Bindlach: Benzin macht das Rennen

Ein "kleines Flitzerla" soll es nach den Worten von Bürgermeister Gerald Kolb (WG) werden, das die Mitarbeiter der Gemeinde, vor allem jedoch der technische Mitarbeiter, der die Tiefbauprojekte der Gemeinde plant, bei seinen Dienstfahrten nutzen soll. Bei der Sitzung am 6. März hatte die CSU im Gemeinderat angeregt, die Anschaffung eines Elektroautos zu prüfen. Wie Kolb am Montagabend sagte, würde sich nach Untersuchungen der Gemeinde ein Elektroauto "erst durch maximale Ausnutzung" rechnen, weil geringeren Wartungs- und Unterhaltskosten sehr hohe Anschaffungskosten gegenüberstünden. "Wir sollten noch ein paar Jahre warten, bis sich das durchsetzt", sagte Kolb. 

Kilometergeld soll es weiter geben

Nach aktuellem Stand zahle die Gemeinde den Mitarbeitern, die ihr privates Auto bei beruflichen Fahrten nutzen, laut Kolb rund 2800 Euro Kilometergeld pro Jahr. Selbst wenn die Gemeinde ein Fahrzeug anschaffe, werde sie bestenfalls die Hälfte der Kosten sparen, brachte Wolfgang Fischer (Bergliste), die Bedenken der SPD/Bergliste erneut vor: "Es funktioniert nicht, dass mehrere Leute das Fahrzeug nutzen." Deshalb, regte Werner Fuchs (CSW) an, sollte die Möglichkeit, dass Mitarbeiter Kilometergeld bekommen, auch weiter gelten, wenn es ein Auto für Mitarbeiter gebe.

Laden an der Steckdose? Kein Problem

Werner Bauernfeid (WG) sagte, es brauche nicht zwingend eine Ladestation, wenn die Gemeinde ein Elektrofahrzeug anschaffen wolle. "Auch an einer herkömmlichen Steckdose ist das Auto nach zwölf Stunden geladen." Helfe alles nichts, warf Verwaltungsleiter Karl-Heinz Maisel ein: "Ein Elektroauto kann man nicht für eine Tagesfahrt nutzen" - etwa, wenn Mitarbeiter zu Schulungen müssten.

Mehrheit war dagegen

13 der 21 Gemeinderäte stimmten schließlich gegen den CSU-Antrag, ein Elektroauto zu kaufen. Neun Gemeinderäte waren gegen den Vorschlag des Bürgermeisters, einen Hyundai i20 anzuschaffen.

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