Brandschutzwoche: Hurra, die Schule brennt

Jedes Jahr im September zeigen die bayerischen Feuerwehren innerhalb ihrer Aktionswoche interessierten Bürgern ihr Können. Das Motto dieses Jahr ist „Begegnen – Bewegen – Bewirken“. Ein Ziel ist dabei, Kinder und Jugendliche für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern. In diesem Jahr wird folgendes Szenario angenommen: Ein Klassenzimmer im städtischen Gymnasium brennt. Fünf Personen müssen gerettet werden, davon stehen zwei am Fluchtbalkon am Hauptgebäude. Drei müssen in der Schule gesucht werden. Die Schwierigkeit besteht darin, dass an das brennende Klassenzimmer der Chemietrakt der Schule angrenzt und das Gebäude deswegen hinreichend abgesichert werden muss, um Schlimmeres zu verhindern.

Diesmal bestreiten die Abteilungen Innere Stadt und Jugendgruppe zusammen mit dem Roten Kreuz die Auftaktübung. Die Opfer werden von Mitgliedern der städtischen Jugendfeuerwehr gespielt. Lucas Lauterbach, Pressesprecher der Feuerwehr Bayreuth, moderiert die Übung und erklärt den rund 30 Schaulustigen den Alarmierungs- und Übungsablauf.

Alles klappt wie am Schnürchen

Los geht’s: Die Löschfahrzeuge fahren mit Blaulicht und Martinshorn in den Hof der Schule. Die Zugführerin Christina Ernstberger, zu erkennen an der roten Weste, erkundet die Lage und gibt dann den Gruppenführern, erkenntlich durch blaue Westen, Anweisungen. Es sind drei Löschfahrzeuge und die Drehleiter im Einsatz. Die Drehleiter positioniert sich neben dem Fluchtbalkon. Es ist genau eingeteilt, wer von den Feuerwehrleuten den Löschangriff aufbaut, und wer mit schwerem Atemschutz in das Gebäude zur Personenrettung geht.

Bei der Übung läuft alles rund: Die beiden Jugendlichen auf dem Balkon werden innerhalb kürzester Zeit nach dem Eintreffen der Rettungskräfte über die Drehleiter in Sicherheit gebracht.

Direktor ist zufrieden

Inzwischen macht sich ein Atemschutztrupp mit einem Schlauchtragekorb und einer Axt über die Fluchttreppe auf den Weg ins Gebäude. Über diese Treppe wird eine Schlauchleitung ins Gebäudeinnere verlegt. Ein Trupp der Abteilung Innere Stadt sichert den Chemietrakt ab. Die Jugendfeuerwehr hat währenddessen die Wasserversorgung durch Schlauchleitungen von einem Hydranten aufgebaut und begonnen zu löschen. Damit die Jugendlichen den Atemschutz üben können, tragen sie Atemschutzgeräte-Dummys. Sie haben keine Masken auf. Zwei weitere vermisste Personen werden zwischenzeitlich gerettet. Die letzte Person wird aus einem der Klassenzimmer im zweiten Stock auf den Balkon getragen. Die Trage muss nun auf dem Korb der Drehleiter befestigt werden, um einen sicheren Transport zu gewährleisten. Der Atemschutztrupp schafft die schwierige Aufgabe tadellos.

Schließlich endet die Übung mit einem „Wasser Halt!“. Jetzt müssen 14 Schläuche aufgeräumt werden. Schulleiter Dieter Sippel freut sich über die erfolgreich absolvierte Übung. Auch Pressesprecher Lauterbach ist zufrieden. Wenn der Ernstfall eintreten sollte, wisse man genau, dass es klappt.

Nicht bewertet

Anzeige

Kommentare

Und das alles bei recht kaltem Wetter!