Bayreuth soll queerer werden

"Wer ist denn bei euch der Mann?" "Hast du keinen Kerl gefunden?" "Ihh, ekelhaft, solche wie euch wollen wir hier nicht!" - Nur ein paar der Sprüche, die sich auch Michaela Deininger (29) und Anna Kretschmer (23) schon in ihrem Leben anhören mussten und wie sie gelegentlich auch noch 2013 in Bayreuth fielen, als sich der Arbeitskreis (AK) Queer im Studierendenparlament an der Universität Bayreuth gründete.

Protest am Anfang

Deininger, die inzwischen mit dem Studium fertig ist und in Bremen wohnt, erinnert sich daran, dass auch auf dem Campus nicht alle die Interessensvertretung für Lesben, Schwule, Bisexuelle und trans*-Menschen gut fanden: "Es war zwar anonym, aber von vermutlich rechten Hochschulgruppen wurde vor der ersten 'Queerulant_in'-Party, die wir veranstalteten, ein Plakat aufgehängt, das forderte, 'so etwas' doch kein Geld zu geben, das könne man doch sinnvoller einsetzen." Kritische Töne gab es anfangs auch vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten. Inzwischen werden Anträge des AK Queer im Studierendenparlament einstimmig angenommen - weil die queere Party ein Erfolg geworden ist, bringt sie dem Gremium auch Einnahmen.

Viele hätten den AK und seine Anliegen auch in erster Linie mit "Gender-Gedöns" in Verbindung gebracht und so nicht verstanden, um was es eigentlich geht, sagt Kretschmer. "Wir wollen nicht nur explizit LGBT (Abkürzungsausdruck für: Lesbian, Gay, Bisexual, Trans*) ansprechen. Sondern nach wie vor zeigen, dass es Diversität in Bayreuth gibt und dass sie auch gelebt wird." Dazu gibt es nicht nur die Party, die regelmäßig zu Semesterbeginn zwei Mal im Jahr stattfindet, am vergangenen Samstag bereits zum siebten Mal.

Filmreihe im Iwalewahaus

Es gibt auch in Zusammenarbeit mit dem Iwalewahaus eine queere Filmreihe, das Nachtcafé im Glashaus und einen Stammtisch. Dieser soll ab sofort alle zwei Wochen im Café Florian stattfinden und nicht mehr auf dem Campus, denn der AK will sich öffnen. "Jeder ist willkommen, der Lust hat, mitzumachen und Ideen hat oder auch einfach nur Gleichgesinnte kennen lernen möchte", sagt Kretschmer. Denn queere Menschen gäbe es ja nicht nur an der Uni.

Keine queeren Strukturen sonst in Bayreuth

Mit einem allgemeinen Stammtisch fing es auch einmal an. Da gab es aber mit dem "Underground" von Peter Berneth im Gassenviertel auch noch einen queeren Anlaufpunkt in der Stadt. Das "Underground" schloss, nachdem Berneth im Februar 2012 plötzlich starb. Ein explizit schwullesbisches Café oder Gasthaus gibt es in Bayreuth nicht, und auch der Versuch von Mitgliedern des queeren Vereins Uferlos e.V. in Bamberg, ebenfalls in Bayreuth entsprechende Strukturen zu etablieren, scheiterte bereits zwei Mal. Eventuell könnte das "Ums Eck" in der Von-Römer-Straße ein neuer Szene-Anlaufpunkt werden.

Harter Kern von 5, 6 Leuten

Im Kern arbeiten im AK Queer fünf, sechs Leute, im Umfeld sind sie bis zu zehnt, je nach Anliegen und Veranstaltung. Sie kommen aus allen möglichen Studiengängen. Als sie zwischenzeitlich einmal mehr Leute waren, machte ein Team rund um Anna Kretschmer auch Schulbesuche zur Aufklärung über sexuelle Vielfalt. Geschult worden waren die Studenten von der schwullesbischen Jugendorganisation Lambda. Allerdings, so sagt Lehramts-Studentin Kretschmer, hatten die Schulleiter in Bayreuth leider kein Interesse gehabt. Im Landkreis und in Pegnitz seien die Teamer jedoch willkommen gewesen.

