Bratwurstgipfel: Erwartungen übertroffen

Was Breitenfelder überrascht, ist der erneute Besucheransturm. „Aufgrund der Hitze habe ich mit einer wesentlich geringeren Besucheranzahl gerechnet.“ Die Schätzungen gehen von mehr als 20.000 Gästen aus, die höchstwahrscheinlich zum Großteil aus dem Nordbayern angereist waren.

Viele aus Mittelfranken

„Die Erwartungen sind wieder einmal weit übertroffen worden“, sagt Bürgermeister Uwe Raab. Genaue Angaben über die Herkunft der Besucher gibt es nicht. Ein Hinweis sind die Autokennzeichen, von denen viele aus Mittelfranken stammten.

16 Metzgereien

Vor drei Jahren wurden bei der Publikumswertung die Adressen analysiert. Dabei sei festgestellt worden, dass die Mehrzahl der Besucher aus Nordbayern stammt, so Breitenfelder. Immer mehr in Mode kommt, dass die am Bratwurstgipfel teilnehmenden 16 Metzgereien aus den drei fränkischen Regierungsbezirken eigene Fangruppen mitbringen, die ihren Lokalmatador lautstark unterstützen.

Unterstützer reisten in Bussen an

Die letztjährige Bratwurstkönigin Simone Schönleben von der Metzgerei Rösch (Neustadt/Aisch) wurde diesmal gleich von 100 Unterstützern begleitet, die in drei Bussen anreisten. Die einzigartige Atmosphäre im Wiesweiherpark hat sich herumgesprochen. Locker, beschwingt, fröhlich geht es zu. Eine Dame aus Schnaittach lässt sich keinen Bratwurstgipfel entgehen. Sie lobt das Grün des Parks und dass sie in Pegnitz Bekannte trifft, die sie schon länger nicht mehr gesehen hat. „Einige Gäste haben es sich sogar mit Picknickdecken im Schatten der Büsche und Bäume bequem gemacht“, hat Breitenfelder beobachtet.

Abkühlung im Kneippbecken

Andere suchten Abkühlung im Kneippbecken in der Pegnitz oder ließen sich an der Böschung des Flusses nieder, um zu entspannen. Trotz der Masse an Besuchern gab es keine größeren Zwischenfälle. „Lediglich zum Beginn der Veranstaltung musste ein verknackster Knöchel behandelt werden. Um die Mittagzeit gab es einen Ohnmachtsanfall“, berichtet Daniela Lauterbach.

Größe der Versuchsportionen

Etwas irritiert war der ein oder andere Besucher von der Größe der Versuchsportionen (1,50 Euro). Die Wurststücke fielen bei einzelnen Metzgereien recht klein aus. „Diese Stimmen gibt es alle Jahre“, sagt Breitenfelder. Er verweist auf die Vielfalt der fränkischen Bratwurst. „Sie ist kein standardisiertes Einheitsprodukt und variiert in der Länge und Dicke.“ Zudem gebe es unterschiedliche Inhaltsstoffe, je nach Rezeptur. „Die Wertigkeit der Wurst reduziert sich nicht allein auf die Größe“, betont der Gipfel-Manager. Und Daniela Lauterbach ergänzt: „Die Metzger haben recht unterschiedliche Inhaltsstoffe drin.“

„Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss passen“, sagt Breitenfelder. Er schlägt vor, die Probierstücke grundsätzlich bei allen 16 Metzgern zu vereinheitlichen. „Die Hälfte einer Bratwurst wäre eine Lösung.“ Großer Gewinner des 7. Fränkischen Bratwurstgipfels waren in diesem Jahr die Brauereien. Wegen der Temperaturen um die 30 Grad floss das Bier in Strömen, aber noch besseren Absatz fanden die nichtalkoholischen Getränke. Zum Teil mussten diese nachgeordert werden, so dass es zu keinen Engpässen kam. An einem Getränkestand war das alkoholfreie Weizen am Nachmittag ausverkauft. Rund um das Festgelände waren die Straßen und Parkplätze bereits gegen Mittag belegt. Der KSB-Parkplatz wurde für die Veranstaltung an diesem Tag extra zur Verfügung gestellt.

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