Bindlacher Ringer starten in der Hallertau

Die Rolle des Hechts im Karpfenteich könnte der Bundesliga-Reserve des SV Johannis Nürnberg zukommen. Am 30. September treffen die Bindlacher in Nürnberg erstmals auf die Mittelfranken.

Bekanntlich sorgten die Bindlacher in der letzten Saison als Zweitliga-Absteiger für Furore. Die jungen, zum Großteil aus dem eigenen Nachwuchs stammenden Athleten zeigten unter Trainer Matthias Fornoff eine eindrucksvolle Leistung. Mit 25:3 Zählern holte der ASC souverän den Titel. Wegen der Neuausrichtung der Bundesliga – es wurden die erste und die zweite Liga zusammengeführt – lehnte der ASC und dessen Vorstandschaft einen Wiederaufstieg ab. Dieser wäre nicht nur mit enormem finanziellen Aufwand, sondern auch mit der Notwendigkeit einer deutlichen Erweiterung des sportlichen und organisatorischen ASC-Kaders verbunden gewesen – schlichtweg eine Nummer zu groß für den noch jungen Verein, der im August 2018 genau 20 Jahre alt wird.

Mit Nikolas Geldner, Bastian Hoffmann, den Brüdern Patrick, David, Philipp und Kevin Adler, sowie Marcel Fornoff, Sascha Büchner und dem Schwergewichtler Andre Schmidt bleibt der Kern der Mannschaft bestehen. Im Halbschwergewicht wird der ASC Bindlach neben dem seit drei Jahren beim ASC ringenden Rumänen Vlad-Bogdan Boeriu mit Nico Ganzleben auch wieder einen seiner Heimkehrer einsetzen können. Mit Sandro Frankol (Kroatien) oder Pedro Mejias (Venezuela) kann Trainer Fornoff den zweiten Ausländerplatz belegen.

Ramming-Brüder kehren aus Marktleugast zurück

Ihre Laufbahn endgültig beendet haben die langjährigen ASC-Aktiven Jeremiah Scott und Niklas Kamm, während Erik Kamm durch eine veränderte Lebenssituation zum TV Unterdürrbach in die Landesliga gewechselt ist. Demnach war es besonders erfreulich, dass die Brüder Christof und Tim Ramming nach einem Jahr beim RSC Marktleugast wieder zu ihrem Heimatverein nach Bindlach zurückgekehrt sind. Somit ändert sich die Kadergröße nicht sonderlich.

Auf die Frage, ob der ASC nächstes Jahr den Wiederaufstieg in die Bundesliga anstrebe, antwortet Matthias Fornoff, gleichzeitig Präsident des Klubs, mit einem klaren Nein. Die Kosten in der Bundesliga seien für den ASC noch immer nicht realisierbar. Zu hoch seien die Lizenzgebühren für ausländische Kämpfer, auch die Kampfrichterkosten würden in die Höhe schnellen. „Aber sportlich, mit der Bedingung eines größeren Kaders, wäre der ASC in der Lage, sich im Mittelfeld zu etablieren.“

Keine Motivationsdelle zu erwarten

Eine Motivationsdelle wegen der fehlenden Aufstiegschance sieht Fornoff nicht. Seine Ziele für die kommende Saison sind klar definiert: „Ich möchte qualitativ hochwertigen Sport mit spannenden und mitreißenden Kämpfen nach Bindlach bringen. Hierbei möchte ich aber unseren Nachwuchs nicht vernachlässigen und sie an die Männermannschaft heranführen. Somit streben wir einen Platz im oberen Mittelfeld an.“ Und sollte es mehr werden, hätte er auch nichts dagegen. „Vielleicht findet sich dann ja doch noch ein Sponsor, der uns den Aufstieg ermöglicht.“

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06