Bestes Team der Liga in Auerbach

Die Mittelhessen haben bislang alle 17 Spiele ohne jeden Verlustpunkt überstanden und sind damit auf dem besten Weg, nur ein Jahr nach dem Abstieg wieder in die 2. Bundesliga zurückzukehren. „Der TV Hüttenberg ist eindeutig Aufstiegsfavorit Nummer eins in der Oststaffel“, sagte der Auerbacher Spielertrainer Tobias Wannenmacher schon vor dem Hinspiel, und der Saisonverlauf hat das seither bestätigt.

Dabei ist schon so manches Team der Truppe um den isländischen Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson (38) durchaus nahe gekommen. HSC Bad Neustadt und TV Groß-Umstadt gaben sich jeweils nur mit drei Toren geschlagen, Kirchzell und Dresden mit je vier, Auerbach (17:22) und Baunatal mit je fünf. Andere kamen aber auch schon unter die Räder. Am schlimmsten erwischte es Bad Blankenburg (18:35), Halle (24:38), Nieder-Roden (24:37) und auch den zum Verfolgerfeld zählenden TuS Fürstenfeldbruck (18:31).

Zuletzt hat der TV Hüttenberg drei Spiele in Folge zu Hause absolvieren können, dafür muss er nun dreimal auswärts ran. Dabei dürften die Aufgaben in Auerbach und das Nachholspiel in Halle als relativ kleine Hürden gelten im Vergleich zur danach folgenden: Beim HC Elbflorenz Dresden kommt es nämlich zum Duell mit dem zu Saisonbeginn am häufigsten genannten Titelkonkurrenten. Bei derzeit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Groß-Bieberau/Modau dürfte die Hüttenberger aber selbst eine Niederlage noch nicht aus der Ruhe bringen.

Schon Neuzugänge für 2. Bundesliga

Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Verantwortlichen bereits mit den Planungen für die 2. Bundesliga begonnen haben. Der erstligaerfahrene Linksaußen Aljoscha Schmidt (GWD Minden) schließt sich für die nächsten beiden Spielzeiten dem TV ebenso an, wie der im rechten Rückraum agierende Linkshänder Jan Wörner vom Süd-Drittligisten TSB Heilbronn-Horkheim. Damit wird die ohnehin schon starke rechte Angriffsseite der Mittelhessen noch einmal verstärkt. Die aktuelle Torschützenliste des TV führen nämlich schon die beiden Rechtsaußen Ragnar Johannsson (81 Tore) und Daniel Wernig (70/16) an. Danach folgt mit Mario Fernandes (57) einer der stärksten Kreisläufer der Staffel knapp vor Spielmacher Dominik Mappes (56).

Weitaus beste Abwehr

Auffälliger als die Torausbeute ist jedoch die Abwehrleistung der Mittelhessen. Während sie nur 19 Tore mehr erzielt haben als Auerbach, liegt die Zahl ihrer Gegentore mit 353 weit unter dem zweitbesten Wert der Dresdner (425). Einen Eindruck von der Qualität der Abwehr sowie der Torhüter Fabian Schomburg und Matthias Ritschel bekamen die Auerbacher bereits im Hinspiel, als sie sich mit 17 Toren begnügen mussten. Da half es wenig, dass sie ihrerseits den Tabellenführer nicht über den eigenen Minusrekord (22) hinauskommen ließen.

Für Tobias Wannenmacher ist die Vorgabe klar. „Unsere Aufgabe kann nur sein, nicht allzu sehr unter die Räder zu kommen. Wir haben uns in den letzten Spielen zwar ein einigermaßen beruhigendes Punktepolster zugelegt, dürfen jetzt aber nicht in Zufriedenheit erstarren.“ Im Vergleich zur Vorwoche sei eine deutliche Steigerung bei der Kampfbereitschaft und vor allem bei der Torausbeute nötig: „Die wenigen Möglichkeiten, die uns voraussichtlich geboten werden, müssen wir konsequent nutzen.“ Dafür steht voraussichtlich der komplette Kader zur Verfügung.

Nicht bewertet

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