Bedarf für Aufklärungsarbeit in der Schule sehen Kretschmer und Deininger nach wie vor. "Auch wenn schwul oder lesbisch zu sein gesellschaftlich immer weniger ein großes Thema ist: Diskriminierung gibt es immer noch, gleiche Rechte haben wir immer noch nicht erreicht", nennt Kretschmer einen Grund. Ein anderer sei, so Deininger, dass sexuelle Vielfalt oft einfach gar kein Thema sei und somit vor allem in der Schule nicht sichtbar. "Ich fände es super, wenn sich ein Lehrer, eine Lehrerin vor die Klasse stellt und offen damit umgeht, dass er schwul oder sie lesbisch ist", sagt Deininger, die aus einem kleinen Ort in der Nähe von Ulm kommt. Öffentliche Vorbilder für einen normalen Umgang würden größtenteils immer noch fehlen.

"Demo für alle"-Protest auch in Bayern

Aber auch am bundesweiten Protest gegen Lehrpläne, die um das Thema sexuelle Vielfalt ergänzt werden, sähe man, dass hier noch Bedarf ist. Zuletzt hatte es einen jahrelangen Kampf in Baden-Württemberg gegeben, nachdem ein früher Entwurf eines Arbeitspapiers zum neuen Lehrplan im Herbst 2013 geleakt wurde. Die AfD-nahe Protest-Bewegung "Demo für alle" gründete sich und hielt im Kampf gegen angebliche "Frühsexualisierung" und Indoktrinierung insgesamt neun Demonstrationen in Stuttgart ab, die auf ein breites Gegen-Bündnis stießen. Bei den letzten drei Demonstrationen war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demo-Teilnehmern gekommen. Mittlerweile sind die neuen Lehrpläne, CDU-gestützt, in Kraft, auch ein Aktionsplan gegen Homophobie wurde verabschiedet.

Aktueller Protest der "Demo für alle" richtet sich gegen das schwarzgrün geführte Hessen, das den Lehrplan für Sexualkunde entsprechend umformulierte und Anfang dieses Schuljahres in Kraft setzte. Bayern plant bis Ende des Jahres eine Reformation der Lehrpläne und hat dafür auch schon eine "Demo für alle"-Demonstration in München aushalten müssen. Außerdem besuchten Vertreter der Initiative Kultusminister Ludwig Spaenle im Ministerium.

Aufklärungsarbeit mühsam

Eine Initiative für schwul-lesbische Aufklärung in der Schule (SchLAu) wie in vielen anderen Bundesländern gibt es in Bayern ebenfalls nicht, so dass Aufklärungsprojekte sich anders finanzieren müssen und in sehr kleinem Rahmen selbstorganisiert sind. "Wenn wir wieder mehr werden, könnten wir das Schulprojekt also wieder aufnehmen", sagt Kretschmer. Ebenfalls angedacht sind jetzt Kooperationen mit anderen Initiativen der Uni im Bereich Sport. "Aber wir würden freilich gerne über die Uni hinaus wirken, auch neue Ideen sind willkommen."

INFO: Alle Informationen zum AK Queer und seinen Veranstaltungen gibt es hier auf Facebook. Der für alle offene Stammtisch findet jeden zweiten Donnerstag im Café Florian statt. Der nächste ist am 3. November ab 20 Uhr.

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Kommentare

Aber Frau Fritzsche, warum belügen Sie denn die Kundschaft?

Die Aussage "Bei den letzten drei Demonstrationen war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demo-Teilnehmern gekommen." ist einfach falsch.

"Linke Demonstranten und die Polizei werfen sich nach der "Demo für alle" und Gegendemonstrationen gegenseitig Aggressionen vor. Die Linksgerichteten hatten den Marsch der konservativen Teilnehmer der Demonstration am Sonntagnachmittag in der Stuttgarter Innenstadt blockieren wollen. Dies verhinderte die Polizei nach eigenen Angaben mit Schlagstöcken und Pfefferspray." (Quelle: swr.de, "Verletzte bei Bildungsplan-Demos in Stuttgart-Vorwürfe von Polizei und Demonstranten", 28.02.16.

