Baywa mit geringeren Umsätzen

„Wir sind mit den Umsätzen dennoch zufrieden“, sagte Karl Bittermann, Leiter des Business-Service-Centers Franken, am Mittwoch in Fürth bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Obwohl das Agrarumfeld die Zahlen des Jahres 2016 gedrückt hat, will die Baywa in Mittel- und Oberfranken im laufenden Jahr deutlich investieren.

Bittermann bezifferte den Umsatz für Ober- und Mittelfranken auf rund 526 Millionen Euro, das sind 36 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Betroffen von dem Rückgang seien die Bereiche Energie, Agrar und Technik. Einzig und allein die Sparte Baustoffe habe eine leichte Steigerung von 127 auf 130 Millionen Euro Umsatz in 2016 erfahren.

Der Umsatz im Agrarbereich in Ober- und Mittelfranken ist von 141 auf 128 Millionen Euro zurückgegangen. Spartengeschäftsführer Peter May begründete dies mit der hohen Volatilität im weltweiten Agrarhandel, mit der weltweit vierten Rekordernte, die gehörig auf die Preise gedrückt habe, sowie mit der nur durchschnittlichen Getreideernte in der Region.

Neubau in Mittelfranken

Trotzdem habe die Baywa allein im Agrarbereich im zurückliegenden Jahr rund eine Million Euro hauptsächlich in den Standort Bamberg investiert, für das laufende Jahr soll eine weitere Million in den Standort am Hafen in Fürth fließen.

Auch im Bereich Technik gab es nach den Worten von Spartengeschäftsführer Günter Schuster einen Umsatzrückgang von 125 auf 112 Millionen Euro. Hier hätten vor allem die niedrigen Erzeugerpreise im ersten Halbjahr 2016 für eine starke Investitionszurückhaltung gesorgt.

Als herausragende Investition bezeichnete Schuster den 2,6 Millionen Euro teuren Neubau des Technikzentrums Ermetzhofen in Mittelfranken, in dem die beiden bisherigen Standorte Bad Windsheim und Uffenheim zusammengefasst wurden. Darüber hinaus sei in Bamberg ein Mietpark für Schlepper und Maschinen eingerichtet worden.

Zwei neue Tankstellen

Rein preisbedingt sei der Umsatzrückgang von 169 auf 156 Millionen Euro im Bereich Energie gewesen, sagte Regionalleiter Joachim Klier. Er verwies vor allem auf die niedrigen Rohölpreise. Dennoch habe es auch hier Investitionen gegeben, etwa in Coburg, wo die Umschlagsanlage für rund 1,2 Millionen Euro verlegt und neu gebaut wurde. 2017 sollen zwei neue Tankstellen in Uffenheim und Bad Windsheim entstehen, die rund 1,6 Millionen Euro kosten werden.

Dank der anhaltend günstigen Konjunktur und den historisch niedrigen Zinsen habe einzig und allein der Bereich Baustoffe im zurückliegenden Jahr zulegen können. Regionalleiter Jochen Schneider bezifferte den Umsatz auf 130 Millionen Euro, was einem Anstieg um rund drei Millionen gleichkommt.

Nach Investitionen in Gunzenhausen, Schwabach und Marktredwitz in Höhe von zusammen 1,2 Millionen Euro stünden im Bereich Baustoffe für 2017 Rekordinvestitionen in Höhe von 6,5 Millionen Euro an. Der Löwenanteil entfällt dabei auf den Neubau eines Bauzentrums in Lauf mit 3,5 Millionen Euro, dazu kommen der Abriss des alten Lagerhauses und der Bau eines neuen Bürogebäudes für zwei Millionen Euro in Coburg sowie der Neubau einer Lagerhalle in Ansbach für rund eine Million Euro.

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