Betrugsaffäre und Umbau belasten Leoni

Unbekannte Täter hatten Leoni im vergangenen Sommer um 40 Millionen Euro gebracht. Sie hatten mittels gefälschter Dokumente und Identitäten Leoni-Gelder auf Konten in Asien transferiert. Das ergaunerte Geld wieder zurückzubekommen hält der Leoni-Chef «für sehr unwahrscheinlich bis so gut wie ausgeschlossen». Auf Probleme in seiner Bordnetz-Sparte hatte Leoni wiederum mit einem kostenintensiven Umbau und Stellenstreichungen reagiert.

Die jüngsten Probleme stoppten auch den Wachstumskurs des Unternehmens: Mit 4,4 Milliarden Euro lag der Leoni-Umsatz 2016 um rund 100 Millionen Euro unter dem Wert von 2015. Die Leoni-Schwäche trifft auch die Anleger; sie werden sich voraussichtlich mit einer Dividende von 0,50 Euro zufrieden geben müssen - halb so viel wie für 2015. Die endgültigen Zahlen will das Unternehmen am 23. März vorstellen.

dpa

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