Blitzmarathon: Das sind die Messstellen

Am Mittwoch kontrollieren Beamte an weit über 200 möglichen Messstellen. Insbesondere auf den Landstraßen komme es immer wieder zu schweren Unfällen. In den zurückliegenden Monaten berichtete der Kurier über Unfälle auf der Bundesstraße 22 zwischen Speichersdorf und Kemnath, auf der Bundesstraße 85 zwischen Heinersreuth und Kulmbach sowie auf der Bundesstraße 303 zwischen Himmelkron und Bischofsgrün.  

17 Tote

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibe, wie in den vergangenen Jahren, die Ursache Nummer eins für Unfälle in Bayern, so das Präsidium. In Oberfranken sei es im vergangenen Jahr zu mehr als 33.000 Verkehrsunfällen gekommen. Laut Polizei war zu hohes Tempo war bei 2.260 Unfällen die Ursache. Dabei seien 1057 Personen verletzt worden. „17 Menschen kamen dadurch ums Leben“, so Pressesprecher Udo Roppelt. Insbesondere solle Verkehrssicherheit verbessert und allem voran die Zahl der geschwindigkeitsbedingten Unfälle reduziert werden. Die Fahrer sollten darauf sensibilisiert werden.

Keine Abzocke, sondern Sensibilisierung

Pressesprecher Roppelt tritt auch dem Vorwurf entgegen, die Polizei wolle die Autofahrer an dem Tag abzocken. „Nein, es geht nicht darum, möglichst viele Verwarnungen oder gar Bußgelder zu verhängen.“ Dazu kündige die Polizei den Blitzmarathon an und nenne auch die rund 200 möglichen Stellen, an den kontrolliert werde. Somit könne sich jeder Fahrer darauf einstellen. Ziel des Blitzmarathons sei es, Verkehrsteilnehmer in puncto Geschwindigkeit zu sensibilisieren, um auch nachhaltig eine Verhaltensänderung hervorzurufen. „Die Summe der Unfälle, die mit zu hoher Geschwindigkeit zusammenhängen, muss sinken“, sagt Roppelt.

Jeder kann zur Sicherheit beitragen

Wie die Polizei mitteilt, kann jeder Bürger erheblich zur Sicherheit im Straßenverkehr betragen. Dazu müssten nur die Verkehrsregeln, vor allem die Geschwindigkeitsbegrenzungen, eingehalten werden. Damit könne jeder nicht nur sich selbst, sondern auch schwächere Verkehrsteilnehmer schützen. Allen voran Kinder und Senioren sowie Fußgänger und Radfahrer.

In ganz Europa wird geblitzt

Der Blitzmarathon steht im Zusammenhang mit der Kampagne „Bayern mobil - sicher ans Ziel“ des Innenministeriums. Auf der Internetseite www.sichermobil.bayern.de sind die Kontrollstellen nach Regierungsbezirken hinterlegt und für jedermann abrufbar. Geblitzt wird übrigens in ganz Europa. Die Aktion in Oberfranken ist Teil des europaweiten ’Speedmarathons’, der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk ’TISPOL’ koordiniert wird, so das Präsidium.

Hier die möglichen Messstellen:

  • Ahorntal: Staatsstraße 2185
  • Betzenstein: Staatsstraße 2163
  • Bindlach: Allersdorf
  • Bischofsgrün: B 303
  • Eckersdorf: B 22
  • Fichtelberg: Bayreuther Straße
  • Goldkronach: Staatsstraße 2163
  • Himmelkron: Bernecker Straße
  • Hollfeld: Bahnhofstraße
  • Kulmbach: Stadtgebiet und Leuchau
  • Pegnitz: Am Dianafelsen, Staatsstraße 2162, B 85
  • Plankenfels: Staatsstraße 2191
  • Pottenstein: B 470
  • Schnabelwaid: B 2
  • Speichersdorf: B 22
  • Stadtsteinach: B 303
  • Thurnau: Berndorfer Straße
  • Untersteinach: B 303
  • Weidenberg: B 22 und Staatsstraße 2181

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Kommentare

Sorry, denn "nachhaltigen" Wert dieser Veranstaltung kann ich nicht nachvollziehen! Blitzen ist ok, aber nicht das Ankündigen von Zeitraum und Örtlichkeiten. Damit bewirkt man nur das die Fahrer die das über die Medien mitbekommen haben ( also ein sehr großer Teil) am besagten Tage entsprechend langsamer fahren. Am nächsten Tag ist zu 99,9999999% alles wieder beim alten. Die die dann doch in die Falle tappten habens einfach nicht mitbekommen. Solls gben.

Wenn man wirklich nachhaltig was gegen Raser tun will müßen einfach nur die Busgelder DRASTISCH erhöht werden. Ich finde zum Beispiel das jemand der mit 150 und mehr über die Landstraße donnert (so selten ist das nicht!) oder mit 70 durch ne 30er Zone fährt nicht mit ein paar Hundert Euro, 1 oder 2 Punkten und nem Monat Fahrverbot belegt gehört.
Das ist Vorsatz und gehört entsprechend empfindlicher bestraft!

Wer wegen sowas seinen Führerschein für ein halbes Jahr und obendrein nen 4stelligen Betrag Busgeld berappen darf wird sicher nachhaltiger sein Verhalten ändern!
Den Beitrag von Tom61teile ich vollumfänglich - auch im Namen der 17 Verkehrstoten, die letztes Jahr in Oberfranken von Rasern getötet wurden.
Völlig unverständlich ist die Ankündigung des Datums und der Messstellen. (Vielleicht sollte man noch ein großes Plakat davor aufstellen "Achtung, hier wird heute geblitzt.")
Der ganze Aufwand wird dadurch ineffektiv.
Nur ein- oder mehrmals mit Bußgeld und Fahrverbot "abgezockte" Raser fahren in Zukunft angepasst.

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