Bildhauer Fritz Koenig ist tot

Der Bildhauer Fritz Koenig ist tot. Der gebürtige Würzburger starb am Mittwochabend in seinem Haus in Altdorf bei Landshut im Alter von 92 Jahren. «Es war ihm ein Anliegen, an dem Ort zu sterben, an dem alle seine großen Werke entstanden sind», sagte die Leiterin des Landshuter Skulpturenmuseums, Stefanje Weinmayr am Donnerstag. Zuvor hatte das «Straubinger Tagblatt» über den Tod Koenigs berichtet.

Koenig galt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Die Statuen des gebürtigen Würzburgers sind weltweit zu bewundern. Seine Kunst findet sich im Park von Schloss Bellevue in Berlin oder auch vor der deutschen Botschaft in Madrid.

Weltberühmt ist seine monumentale Plastik «Kugelkaryatide N.Y.», die zwischen den Wolkenkratzern des World Trade Centers in New York stand. Nach dem Terrorakt am 11. September 2001 wurde die Skulptur weitgehend unbeschädigt aus den Trümmern geborgen. Nach dem Olympia-Terroranschlag von 1972 fertigte er einen Granit-Klagebalken für das Münchner Olympiagelände. Zudem schuf er das Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen.

In Bayreuth steht die Skulptur Große Karyatide I auf dem Geschwister-Scholl-Platz an der Uni. Die Skulptur aus Bronze wurde 1965 bis 67 gefertigt.

Wo genau was von Fritz Koenig zu finden ist, steht hier.

1993 ging der Besitz von Fritz und Maria Koenig in Form einer Stiftung an die Stadt Landshut. 1998 eröffnete dort das Skulpturenmuseum im Hofberg. Neben Koenigs Werken sind dort auch Stücke aus seiner Afrika-Sammlung zu sehen.

dpa/red

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