Es waren also wieder einmal linke Gewalttäter, die sich mit der Polizei prügelten. Es wurde in einschlägigen linken Portalen auch vorher explizit zur Gewalt aufgerufen:
"28.2. Reaktionäre "Demo für Alle" angreifen!",Quelle: revolutionaere-aktion.org, Revolutionäre Aktion Stuttgart-Her mit dem schönen Leben!

Aber möglicherweise stehen Sie persönlich ja den Grünen nahe und infor,ieren sich ausschließlich dort. Diese hatten zur Demo im Februar in Stuttgart eine ganz eigene mediale Version der "Wahrheit" aufzubieten:
"Die Landtagsfraktion der Grünen hat am Sonntag auf Twitter "versehentlich" mit einer Fotomontage gegen die "Demo für alle" protestiert. Das Bild zeigt aggressive Männer mit Flaggen der Bildungsplan-Gegner. Ein Nutzer postete daraufhin das Originalfoto, das dieselben Männer mit Fahnen der niederländischen rechtsradikalen NVU zeigt."

Zur Sache: Ob Minderheit oder Mehrheit - jeder soll seine ihm genehme Sexualität in seinen vier Wänden leben, wie er mag, solange es einvernehmlich ist.

Man darf der Aussage ""Ich fände es super, wenn sich ein Lehrer, eine Lehrerin vor die Klasse stellt und offen damit umgeht, dass er schwul oder sie lesbisch ist" sehr wohl entgegenhalten, dass die sexuelle Orientierung einer Lehrkraft im Unterricht kein Thema darstellen sollte, ganz genauso, wie andere persönliche Präferenzen, beispielsweise die politischen.

Zum Thema "angebliche "Frühsexualisierung" und Indoktrinierung ":
- "Teilnahme an einem Projekt mit psycho-sexuellen Hintergrund...bis spätestens zur Einschulung" (Baden-Württemberg)
- Broschüren mit Buchempfehlungen, deren Ziel ist es, 3 - 8-jährige Kinder mit Homo- und Transsexualität zu konfrontieren (Sachsen-Anhalt)
- Schulmaterial für Grundschüler mit den Themen "Geschlechtsumwandlungen, Leihmutterschaften, Polygamie, Transsexualität" (Schleswig-Holstein)
-Projekte für Siebtklässler mit dem Titel "Geschlechtsumwandlungen, Leihmutterschaften, Polygamie, Transsexualität" mit der pantomimischen Darstellung von Themen wie „zu früh kommen“, „Darkroom“, „Orgasmus“ oder „SM“
-eine Materialiensammlung „Sexualpädagogik der Vielfalt“, die Lehrern von Kindern ab 13 Jahren empfiehlt, auf Unterrichtsmaterialien wie „Dildos“ oder „Vaginalkugeln“ zurückzugreifen.

Mehr findet man, wegen der Ausgeglichenheit der Informationen, unter:
demofueralle.wordpress.com > Materialien

Also, ich meine, die Damen, Herren und anderen Geschlechter, die so etwas befürworten oder, um genau zu sein, ja ausdrücklich gutheißen und fordern, denen sollte man anraten, sich nach einem geeigneten Therapeuten umzusehen; da gibt es wohl einiges zu tun.

Nebenher gesagt, haben wir bereits eine gut funktionierende Rechtssprechung in punkto Diskriminierung.
Lasst die Kinder einfach in Ruhe und wie Kinder aufwachsen!



Lieber Herr Butter, ach, Sie waren auch in Stuttgart? Und dann sogar mehrfach? Respekt, Sie kommen ganz schön rum!

Wenn Sie schon so umfassend tagelang recherchiert haben zu diesem neuen Thema, dann sind Sie bei Ihren Recherchen ja sicherlich auch darauf gestoßen, dass teils bekannte Rechtsextreme und Neonazis bei der sogenannten "Demo für alle" in Stuttgart mitgelaufen sind. Und dass es wegen der Gewalt bei den Demos auch Anfragen und Untersuchungen im Landtag gab, übrigens auch wegen möglicherweise unverhältnismäßiger Polizeigewalt.

