Bindlacher Feuerwehrhaus: Die Zeit drängt

Der Gemeinderat hat am Montababend erste Skizzen gesehen. Keine Architektur. Reine Strichzeichnungen davon, wie die Feuerwehr und die Gemeinderäte, die in dem Planungsaussschuss sitzen, sich das Feuerwehrhaus der Zukunft am Bindlacher Bachwiesenweg vorstellen. Klaus-Dieter Jaunich (CSU), als stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender der Feuerwehr auch Vorsitzender des Planungsausschusses, stellte die Ergebnisse der jüngsten Sitzung vor. Man habe sich, sagte Jaunich, in den vergangenen Wochen mehrere Feuerwehrhäuser angesehen. Und man wolle sich auch noch einige ansehen. Denn mögliche Fehler, die andere gemacht haben könnten, will man sich in Bindlach nicht an den Bachwiesenweg bauen.

Zehn Boxen für Fahrzeuge und Geräte

In den Grundzügen soll das Feuerwehrhaus eine L-Form haben. Der lange Schenkel wird die zehn Boxen für Feuerwehrfahrzeuge und Geräte haben. Aktuell hat das Feuerwehrhaus fünf Boxen für die Fahrzeuge. Sechs Boxen werden für das neue Feuerwehrhaus gefördert, sagt Bürgermeister Gerald Kolb (WG). Die Kosten für die restlichen vier Stellplätze muss die Gemeinde aus eigener Tasche finanzieren. Wie Jaunich sagt, soll hinter den Stellplätzen für die Fahrzeuge der Werkstatt-Bereich angeordnet werden. Ob eine Grube für die Fahrzeuge eingebaut werde, um die Feuerwehrautos entsprechend von unten inspizieren zu können, müsse noch geklärt werden, sagte Jaunich auf Nachfrage von Werner Fuchs (CSW). Das hänge auch davon ab, sagte Alfred Lautner (WG), ob eine Grube wegen des hochwassergefährdeten Gebiets überhaupt machbar sei.

Umkleiden, Werkstätten und ein Schulungsraum

Neben den Stellplätzen und dem Werkstattbereich soll das Erdgeschoss noch die Umkleiden für die Wehrmänner und entsprechende Räume für Gerätewart und Atemschutzträger bereithalten. Im oberen Stockwerk, so sieht es der Wunsch der Feuerwehr vor, soll Platz für Schulungsräume sein. Nächster Schritt, den sich der Planungsausschuss vorstellt: Ähnlich wie es die Feuerwehr in Weidenberg gemacht habe, solle man "drei bis vier Architekten aussuchen, die einen Gestaltungsvorschlag machen sollen", sagte Jaunich.

Zwei Architekten wollen schon mitmachen

Nach Kolbs Worten liegen im Rathaus bereits zwei Anfrage von Architekten vor, die beabsichtigen, eine Planung vorzulegen. Ziel sollte es aber sein, Architekten auszuwählen, die bereits einschlägige Erfahrung mit dem Bau von Feuerwehrhäusern gemacht haben. Auf Anfregung von Werner Hereth (SPD) sollte es auch schnell gehen: Bis in drei Wochen, wenn der Gemeinderat am 6. März zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt, sollten die Ideen der Architekten bereits auf dem Tisch liegen. Eine Vorplanung, wohlgemerkt. Nicht die fertige Planung. "Dann wird man auch sehen müssen, ob man eine Ausschreibung für eine Generalplanung machen muss", wie Kolb am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung sagte. Man wolle, das hatte Neithard Prell (WG) angeregt, bis Ende der Woche warten, ob sich noch Architekten für das Projekt interessieren und im Rathaus melden.

Förderung rund 110.000 Euro höher als vor vier Jahren

Der Bau des Feuerwehrhauses wird nach aktuellem Stand mit einem Betrag von 435.000 Euro gefördert, sagte der Kämmerer Roland Lerner am Montagabend. Das sind rund 110.000 Euro mehr als bei der ersten Abfrage des Zuschusses im Jahr 2013.

Das Feuerwehrhaus braucht ein Plateau

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