Borkenkäfer auf dem Vormarsch

Die Witterung der vergangenen Wochen kam dem Borkenkäfer sehr zugute. Das warme Wetter begünstigte die Entwicklung ihrer Population. Die Folge ist eine Massenvermehrung. Der häufigste Vertreter unter den Borkenkäfern in den Wäldern um Pegnitz ist der Buchdrucker. Seine bevorzugte Baumart ist die Fichte.

Bäume sterben schnell ab

Wichtig für die Bekämpfung der Insekten ist, dass der Borkenkäferbefall in den Bäumen festgestellt wird, bevor die Rinde abfällt. Ist das der Fall, ist der Baum bereits tot und der Käfer hat ihn längst wieder verlassen. „Wir können den Borkenkäfern nur dann den Garaus machen, wenn wir den Baum fällen und ihn aus dem Wald abtransportieren, solange er noch von den Käfern befallen ist“ , erklärt Frank Pirner, Leiter des Forstbetriebs Pegnitz. „Glückt das Vorhaben, gelingt die Vernichtung Tausender Käfer.“

Borkenkäfer-Frühwarnsystem

Ein wesentliches Mittel für die Bekämpfung der Borkenkäfer ist das „Borkenkäfer-Frühwarnsystem“. Die Forstbetriebe versorgen die Zentrale in Regensburg mit Informationen über den Befall in den Wäldern. So lässt sich leicht feststellen, wo der Befall gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist und man kann entsprechende Maßnahmen ergreifen. Am besten sei der Borkenkäferbefall bei Trockenperioden feststellbar.

Feines Bohrmehl

Bohrt sich der Käfer in die Rinde des Baumes, entsteht feines Bohrmehl und sammelt sich in Spinnweben an den Bäumen an. „Das Zauberwort ist saubere Waldwirtschaft“, so Pirner, „bruttaugliches Material wird so schnell wie möglich aus dem Wald geschafft und Gebiete, die zu häufigem Käferbefall neigen, müssen unter strengste Beobachtung gestellt werden.“ Gift zu versprühen ist für die Bayerischen Staatsforsten keine Option, um die Umwelt nicht zu gefährden. Ganz anders der Hirschkäfer. Da die Zahl rückläufig ist, bittet die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft darum, Hirschkäfer zu melden. Pirner sagt, dass der Hirschkäfer in der Region kein Thema ist. „Wir haben keine Aufforderung zur Zählung der Käfer erhalten, da ihre Vorkommensweise hauptsächlich in Eichen und Totholz ist. Diesen Lebensraum bietet unser Forstbereich nicht.“ Deshalb sei eine Sichtung unwahrscheinlich.

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