Bindlacher brennen Feuerwerk ab

Die Mannschaft aus der Marktgemeinde vermochte lediglich zwei Kämpfe für sich zu entscheiden und profitierte von einer unbesetzten Position der Gastgeber. So musste sich Bindlachs Ringerneuling André Schmidt dem erfahrenen und zudem deutlich schwereren Jens Brosowski mit 0:2 geschlagen geben. Außerdem gewannen die Burgebracher das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Bindlacher Philipp Adler und Mihai-Radu Mihut. Das international erfahrene rumänische Ringertalent kämpfte mit harten Bandagen und rettete gegen einen sichtlich beeindruckten Adler zwei Punkte über die Zeit. Erwähnenswert war zudem der Halbschwergewichtskampf zwischen Bindlachs Eigengewächs Nico Sendelbeck und Daniel Roth. Nach einem holprigen Start in die Saison war Sendelbeck in den letzten Kämpfen immer stabiler aufgetreten, er schulterte den Burgebracher bereits nach nur 19 Sekunden.

Nachdem den Oberligavereinen aufgrund von Neustrukturierungen im Deutschen Ringerbund (DRB) in der Saison 2016 keine Aufstiegspflicht auferlegt wird, hat sich Fornoff, gleichzeitig Vorsitzender des Vereins, dazu entschieden, mit seiner Mannschaft – wie bereits ausführlich berichtet – auch im nächsten Jahr freiwillig in der Oberliga anzutreten und den Titel zu verteidigen.

Auch der finanzielle Spagat zwischen Oberliga und Bundesliga sei, wie Fornoff erklärt, für den ASC momentan kaum zu stemmen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müsste man auch den jetzigen Kader ergänzen.

Neue Saison wird kein Zuckerschlecken

Fornoff stellt klar, dass die kommende Saison kein Zuckerschlecken werden wird. Bei einigen hochkarätigen Bundesligavereinen sei es nämlich noch nicht sicher, ob sie sich auf die neue Ligastruktur einlassen werden. Bekanntlich soll die erste und zweite Bundesliga im kommenden Jahr zusammengelegt werden, was für manche Mannschaften personelle Veränderungen und eine damit verbundene finanzielle Mehrbelastung bringen wird. Fornoff rechnet damit, dass einige Mannschaften zurückziehen könnten und somit in die Oberliga eingestuft werden. „Das Niveau würde dadurch deutlich angehoben und wäre mit der aktuellen Bundesliga-Süd vergleichbar“, sagt Fornoff.

Nach dem souveränen Titelgewinn steht den Aktiven des ASC Bindlach nur eine kurze Regenerationsphase zur Verfügung, da sie sich bereits auf die anstehenden Einzelmeisterschaften vorbereiten müssen. Wie letztlich der Kader für die kommende Saison aussehen wird, kristallisiere sich in den nächsten Monaten heraus, kündigt Fornoff an.

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