Das ist aber für das Bayreuther Thema unerheblich, der Abschnitt ist lediglich eine Erklärung für den derzeitigen politischen Hintergrund, es steckt nämlich nicht jeder so gut und so tief in dem Thema drin wie Sie als Teil der "Kundschaft".

"Sexualität leben" hat übrigens nichts mit den Lehrplänen zu tun, weder in Baden-Württemberg, noch jetzt in Bayern. Es geht um Toleranz und Akzeptanz von verschiedenen Lebens- und Familienformen. Also im weitesten Sinne um Bildung(svermittlung). Kann man auch nachlesen, die Lehrpläne sind alle frei im Netz zu finden.

Und im übrigen müssen Landesregierungen diesen Vorgang nicht offenlegen, eine Reform der Lehrpläne ist eine ganz normale Angelegenheit, war sie schon immer - falls jetzt die nächsten "Argumente" hinsichtlich Transparenz etc. kommen.
Linksextreme Gewalttäter... wie immer... leider... es wird Zeit, dass der Staat diese Schlägertruppen verbietet und deren Mitglieder ins Gefängnis wirft.
Au weh. Wieder mal der Herr Butter. Ist schon eine böse linksrotgrüne Welt. Gleich in die vollen Tasten hauen. Und eine Portion Verschwörung und Lügenpresse. Warum mit provinziellen Kleinkram aufhalten. Amüsant.

Davon abgesehen: Bayreuther soll queerer werden. So weit muss man doch eigentlich gar nicht gehen. Bayreuth soll toleranter werde. Das wäre schon mal ein erster Schritt.
Es ist hilfreich, die Texte erstmal zu lesen (und, nach den individuellen Möglichkeiten, auch versuchen zu verstehen), bevor man sie kritisiert.
Kein Wort von "Verschwörung", keine "Lügenpresse" werden Sie finden. Meine Quellen sind hier der SWR und eine linksradikale Internetseite. Sowie die Site von "Demo für alle", und von dort die Materialsammlung der entsprechen staatlichen Stellen und der Gewerkschaften.
"Exilbayreuther", langsam wird's peinlich.

Und was die Toleranz betrifft: ja, jeder möge seine Sexualität privat ausleben, wie er mag, da bin ich äußerst tolerant. Auch das steht im Text.
Wenn Sie die Ihre öffentlich zur Schau stellen mögen, dann nur zu.
Ich finde Bayreuth auch so sehr tolerant.
Warum mit provinziellem Kleinkram aufhalten? Naja, ich schreibe Ihnen ja hier zurück...
Stimmt, "Lügenpresse" haben Sie nicht geschrieben, Herr Butter, aber mich der Lüge bezichtigt. Das ist natürlich ganz etwas anderes. Nämlich streng genommen: fast eine persönliche Beleidigung, aber da will ich mal drüber wegsehen. Werd ich aber sicherlich nicht immer, andere Kollegen auch nicht.
Vorsicht allerdings, wenn Sie aus der wahnsinnig vertrauensvollen und aufschlussreichen Primärquelle "Demo für alle"-Website zitieren: Möglicherweise bezichtigen andere Leute dann Sie der Lüge.
@ FritzscheNK: Sie schreiben: "Stimmt, "Lügenpresse" haben Sie nicht geschrieben, Herr Butter, aber mich der Lüge bezichtigt. Das ist natürlich ganz etwas anderes. Nämlich streng genommen: fast eine persönliche Beleidigung, aber da will ich mal drüber wegsehen. Werd ich aber sicherlich nicht immer, andere Kollegen auch nicht."

