BBC-Senioren verpassen DM-Finale knapp

Doch auch mit dem vierten Rang übertraf die Mannschaft von Coach Michael Vogel alle Erwartungen. Schließlich stellte der BBC das mit Abstand älteste Team des Turniers mit immerhin vier Spielern, die bereits die Altersgrenze von 50 Jahren überschritten haben. Zudem stand mit nur acht Spielern ein äußerst knapper Kader zur Verfügung.

BBC Bayreuth – BBC Rockenhausen 43:39 (21:16): Gegen das mit ehemaligen amerikanischen Highschool- und Collegespielern gespickte Team aus der Pfalz erwischten die Bayreuther einen Traumstart. Nach drei Dreiern von Matthias Köngsreuther und Derrick Taylor lagen sie nach vier Minuten mit 9:0 vorne. Diese Führung bauten sie im ersten Viertel auf 16:6 aus, ehe der Gegner besser ins Spiel kam und den Abstand bis zur Pause halbierte. In der zweiten Hälfte blieb es eng, wobei es den Pfälzern nie gelang, in Führung zu gehen. Immer wieder fand gerade Königsreuther eine Antwort gegen die gegnerische Zone. So war er allein mit seinen fünf Dreiern ein Garant für den Sieg.

BBC Bayreuth – DTV Charlottenburg 41:40 (19:24): Gegen die scheinbar übermächtigen Berliner (u. a. mit den Ex-Nationalspielern Niklas Lütcke und Drazen Tomic) rechneten sich die Bayreuther wenig Chancen aus. Zwar gelang abermals ein guter Start durch fünf Punkte in Serie von Taylor, doch der Favorit zeigte sich nur kurz beeindruckt und legte bis zur 7. Minute eine 13:9-Führung hin. Dabei haderten die Bayreuther mit den Schiedsrichtern, denn die kreideten Adler bereits im ersten Viertel drei Fouls an. Dies zwang BBC-Coach Vogel früh zum Durchwechseln, was dem Spiel aber keinerlei Abbruch tat. Auch im zweiten Viertel schafften es die Berliner nicht, sich entscheidend abzusetzen. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich der BBC dann Stück für Stück heran, so dass es nach drei Vierteln nur noch 30:31 stand. Im letzten Abschnitt suchten die Bayreuther konsequent den Weg über die Center Rudi Adler und Andreas Kämpf. Letzterer erzielte den nicht unverdienten Sieg mit einem Dreipunktespiel zum 41:40. Überragender Akteur auf dem Feld war Derrick Taylor, der sein Team unermüdlich antrieb und zudem 17 Punkte markierte.

ART Düsseldorf – BBC Bayreuth 50:46 (23:12): Vor dem letzten Gruppenspiel war die Konstellation klar, denn Düsseldorf hatte gegen Berlin deutlich mit 40:53 verloren. Ein Sieg des BBC würde seinen Einzug ins Finale bedeuten, bei einer Niederlage mit mehr als sieben Punkten würde er nur um Platz fünf spielen. Das erste Viertel konnten die Bayreuther noch ausgeglichen gestalten (8:12). Im zweiten gelangen ihnen allerdings nur noch vier Punkte, während die Düsseldorfer gegen die BBC-Zone sehr variabel agierten, immer wieder Lücken fanden und zu einfachen Punkten kamen. Diesen Rückstand konnten die Bayreuther lange Zeit nicht entscheidend verkürzen. Erst in den Schlussminuten gelang es durch drei Dreier von Taylor, Dirk Vogel und Martin Kerner, bis auf 44:46 heranzukommen. Die taktischen Fouls der Bayreuther beantworteten die Rheinländer an der Freiwurflinie aber eiskalt. Neben dem verpassten Einzug ins Finale hatte Andreas Kämpf auch noch persönliches Pech: Er verletzte sich am Knie und konnte das Spiel um Platz drei nicht mehr bestreiten.

Spiel um Platz drei: BBC Bayreuth – MTV Wolfenbüttel 47:55 (29:33): Das letzte Spiel des Turniers ging sichtlich an die Substanz der nur noch sieben einsatzfähigen Spieler. Trotzdem verlief das Duell mit den deutlich jüngeren Wolfenbüttelern über weite Strecken ausgeglichen. Durch einen 8:0-Lauf zogen die Niedersachsen zwar kurz vor der ersten Viertelpause auf 21:14 davon, aber der überragende Königsreuther, der 14 seiner 17 Punkte in der ersten Hälfte erzielte, stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Somit verkürzte der BBC bis zur Pause auf vier Punkte und glich kurz danach zum 33:33 aus. Im letzten Viertel gelang den Bayreuthern sogar erstmalig die Führung (45:41), was die Wolfenbüttler aber prompt mit sieben Punkten in Folge beantworteten. Nun ließen die Kräfte beim BBC nach, und zudem verletzte sich D. Vogel abermals am Oberschenkel. Somit brachte der MTV den Sieg recht leicht ins Ziel. Er hatte aber auch Glück, dass die Schiedsrichter nie die äußerst ruppige Spielweise gerade gegen Taylor ahndeten. So stand am Ende ein krasses Missverhältnis von 13:7 Fouls auf dem Bogen.

Nicht bewertet

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