Bayreutherin bei WM auf Rang vier

Ruppert, normalerweise schlägt sie für den TC Rot-Weiß Bayreuth in der Landesliga auf, gewann von ihren sechs Spielen fünf. In der finnischen Hauptstadt bildete sie mit Karola Thumm (Hohenthann), Martina Simon (München) und Petra Feucht (Augsburg) ein bayerisches Quartett, das die deutschen Farben vertrat.

Platz eins in der Gruppe

Zum Auftakt ging es gegen die an Nummer sechs gesetzten Australierinnen. Feucht setzte sich in drei Sätzen (2:6, 6:3, 6:2) gegen Narelle Raftery durch, Ruppert machte den Gesamtsieg mit dem zweiten Einzelsieg bereits frühzeitig perfekt. Sie dominierte gegen Brenda Foster und gewann problemlos mit 6:2, 6:0. Das mit 2:6, 2:6 verlorene Doppel von Simon/Thumm gegen Foster/Jill Meggs fiel nicht mehr ins Gewicht.

Im zweiten Vorrundenduell sicherten sich die Deutschen mit einem 3:0 gegen Estland den Gruppensieg. Ruppert fegte Merike Seer mit 6:0, 6:1 vom Platz. Gleiches gelang Thumm beim 6:0, 6:4 gegen Kaie Ulper. Bei ihrem einzigen Doppeleinsatz blieb Ruppert an der Seite von Feucht ebenfalls siegreich (6:2, 6:0 gegen Seer/Ulper).

Überraschung im Viertelfinale

Im Viertelfinale waren die deutschen Seniorinnen gegen die an drei gesetzten Britinnen Außenseiter. Die Matches waren umkämpft, doch Deutschland gewann alle drei Partien. Nachdem Feucht mit dem 6:7, 6:1, 6:2 gegen Rosemary Dennis den Grundstein gelegt hatte, holte Ruppert mit dem 7:5, 6:3 gegen Sue Webb den entscheidenden Punkt. Das 3:0 besorgten Simon/Thumm mit 7:5, 6:2 gegen Monica Becerra/Lorraine Ristic. Das Halbfinale gegen Titelfavorit USA war erreicht.

Titelverteidiger setzt sich knapp durch

Gegen den amtierenden Weltmeister musste Ruppert ihre einzige Turnierniederlage hinnehmen. Zwar gewann sie den ersten Satz gegen Fran Chandler im Tiebreak, doch dann trumpfte die Amerikanerin auf und sicherte sich die weiteren Durchgänge mit 6:0 und 6:1. Da zuvor Feucht gegen Shelly Works (6:3, 4:6, 2:6) den Kürzeren gezogen hatte, war das von Simon/Thumm gewonnene Doppel gegen Vesna Mckenna/Judy Newman (6:2, 6:3) nur Ergebniskosmetik.

Deutschland spielte nach der 1:2-Niederlage gegen die an Nummer vier gesetzten Niederlande um Bronze. Ruppert brachte ihr Team durch das 6:7, 6:2, 6:4 in Führung, Thumm musste gegen Liselot Prechtel (4:6, 1:6) den Ausgleich hinnehmen. Im Doppel spielten die Niederländerinnen ihre Routine aus. Mirjam van den Tillaar/Franny van Opstal-Kalwij ließen Simon/Thumm beim 6:2 und 6:4 kaum eine Chance.

Im Finale entthrone Frankreich den Titelverteidiger. Die USA musste sich nach dem 0:3 mit der Silbermedaille zufrieden geben. Die Französinnen gewannen im kompletten Turnierverlauf alle Partien mit 3:0.

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