Nachdem man es bei Ihnen in der Redaktion mit dem Begriff der "Lüge" (und besonders dessen Abgrenzung zur "Unwahrheit") scheinbar auch nicht immer so genau nimmt (ich erinnere mich da ganz dunkel an eine Geschichte ...), bin ich mich sicher, dass auch in diesem Fall eine erhöhte Toleranz und Akzeptanz die Lösung aller Probleme ist! Alles andere hätte nämlich scho aweng a Gschmäckla ...
Sehr geehrte Frau Fritzsche, die Sache ist doch ganz einfach.
"Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben oder auch „die (auch nonverbale) Kommunikation einer subjektiven Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck hervorzurufen oder aufrecht zu erhalten.“ (wikipedia.org).
Wenn Sie also schreiben, dass es "Bei den letzten drei Demonstrationen (war es) zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demo-Teilnehmern gekommen." ist, dann bedarf es keiner "tagelangen" Recherche (ich habe dafür nicht mal 30 min. gebraucht und Ihnen ja einen halben Tag nach Erscheinen Ihres Artikels ja auch geschrieben, also wiederum eine bewußt falsche Behauptung Ihrerseits, die aber vielleicht "nur" pampig gemeint war), um herauszufinden, dass dies nicht stimmt.
Nebenher gesagt, war die Facebook-Panne der BaWü-GRÜNEN mir auch so noch erinnerlich, weil so schön klassisch.
Schauen Sie auf die veröffentlichten Bilder, beispielsweise der Demo am 28.02.16 in Stuttgart. "Rechtsextreme und Neonazis" sind unappetitliche Leute, genauso, wie der ANTIFA-Anhang bei den Gegendemonstranten und der "Schwarze Block". All diese Demotouristen finden wir immer wieder, sogar vereinzelt in Neudrossenfeld. Das ist nicht schön, diskreditiert aber nicht die ganze "Demo für alle"-Bewegung. Denen da eine Nähe anzudichten, ist schon ein starkes Stück.
Wenn ich diese Lüge nun als eine solche benenne, dann ist das wahrlich keine persönliche Beleidigung, sondern eine Tatsachenbehauptung. Wenn Sie und Ihre Kollegen da nicht darüber hinwegsehen wollen, dann sollten wir das öffentlich in jedem einzelnen Fall ausdiskutieren. Falls ich Sie oder einen Ihrer Kollegen jemals persönlich beleidigt haben sollte, so schreiben Sie mir das doch bitte im Einzelnen. Am besten hier öffentlich.

Als eine persönliche Beleidigung wird es aber der Leser auffassen, wenn Sie in Ihrem Beitrag die Gegenpartei, hier das Bündnis "Demo für alle", ungenau darstellen und man sich die Informationen darüber selbst beschaffen muss.
Der Leser möchte nämlich (von wenigen Ausnahmen abgesehen, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte), umfassend und allseitig informiert werden. Gerade weil "nicht jeder so gut und so tief in dem Thema drin wie Sie (also ich) als Teil der "Kundschaft".

Wenn Sie nun heute wiederum auf meine Äußerungen schreiben "Vorsicht allerdings, wenn Sie aus der wahnsinnig vertrauensvollen und aufschlussreichen Primärquelle "Demo für alle"-Website zitieren: Möglicherweise bezichtigen andere Leute dann Sie der Lüge.", dann haben Sie das Problem und das Internet noch nicht verstanden und treiben diese Spielchen munter weiter.
Unter "demofueralle.wordpress.com > Informationen" sind die Originaldokumente und Broschüren, Lehrpläne und Bücher als pdf hinterlegt, die die, meist Rot-grünen politischen Akteur in Verbindung mit Gewerkschaften belegen. Wohlgemerkt Originaldokumente, sortiert nach Bundesländern.
Darauf hätten Sie, der journalistischen Berufsethik wegen, auch kurz verweisen können, ja müssen.
Sie schreiben "Es geht um Toleranz und Akzeptanz von verschiedenen Lebens- und Familienformen."
Da halte ich, und fast alle anderen, es mit dem hier vorherrschenden, gelebten Grundsatz "Leben und leben lassen!"
Sie schreiben aber auch "Also im weitesten Sinne um Bildung(svermittlung). Kann man auch nachlesen, die Lehrpläne sind alle frei im Netz zu finden."
Und das halte ich für eine grobe Verharmlosung und Verkürzung, gerade weil "nämlich nicht jeder so gut und so tief in dem Thema drin" ist, wie ich. Meine Beispiele oben belegen das.
Übrigens, der aktuelle Stand der Dinge in Bayern sieht so aus:
"Bayern wartet auf Schulaufklärung-Kultusminister Spaenle trifft sich lieber mit Vertreten der „Demo für alle“" (m-maenner.de 28.10.2016)

