Bitterer Altstädter Punktverlust

Durch den Punktverlust rutschten die Bayreuther um einen Platz nach hinten und sind jetzt Fünfter.

Vor der Pause hatte es noch nicht nach einem Eintrag auf dem Punktekonto ausgesehen. Die emsigen Unterföhringer bestätigten die vom Altstädter Trainer Marc Reinhardt verteilten Vorschusslorbeeren und präsentierten sich agil und immer wieder einen Tick schneller und galliger als die Gelb-Schwarzen.

Ausgerechnet von den beiden gebürtigen Bayreuthern auf dem Feld gingen die entscheidenden Impulse für die Unterföhringer Führung aus. Im Mittelfeld vertändelte der in die Startelf gerutschte Chris Wolf das Leder. Nachdem Jonas Hempfling gegen den baumlangen Schmidt noch reaktionsschnell klärte, staubte der vor fünf Jahren noch beim BSC Bayreuth-Saas spielende Nemmersdorfer Dominik Hofmann ab.

Die auch danach stärkeren Oberbayern konnten nicht entscheidend nachlegen, weshalb die Altstädter nach der Pause das Bild komplett drehen konnten. Schon in den letzten Minuten der ersten Halbzeit schnupperten die Gäste am Ausgleichstreffer, doch Torhüter Sturm behielt gegen Dengler und Knezevic (30., 31.) die Oberhand und klärte zur Ecke, Böhnlein verzog mit einem feinen Drehschuss um Haaresbreite.

Nach dem Wechsel dominierten die Bayreuther Tempo und Spielgeschehen, kamen dem Torerfolg minütlich näher. Letztlich war es Kristian Böhnlein, der seine starke Leistung krönte. Chris Wolf, vor dem Gegentor noch Pechvogel, legte sauber quer auf den Kapitän, der aus kurzer Distanz einsendete. „Bayreuth war bärenstark“, attestierte Unterföhrings Coach Thomas Seethaler, „auch wenn mich die zwei Tore schon ärgern“.

Nur eine Minute später fand die nächste Wolf-Flanke Tobias Weber, der per Kopf knapp drüber zielte. Zwei Zeigerumdrehungen später durften sich die Altstädter ärgern: Ivan Knezevic setzte sich am Elfmeterpunkt gegen gleich drei Gegenspieler durch, nach einem klaren Schubser blieb der Pfiff von Schiedsrichter Gschwendtner aus. Der Ärger aber währte nur kurz. Keine vier Minuten später gab es Grund zum Jubeln: Dominik Schmitt zog einen Freistoß aus dem Halbfeld zum Tor hin, der völlig allein gelassene Knezevic musste das Leder nur noch an Keeper Sturm vorbeischieben.

„Ein bisschen fühlt man sich als Verlierer“, gestand Marc Reinhardt nach Spielende ein, „wenn du in der 93. Minute das Gegentor kassierst“. Und sein Gegenüber pflichtete ihm bei: „Der Punkt ist natürlich glücklich, da Bayreuth ab der 30. Minute immer stärker wurde“, sagte Seethaler. Dass er am Ende feiern durfte, war Leonard Meyer zu verdanken. Der jagte das Leder aus 16 Metern sehenswert ins Kreuzeck. See-thaler: „Hauptsache, der Ball war drin. Auch wenn es vorher vielleicht Abseits war.“

Statistik

FC Unterföhring: Sturm – Morou (80. Söltl), Brandstetter, Hofmaier – Büchel, Faber, Hofmann (80. Putta), Arkadas, Mayer – Sabbagh, Schmidt (58. Kubica).

SpVgg Bayreuth: Hempfling – Held (80. Schneider), Kolbeck, Dengler, Golla – Wolf, Weber, Schmitt, Böhnlein, Hobsch (68. Bruno) – Knezevic (85. Renger).

SR: Gschwendtner (Wurmannsquick); Zuschauer: 300.

Tore: 1:0 Hofmann (17.), 1:1 Böhnlein (69.), 1:2 Knezevic (77.), 2:2 Mayer (90.+3).

Nicht bewertet

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