Behinderungen nach Laster-Unfällen

Auslöser war gegen 5.30 Uhr ein Unfall zwischen den Anschlussstellen Plech und Hormersdorf. Ein 66-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth war mit seiner Sattelzugmaschine in Richtung München unterwegs.

Rückwärts auf der Autobahn

Kurz vor der Anschlussstelle Hormersdorf reduzierte er seine Geschwindigkeit fast bis zum Stillstand. An der Steigung rollte er dann sogar mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h rückwärts.

Ein hinter ihm befindlicher 43-jähriger Pole erkannte das rollende Fahrzeug und wollte mit seiner Sattelzugmaschine noch auf die mittlere Fahrspur ausweichen. Dies gelang ihm jedoch nicht mehr und es kam zum Zusammenstoß.

Zwei Fahrspuren waren in der Folge blockiert. Bei der Unfallaufnahme stellten Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth fest, dass der Unfallverursacher alkoholisiert war. Ein Test ergab einen Wert von über 0,5 Promille, was eine Blutentnahme zur Folge hatte.

Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 70.000 Euro. Im morgendlichen Berufsverkehr staute sich der Verkehr sehr schnell an. Es bildete sich ein Rückstau von bis zu 15 Kilometern.

Auf Stau aufgefahren

Gegen 8.45 Uhr erkannte ein 38-jähriger Italiener mit seiner Sattelzugmaschine zu spät, dass ein vor ihm fahrender Laster im Stau zwischen den Anschlussstellen Weidensees und Plech verkehrsbedingt abbremste.

Beim Ausweichmanöver kollidierte der Sattelzug des Italieners mit dem anderen Lastzug.

Da beide Fahrzeuge einen Großteil ihrer Ladung, unter anderem mehrere Kisten voller Schrauben, verloren, war die kurzfristige Sperrung aller drei Fahrspuren notwendig. Die beiden Fahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 100.000 Euro.

In beiden Fällen waren die örtlichen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk sowie die Autobahnmeisterei Trockau mit zahlreichen Einsatzkräften zur Bergung, Rettung, Fahrbahnreinigung und Stauabsicherung gefordert.

Tödlicher Unfall

Gegen Mittag kam es auf der A9 in Höhe Betzenstein noch zu einem weiteren Unfall mit tödlichem Ausgang.

3 (1 vote)

Anzeige

Kommentare

Ist es nicht an der Zeit, dass für LKW-Fahrer der Führerschein so in Abstand von 1 - 2 Jahren neu gemacht werden sollte; vielleicht könnte man einige Unfälle vermeiden dadurch
Der Pole alkoholisiert... der Italiener, der nicht fahren kann... unser Europa... viel Spaß damit!
Wenn man auf die Idee kommt, seinen LKW auf der Autobahn rückwärts rollen zu lassen, dann fehlt bei den 0,5 Promille vorn dran wohl noch eine Ziffer. Oder hatte er einen technischen Defekt? Das würde die Sache einigermaßen erklären, im Text steht aber nichts davon.
Was den Polen betrifft: Was soll der Kerl denn machen, wenn ihm plötzlich der Vordermann entgegenrollt? Auf der Autobahn ist das eher unüblich. Dass der auch alkoholisiert gewesen wäre, davon lese ich auch nix.
Montag, 13. November 2017 - 11:06