Bei wem schmeckt’s am besten?

Bei Franziska Pfleghardt in Stierberg fiel der Startschuss für den Koch-Wettbewerb. Bis zum Oktober muss sie noch Geduld haben, um das Ergebnis zu erfahren. Denn das ist bis zur Siegerehrung des besten Hobbykochs geheim. Selbst die Ausrichter wissen das erst am Tag der Siegerehrung.

Dreiköpfiges Team des Gewerbevereins

Eine halbe Stunde, bevor die Gäste (das sind die weiteren vier Teilnehmer und ein dreiköpfiges Team des Gewerbevereins, das moderiert, filmt und fotografiert) geht Franziska Pfleghardt mit ihrer Freundin und Küchenhelferin Christina Bauer noch einmal alles durch: Es darf nichts fehlen für ein perfektes Dinner. Der Aperitif, eine Erdbeer-Mango-Bowle, ist frisch angesetzt. Drei verschiedene Fischmousse-Taler müssen nur noch optisch ansprechend in die Vorspeisenlöffel gesetzt werden und auch das Pannacottatörtchen auf Erdbeerspiegel als Nachspeise steht fertig im Kühlschrank.

Herdtemperatur und Garzeit gemerkt

Nach der Begrüßung der Gäste mit dem Aperitif und dem Servieren und Verzehr der Vorspeise legt sich bei der 35-Jährigen die Nervosität noch nicht ganz. Immerhin muss sie sich jetzt auf die Rinderfiletsteaks auf Kartoffel-Möhren-Rösti mit roter Pfeffersoße konzentrieren. Im Vorfeld des Wettbewerbs hat die zweifache Mutter schon mal Filetsteaks vorgebraten und sich Herdtemperatur und Garzeit gemerkt, damit die Steaks zart und innen noch ein bisschen rosa bleiben. Bei einem „Mädelsabend“ so sagt sie, hat sie das ganze Menü, das sie mit Hilfe einer Lieblings-App zusammengestellt hat, ausprobiert.

"Überlasse nichts dem Zufall“

„Das habe ich querfeldein durchgedacht – ich überlasse nichts dem Zufall.“ Die Tischdekoration ist ebenso durchdacht worden, wie das Menü. „Ich hab mich sehr lange auf diesen Tag vorbereitet“, sagt die Gastgeberin: „Das liegt in meiner Natur. Wenn ich etwas machen, dann will ich es zu 100 Prozent machen.“ Dass handwerkliches Geschick zum Kochen genauso zu einem Gelingen eines Menüs beiträgt, wie die richtige Zeiteinteilung, kennt Franziska Pfleghardt vom Beruf. Sie ist Technikerin für Hauswirtschaft und Ernährung und weiß, wie wichtig Organisation und Planung sind.

Angenehme Atmosphäre

Schon vor zwei Jahren hat sie überlegt, an dem Kochwettbewerb teilzunehmen, sich aber nicht so recht getraut. Erst als sie erfahren hat, in welcher angenehmen Atmosphäre der Wettbewerb abläuft, hat sie die Sicherheit gewonnen, in den Kochring zu steigen. Und das gleich mit einer gelungenen Vorlage für die vier Mitstreiter am Herd. An der Reihe sind Sebastian Göpfert, Harald Pischitz, Helga Pfeile und Martin Arz, die jetzt schon mal wissen, dass die Messlatte hoch gesetzt ist.

Der Kochwettbewerb ist aus einer spontanen Idee heraus entstanden“, sagt Angelika Ruhl-Schneider vom BdS-Team vor Ort. Nur die Kandidaten bewerten sich untereinander und bilden die Jury: „Wir halten uns da komplett heraus.“

Nach dem Ende des Wettbewerbs wird es – wie schon vor zwei Jahren – ein Buch in kleiner Auflage geben, mit Fotos vom Wettbewerb, den Rezepten der Wettbewerbs-Menüs, Kochtipps und Schilderungen von den Hausbesuchen. Darin wird dann vielleicht auch zu lesen sein, dass Franziska Pfleghardt eine begeisterte Gastgeberin ist, dass sie es schätzt, dadurch Leute jeglichen Alters kennenzulernen und das Gemeinschaftsgefühl genießt, das durch solche Aktionen entstehen kann.

Und dass Kochen eines ihrer Lieblingshobbys ist, das jetzt auf dem Prüfstand steht. Nach dem, was die Gäste (und Ehemann Dieter) nach dem Menü zur Kochkunst von Franziska Pfleghardt gesagt haben, wird es das auch bleiben.

Im Herbst wird sich herausstellen, wer mit seinen Menüs und dem Ambiente die meisten Punkte eingeheimst hat. Dann haben Betzenstein und Plech einen weiteren „Meisterkoch“. Eines ist jetzt schon sicher: In Stierberg wird meisterlich gekocht – die Siegerin von 2015, Gertrud Arnold, kommt wie Franziska Pfleghardt auch aus Stierberg.

Nicht bewertet

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