Bayreuther Studenten sind als Beobachter beim Weltklimagipfel in Warschau dabei

Andrea Heß war die Erste, die am Ende des Korridors aufmerkte: „Wartet mal – war das nicht eben Ban Ki-Moon?“ Allgemeines Schulterzucken. So wie der 24-jährigen Ökologiestudentin ging es wohl einigen in der riesigen Zeltstadt, die dort aufgebaut wurde, wo während der EM noch die Nationalmannschaften spielten. Zu dicht ist das Gedränge von Delegierten – die nur rund die Hälfte aller Teilnehmer ausmachen –, Nichtregierungsorganisationen, Lobbyisten und Firmenvertretern.

12 Studenten in Warschau

Der Masterstudiengang „Global Change Ecology“ der Uni Bayreuth, kurz GCE, erhielt 2009 den Status einer Beobachterorganisation. So konnten Bayreuther Studenten bereits an der Klimakonferenz in Kopenhagen als Beobachter teilnehmen. Dieses Jahr sind es insgesamt zwölf Studenten, die nach Warschau gereist sind. Sie wohnen gemeinsam in einem Apartment, hängen sich jeden Morgen ihre gelben Konferenzausweise um den Hals, dann geht es mit dem Bus zum Stadion. Die eigentlichen Verhandlungen dort finden freilich unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Doch wenn man Glück hat, kann man mit den Delegierten ins Gespräch kommen. Und sowieso gibt es zahlreiche sogenannter „Side-Events“, auf denen geredet, beratschlagt und vorgetragen wird.

„Es gibt unheimlich viele interessante Leute zum Diskutieren“, erzählt ein 28-jähriger Student aus Bayreuth. Der „Input“, wie er es nennt, sei so groß, dass die Klimakonferenz für ihn persönlich ohne Zweifel ein Erfolg sei – auch wenn, so sieht es aus, in den Verhandlungen wenig erreicht werden wird. „Die Frustration ist, dass es hakt – der Erfolg, dass ich nun weiß, warum“, erklärt der 26-jährige Marius Hasenheit. Auf keine Ergebnisse hätten sie sich im Vorhinein eingestellt, von daher: „Wir weinen nicht.“


Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagsausgabe (25. November) des Nordbayerischen Kuriers.

Foto: red

Nicht bewertet

Anzeige