Bezirksliga: Saaser 0:0 gegen Röslau

Spricht man landläufig gerne von einem 0:0 der besseren Sorte, so fiel die Saisonpremiere der Lerchenbühler zweifelsohne in die Rubrik „feinste Lese“. Rassige Zweikämpfe, schnelles Umschaltspiel, viele Torraumszenen – das Spiel hatte alles, abgesehen vom Wesentlichen. Aber da fehlten oftmals nur Zentimeter, wie beispielsweise beim Schuss des Saaser Kapitäns Jan Vogler, der sich in der 12. Minute mit der Pieke aus 11-Metern versuchte, aber an der Unterkante der Latte scheiterte.

Oder auch in der 68. Minute, als auf der Gegenseite Mohammad Tamo nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld urplötzlich vor BSC-Torhüter Tim Tscheuschner auftauchte, das Spielgerät aber volley um Haaresbreite neben den rechten Pfosten setzte. Tscheuschner war es auch, der in der 40. Minute gegen den durchgebrochenen Tobias Benker mit der Fußspitze geklärt und den Ball zur Ecke gelenkt hatte.

Positives Fazit von Trainer Frank Weith

Weitere hervorragende Möglichkeiten hatten die in der ersten Halbzeit dominanteren Saaser durch zwei Kopfbälle von Vogler (19./24.) nach Ecken sowie durch Neuzugang Christopher Wohlfart (61.), der mit seinem Kopfball im Anschluss an eine Maßflanke von Fabian Viefhaus am fehlerfreien Adrian Kießling im Gästetor scheiterte. Aber auch Lucas Scherm (62.) und Tim Sczepaniak (82.) verzeichneten erstklassige Chancen. Frank Weith sah es positiv: „Dass wir uns gegen solch einen starken Gegner so viele Chancen herausgearbeitet haben, das war schon klasse. Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten und außerdem – wir haben kein Tor zugelassen.“

Allerdings hatte seine Defensivreihe auch Schwerstarbeit leisten müssen, um die laufstarken und technisch versierten Röslauer Offensivkräfte vom Tor fern zu halten. Was nicht immer gelang. „Das war schon ein richtig starker Gegner“, musste nach der Partie auch Jan Vogler eingestehen. Und der Saaser Kapitän war sich sicher, dass der Aufstieg wohl in dieser Saison „nur über die Röslauer“ führen wird.

Das Kompliment nicht unerwidert stehen lassen wollte der Röslauer Vorsitzende Bernd Nürnberger: „Ein 0:0 zum Auftakt, das auch noch auswärts bei einem guten Gegner. Das passt.“ Und so waren irgendwie alle so richtig zufrieden – ausgenommen die Zuschauer, die auf ein Torefestival spekuliert hatten.

BSC Bayreuth-Saas: Tscheuschner – Weigel, Gubitz, Vogler, Wohlfart (64. Maßberger), Viefhaus, Sczepaniak, Grüner, Großer, Hofmann, Scherm (73. Küfner).

SR: Schiller (Rödental); Zuschauer: 200.

Nicht bewertet

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