Betonpfähle für das Ölschnitzufer

Die Stadträte nämlich, die waren begeistert. "Sie haben Haimerls Vorschläge durch die Bank positiv aufgenommen." Zinnert ist hörbar erleichtert, als er davon berichtet.

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Bad Berneck hat eine glanzvolle Geschichte. Seit 1857 als Kräuterkurort bekannt, 1930 wurde die städtische Kneippbadeanstalt im heutigen Kurpark eingeweiht, 1950 gab es den Titel "Bad". Haimerls Ziel, und auch das der Stadträte: Bad Berneck als Kulurstadt zu bewahren und einen ganzheitlichen Ansatz mit nachhaltiger gesundheitsbewusster Struktur zu stärken. Und da, so Haimerl, reiche es eben nicht, eine neue Ufermauer nur mit Blick auf den Hochwasserschutz zu bauen. Nur nützlich und nicht schön, das würde das Stadtbild erheblich beeinträchtigen und vor allem das attraktive Bild der historischen Kurstadt dauerhaft zerstören.

So soll es aussehen

Nützlich, um eine Ufermauer zu sichern, sind in so einem Fall Betonpfähle. Die sieht nun auch Haimerl vor. Schöne Betonpfähle. Sie sollen sichtbar sein, weit heraus ragen, einer neben dem andern. Dort, wo der Weg verbreitert werden muss, soll das über Auskrakungen geschehen. Lichtschlitze in der Bohrpfahlwand und ein Lichtband im Handlauf des Brückengeländers sorgen für Beleuchtung, Sitzstufen am Ufer und ein Zugang zum Fluss werden das Wasser im Stadtbild erlebbar machen. Die Stadträte nahmen diesen Vorschlag, wie Zinnert berichtet, "teils sogar begeistert", auf jeden Fall aber einstimmig an. "Der Entwurf hat Struktur und Farbe, die Leichtigkeit, Eleganz und Modernität wird vor allem durch die Gestaltung der Brückengeländer erreicht", schwärmt Zinnert.

So geht es weiter

Der Stadtrat entschied nun erst einmal grundsätzlich, die Ufermauer auf der Grundlage des Entwurfs von Haimerl gestalten zu wollen. Der nächste Schritt wird sein, sich mit der Regierung, dem staatlichen Bauamt, dem Wasserwirtschaftsamt und den Ingenieuren an einen Tisch zu setzen. Und natürlich müssen auch die Bürger mit ins Boot geholt werden, Zinnert plant hier eine eigene Infoveranstaltung. Anschließend gelte es einige formelle Dinge zu regeln, beispielsweise, wie ausgeschrieben werden müsse.

Sicher sei schon einmal, dass die künstlerische Gestaltung des Ölschnitzufers die Anwohner nichts extra kosten wird. Zinnert glaubt sogar, dass die Kunst beim Sparen helfen kann. Ein Lichtband im Brückengeländer dürfte billiger sein, als alle paar Meter eine Laterne aufzustellen.

Mit den Arbeiten soll nach der Festspielsaison 2018 begonnen werden. Die Anwohner wurden darüber bereits informiert.

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Kommentare

Problem ist halt immer noch das Wegbrechen der Westberliner Urlauber nach der Grenzöffnung.
und mit den paar neuen Beton-Pfählen und Mauern wird es nicht getan sein ...... zur Kurstadt gehört mehr ........ aber es wäre damit ein Anfang gemacht.
Gehen wir einfach mal davon aus, dass das Projekt bist Ende 2018 umgesetzt und fertig ist. Das wäre doch was ?!