Bayreuther Debakel in Ludwigsburg

Andreas Seiferth eröffnete die Partie mit zwei Korblegern für Medi Bayreuth, das sollte dann aber bereits die letzte Führung für die Wagnerstädter im gesamten Spiel gewesen sein. Ludwigsburg antwortete postwendend mit aggressiver Defensivarbeit, die teilweise an der Grenze des Erlaubten war, und „zog“ den Korner-Schützlingen damit frühzeitig „den Zahn“. Nach einem 15:1-Lauf der Hausherren bestellte Raoul Korner seine Mannen mit einer Auszeit an der Seitenlinie ein, die jedoch wenig Wirkung zeigte. Beim 23:11 - Zwischenstand nach dem ersten Viertel waren die Bayreuther angesichts ihrer Trefferquote von rund 20 Prozent noch gut bedient.

Und auch danach wollte den Bayreuthern, bis zu dieser Partie bestes Offensivteam der Liga, so gut wie gar nichts gelingen: Ob beim Korbleger, aus der Distanz oder an der Freiwurflinie – das rote Leder wollte den Weg durch die Reuse einfach nicht finden. Dass es beim Gang in die Kabine nur 35:22 für die Hausherren stand, lag daran, dass auch diese offensiv bis dahin einiges liegen gelassen hatten.

„Bayreuth wird besser vorbereitet in die zweite Halbzeit starten“, orakelte Bundestrainer Henrik Rödl in der Halbzeitpause. Doch weit gefehlt. Der erste Feldkorb der Bayreuther nach der Pause ließ bis zur 26. Minute auf sich warten (44:28, 26.) und vor dem letzten Viertel hatten die nun zunehmend flüssiger kombinierenden Hausherren den Spielstand vorentscheidend auf 56:33 in die Höhe geschraubt.

Head Coach Raoul Korner blieb an diesem Abend kaum etwas erspart. So flog schon der Bayreuther Einwurf zu Beginn des Schlussabschnitts an „Mann und Maus“ vorbei auf der Gegenseite in das Aus, Mitte des Viertels baute Florian Koch dann die Führung der Schwaben erstmals auf dreißig Punkte aus, und am Ende blieben die Bayreuther unter der magischen Grenze von 50 Punkten und kassierten mit 78:47 ihre höchste Saisonniederlage.

„Wir haben heute unsere beste Verteidigungsleistung der Saison gezeigt“, war Ludwigsburgs Kapitän David McCray rundum zufrieden. Bester Werfer der Partie war Ludwigsburgs Dewayne Evans mit seiner persönlichen Saisonbestleistung von 16 Zählern, bei Bayreuth kam Robin Amaize auf 13 Punkte.

Statistik:

MHP RIESEN Ludwigsburg: Evans (16/3), Sears (15), Thiemann (11/1), Koch (10/3), Peter-McNeilly (8/2), Johnson (7/1), Walkup (6/1), Cook (5/1), McCray (0), Geske (0), Seric (dnp), Waleskowski (0)

Medi Bayreuth: Robinson (2), Linhart (10/2), Seiferth (6), York (1), Doreth (0), Brooks (4), Cox (1), Wachalski (0), Amaize (13/1), Marei (10)

Nicht bewertet

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