Bittere Haspo-Niederlage in Rimpar

Die personell geschwächten Gäste, die kurzfristig auf den am Knie verletzten Marius Hümpfer verzichten mussten, fanden nach einem 1:3-Rückstand (5. Minute) schnell in die Spur und verbuchten eine 8:4-Führung (12.).

Dabei agierten die Gäste in der Defensive sehr schnellbeinig und erzwangen durch eine offensiv ausgerichtete 3:2:1-Abwehr immer wieder Ballverluste bei den Gastgebern. Allen voran verbuchte Paul Saborowski alleine in den ersten 30 Minuten fünf der insgesamt 17 Bayreuther Ballgewinne.

Sieben Tore voraus

So zog Haspo, auch angetrieben vom treffsicheren Yannik Meyer-Siebert und dem auch im Angriff verlässlichen Saborowski, beim 14:8 (22.) erstmals sogar auf sechs Tore davon. Die höchste Führung erzielte dann Meyer-Siebert mit dem einzigen Bayreuther Strafwurf zum 17:10 (28.). Bis zum Seitenwechsel (17:11) blieb dieses Polster auch relativ beruhigend.

Direkt nach Wiederbeginn leisteten sich die Bayreuther jedoch gleich mehrere ungenaue Abschlüsse. Und auch die bis dahin bärenstarke Verteidigung offenbarte nun größere Lücken. Dies wussten dann vor allem die Rimparer Leistungsträger Philipp Meyer (Rückraumlinks), Andreas Paul (Spielmacher) und Nicolas Gräsl (Kreisläufer) zu nutzen.

Dieses Trio war am Ende mit 15 Treffern für mehr als die Hälfte der DJK-Tore verantwortlich. So kamen die Jungwölfe auch sehr schnell (17:19/39.) wieder in Schlagdistanz.

Zwei Zeitstrafen direkt nacheinander

Danach schien sich Haspo allerdings zu fangen und hielt eine relativ solide Drei-Tore-Führung bis zum 26:23 (54.). Die Schlüsselszene: In einer überaus fair geführten Partie mussten erst Haspo-Spielmacher Tim Herrmannsdörfer und nur 39 Sekunden danach auch Linksaußen Steffen Berghammer für je zwei Strafminuten auf die Bank – bei insgesamt nur drei Zeitstrafen der Bayreuther.

Die beinahe logische Konsequenz war der 27:27-Ausgleich 49 Sekunden vor dem Ende. Nachdem Haspo-Trainer Michael Werner in einer Auszeit den letzten Angriff besprochen hatte, folgte das nächste Unheil: Knapp zehn Sekunden vor dem Ende wurde Yannik Meyer-Siebert grenzwertig angegangen, verlor den Ball, und Gräsl nutzte die sich bietende Chance für den Gegenstoßtreffer zum glücklichen Sieg.

Trainer verteilt Lob

„Eigentlich war es heute eine wirklich sehenswerte und kämpferisch hervorragende Leistung meiner ersatzgeschwächten Mannschaft“, nahm Michael Werner sein Team in Schutz und ergänzte: „Natürlich ist die Niederlage nach diesem Spielverlauf sehr bitter, sie wird uns aber sicherlich nicht umwerfen.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Wittmann– Schalk (1), Nicola, Herrmannsdörfer (3), Tscheuschner, Baldauf, S. Berghammer (3), Rahn, Saborowski (9), Meyer-Siebert (9/1), Y. Berghammer (2), Goeritz, Luckhardt.

berg

Nicht bewertet

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