Vierten der Vorsaison zuletzt ein Sieg im Eiltempo. Nach nur 80 Minuten inclusive zehnminütiger Pause nach dem zweiten Satz war alles vorbei. Mit ihren Aufschlägen waren der junge Zuspieler Alexander Brandstetter und Fabian Bartsch Garanten für den Triumph der Truppe um den routinierten Spielertrainer Michael Mayer, der dann auch das Duo pries: „Insgesamt 15 Asse gehen auf das Konto dieser beiden. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Und der aus der Oberpfalz (Sulzbach-Rosenberg) stammende mittlerweile 37-Jährige hat schon viel erlebt - in seinen 55 Länderspielen für Deutschland und in der Bundesliga bei Engagements in Lohhof, Wuppertal, Unterhaching und auch (2009) bei der unterfränkischen SG Eltmann.

Nicht bewertet

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