In Bayern ticken die Uhren (sehr erfolgreich übrigens, wie man sieht) eben doch immer ein bißchen anders, als im Rest Deutschlands:
"SCHWARZ-GRÜNE HARMONIE GESTÖRT - CDU: Hand in Hand mit der Antifa?"
(tichyseinblick.de 29.10.16)

Beste Grüße, und wir sollten im Dialog bleiben.

Derek Butter
Zitat: "Beste Grüße, und wir sollten im Dialog bleiben."
Bitte, bitte nicht!
Was wieder aus einem Bericht des Kuriers zu einem geplanten Stammtisch für Interessierte (man muss ja nicht hingehen, Herr Butter!) alles geworden ist. Muss man denn immer und immer seine Abneigung gegen linksgrün öffentlich verkünden? Was das mit queer zu tun hat, ist mir schleierhaft. Langsam wird es für alle eine Geduldsache.
Das Ihnen das schleierhaft ist, verwundert wenig, tragen Sie doch hier nur in den seltensten Fällen mit Fakten zu Themen bei.
Und dieses "es oft nicht besser wissen" ist auch durch postfaktische, übermoralisierende Suggestivfragen schwer zu kaschieren.
Dabei wäre ein Fakt, nämlich der unverhandelbare Artikel 5 des Grundgesetzes, und die Beschäftigung Ihrerseits damit, ein wesentlicher Schritt in die gute Richtung, aus einem intoleranten Spezialdemokraten wie Ihnen noch einen Menschen zu machen, der andere Meinungen zwar nicht unbedingt gutheißt, aber doch akzeptiert.
Ein weiterer Beweis dafür, dass das links-grüne Mantra "alle Menschen sind gleich" nicht praxistauglich ist.
Aber geben wir "alle" nicht auf: Demokratie ist eben eine Geduldsache.
Ich trage nichts "mit Fakten zu Themen" bei, weil ich diese aus der Zeitung und den Nachrichten erfahre. Was ich dagegen mache ist, dass ich meine eigene Meinung äußere und die Meinung der anderen kommentiere. Ich glaube, dass dies auch im Sinne der Kommentarfunktion ist.
Und soll ich Ihnen was sagen? Das spürt man auch, in fast jeder Zeile von Ihnen.
Punkt 1 der hiesigen Netiquette lautet übrigens "Bitte DISKUTIERT sachlich".
Uwart, verstehe ich Sie da richtig: Ihrer Ansicht nach ist es völlig in Ordnung, wenn Meinungen, Kommentare und Fakten als Schnittmenge die leere Menge haben?!
DerekButter, natülrich akzeptiere ich auch, dass andere meine Meinung kommentieren. Nur zu!
Von Mathe versteht marcharettla auch etwas. Toll! Aber was will er damit sagen? Dass wir aneinander vorbei diskutieren? Das stimmt, aber der eine machts kurz, der andere schreibt volksnahe Geschichten und populärwissenschaftliche Abhandlungen. Das Ergebnis sind leere Mengen.
Ich mach´s diesmal ganz kurz: Vergleichen Sie mal die Online-Version des Textes hier mit der gedruckten im heutigen Kurier.
Uwart: Der Mengenlehre-Vergleich erschien mir spontan vor meinem geistigen Auge, hier in Worte gefasst wirkt es zugegebenermaßen etwas komisch. Was ich damit sagen bzw. vielmehr fragen wollte? Ganz einfach: Stören Sie sich denn selbst überhaupt nicht an Ihren meist faktenfreien Beiträgen? Was haben Sie denn als Alternative zu den scheinbar von Ihnen so verhassten Fakten, die den Kern jeder seriösen Diskussion ausmachen, anzubieten? Gottesgnadentum vielleicht?
@marcharettla, wie kommen Sie dazu, dass ich Fakten hasse? Ich informiere mich selbst (Kurier, SZ, BR-Nachrichten, 1., 2. 3. TV-Programm). Das ist für mich genug. Deshalb brauche ich auch keine zusätzlichen Informationen aus dem Internet von allen möglichen und unmöglichen Meinungsmachern. Meine Beiträge geben eben nur meine Meinung wieder, entweder über die Sache selbst oder was wieder jemand hinein interpretiert. Das stört mich auch nicht weiter. Aber mich stört der verletzende und verunglimpfende Schreibstil, um den Meinungsgegner abzuqualifizieren. Das hat etwas mit Anstand und Fairnis zu tun. Warum kann man denn nicht ausschließlich sachlich diskutieren?

