Breitbandschnecke als Höhepunkt

Die rund 1500 Narren, die am Zug teilnahmen, feierten trotz Schneegestöbers fröhlich und ausgelassen und ließen zentnerweise Bonbons und andere Süßigkeiten schneien. Gleich drei Faschingsgesellschaften aus Gößweinstein, Kühlenfels und Heiligenstadt mit ihren Prinzen- und dem Markgrafenpaar der „Heiligen Stadtschnecken“ bildeten die Zugspitze, wobei die Heiligenstädter Narren das erste Mal dabei waren.

Pater mit Wichtelmütze

Was Kreativität, Größe und Technik betrifft, schossen wieder die Narren von Schwarz-Gelb Kohlstein mit ihrer riesigen „Breitbandschnecke“ als „Kohlstaner Breitband-Wichtel“ am Zugende wieder den Vogel ab. Die Kohlstaner-Wichtel fräsen nicht nur das Glasfaserkabel nach Kohlstein, sondern kriegen das mit der unendlichen Geschichte nach der Rathaussuche auch in Windeseile hin. Sogar Pater Flavian wurde kurzerhand eine Wichtelmütze aufgesetzt, nachdem er vom Pfarrhaus aus auf der Breitbandschnecke mitfuhr.

Nicht nur die Kohlsteiner hatten ein tolles Gaudigefährt gebaut. Die „Asfölder“ aus Ober- und Unterailsfeld hatten die Lokomotive „Emma“ von Jim Knopf von der Augsburger Puppenkiste nachgebaut und liefen als Marionetten daher. Toll auch das Disneylandschloss der Landjugend Haßlach, der Jamaika-Wagen der Wichsensteiner Felsenspatzen, das Gefängnis der Kleingeseer Panzerknacker, die ein Dorfgemeinschaftshaus forderten und der „Frankeneselwagen“ des Pottensteiner Frankenesel-Stammtisches.

Bergwacht als Rettungstrinker

Originell der Wagen des Bella Vita Clubs Gößweinstein, der das untergegangene Café Sonne und den dafür aufgegangenen Gasthof Stern auf die Schippe nahmen. Aus Pottenstein auch die „Bergwacht als Rettungstrinker“ und zwei Gruppen, die sich „Very Important Pottenstaa“ und „Pink Orange“ nennen. Die Invasion der Legos kam aus Gößweinstein, ebenso wie die „Weintrauben“, die „Trolls“ oder die „Edeka-Narren“ und die „Cheerleaders“.

Inzwischen eine Großveranstaltung

Die Gymnastikdamen des SV Gößweinstein kamen diesmal als Hexen, nicht zu verwechseln mit den Hiltpoldsteiner Hexen als Blumen, die zusammen mit ihren Kirwaboum in der „Herzl-Alm“ und den Gardemädchen wieder stark vertreten waren. Auch aus Sachsendorf kam ein großer Wagen, wo man unter anderem meinte, dass die Zone 30 in Gößweinstein „nix bringt“. Aus Etzdorf und Türkelstein kamen die „Löschzwerge samt Feiaweiber“ und „Die scho widda“ durften auch nicht fehlen. Gößweinsteins Faschingspräsident Dr. Franz Macht diesmal selbst im Zug als Jedi-Ritter dabei, während sein designierter Nachfolger und Noch-Vizepräsident Stephan Dresel auf der Bühne am Marktplatz souverän alle Teilnehmer begrüßte und vorstellte. Der Gößweinsteiner Faschingsumzug hat inzwischen die Dimension einer Großveranstaltung erreicht.

Nicht bewertet

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