Um mal auf das Thema des Artikels zurück zu kommen: Ich finds grundsätzlich gut, dass sich ein AK Queer gegründet hat. Auch weitere Aufklärung zu diesem Thema innerhalb der Schulbildung finde ich gut. Die rechts-verklemmte Sexualerziehung hat noch nie zu etwas Positiven geführt. Über dieses Thema reden, niemanden ausgrenzen und miteinander klar kommen ist für die Gesellschaft wichtig.

Bevor jetzt wieder Gejammer kommt: Nein, keine Fakten und Verlinkungen. Das ist eine reine Meinungsäußerung.
Und hier ist meine Meinung dazu: Aufklärung, ja bitte, ganz wichtig. Aber alles zu seiner Zeit. Und die Fürsorgepflicht der Eltern nicht vergessen.
Auch finde ich, haben Analstöpsel und Abhandlungen zu Gruppensex in der Schule nichts verloren, zumal es sich dabei um Heranwachsende handelt. Kinder entwickeln sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, da kann man sehr viel Verwirrung stiften.
Den Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Medienkonsum anzutrainieren ist wohl die bessere Variante, als immer zu behaupten, wenn's die Schule nicht macht, lernen sie es im Internet.
Auszug aus dem Hessischen Lehrplan Sexualerziehung August 2016. Ich kann nichts schlimmes finden:

"Für die fächerübergreifende Bearbeitung in der Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
 der menschliche Körper: Bau und Entwicklung, Unterschiede der Geschlechter
 kindliches Sexualverhalten – ich mag mich, ich mag dich
 ich sage NEIN – Prävention sexuellen Missbrauchs
 die Rolle von Medien und ihr Bezug zu mir
 unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften)
 Schwangerschaft, Geburt und Neugeborene
 Körperpflege
Für die Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
 Rolle der Frau, Rolle des Mannes - früher und heute
 Pubertät (Menstruation, Ejakulation), Körperhygiene
 Freundschaft, Zärtlichkeit und erste Liebe
 Zeugung, Schwangerschaft und Geburt
 unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-Homo- und Transsexualität)
 Umgang der Medien mit Sex(ualität) und mögliche Folgen für die eigene sexuelle Entwicklung
 Prävention sexuellen Missbrauchs.
Für die Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
 erste sexuelle Erfahrungen – Verhütung sexuell übertragbarer Krankheiten
 Prävention von sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt in Schule, Familie und Ar-beitswelt; Kenntnis der Hilfs- und Unterstützungsangebote
 Verhütung ungewollter Schwangerschaft – Schutz des ungeborenen Lebens
 Schwangerschaftsabbruch, § 218 StGB und Beratungsangebote
 unterschiedliche Formen von Lebensgemeinschaften
 Besuch bei Gynäkologen/innen bzw. bei Urolog/innen oder Andrologen/innen
 die Scheinwelt der Sexualität in den Medien und der Umgang in sozialen Netzwerken
 Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ggf. Unterstützung für Schüle-rinnen und Schülern beim Coming Out.
Für die Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen sind folgende Themen verbindlich:
 Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten - Wandel der Rollenverständnisse in Abhängigkeit von Kultur und Alter
 sexuelle Belästigung/sexueller Übergriff am Arbeitsplatz/in der Schule - Hilfsangebote
 Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ggf. Unterstützung für Schüle-rinnen und Schülern beim Coming Out
 das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung
 Kinderwunsch, Schwangerschaft, Empfängnisregelung, Adoption, Leihmutterschaft, künstliche Befruchtung, Pflegeeltern
 Verhütung, Prävention vor ungewollten Schwangerschaften sowie von sexuell übertragbaren Krankheiten
 Schwangerschaftsabbruch, § 218 StGB und Beratungsangebote

4. Zusammenarbeit mit Eltern
Sexualerziehung kann nur in einem transparenten und möglichst abgestimmten Prozess zwischen Er-ziehungsberechtigten und Schule gelingen. Die Erziehungsberechtigten sind vor Beginn der Bearbeitung von Themen der Sexualerziehung rechtzeitig und ausführlich in einem Elternabend über Ziele, In-halte und die im Unterricht einzusetzenden Lehr- und Hilfsmittel zu informieren. So bietet sich Eltern die Möglichkeit, vorher mit ihren Kindern über die anstehenden Themen und in der Familie herrschen-den Wertevorstellungen zu sprechen."

Ich finde das insgesamt in Ordnung so.
Haben Sie Kinder?
Ich finde auch, dass "Analstöpsel und Abhandlungen zu Gruppensex in der Schule nichts verloren" haben. Ist Ihnen da Ihre Fantasie wieder einmal durchgegangen? Ja, die ältere Generation ist aufgrund der fehlenden Sexualerziehung der Eltern und in der Schule recht verklemmt. Das wird man nie mehr ganz los. Der Hessische Lehrplan zeigt doch, dass man daraus gelernt hat.
Was ist eigentlich ein Analstöpsel?
Na, dann will ich Sie mal aufklären:
Die Initiative für schwul-lesbische Aufklärung in der Schule (SchLAu), die es in Bayern (noch) nicht gibt, empfiehlt u.a. ein Buch mit dem Titel "„Sexualpädagogik weiter denken“, Untertitel: „Postmoderne Entgrenzungen“.
Die Autorin Elisabeth Tuider "hat mit einigen Kollegen, alle in der GSP (Gesellschaft für Sexualpädagogik), außerdem das Standardwerk „Sexualpädagogik der Vielfalt“ verfasst. Das Autorenteam will Kindern und Jugendlichen durch „Praxismethoden“ beibringen, wo der „Penis sonst noch stecken“ könnte - um den Aspekt der „Vielfalt“ deutlich zu machen.

Im Vorwort bezieht Tuider sich ausdrücklich auf Sielert und Kentler. In einer Übung sollen zehn Jahre alte Schüler aufgefordert werden, ihre „Lieblingsstellung/Lieblingssexualpraktik“ mitzuteilen, während sie sich zu dynamischer Musik schwungvoll durch den Raum bewegen. Das Buch richtet sich an Pädagogen und Jugendarbeiter, die Auflage liegt bei 3000 Exemplaren. Es wird von SchLAu empfohlen - und vom Pro-Familia-Landesverband Niedersachsen. Pro Familia ist ein gemeinnütziger Verein, der mit Mitteln des Bundes, der Länder und Kommunen öffentlich gefördert wird. Unter dem Dach der „Volkssolidarität“ wurde ebenfalls mit dem Buch gearbeitet. Sogar ein Vorstandsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention“ nutzt es in Workshops mit Kindern und Jugendlichen.Als Methode möchten Tuider und ihre Mitstreiter ausdrücklich die „Verwirrung“ und die „Veruneindeutigung“ angewendet wissen. Kinder sollen zeigen, was sie sexuell immer schon mal ausprobieren wollten. Anweisung an die Pädagogen: „Die Leitung moderiert und nimmt, sofern sie will, an der Übung teil.“ Was die Kinder wollen, fragt keiner. Bei den Massagen für Zehnjährige, Stichwort „Gänsehaut“, genügt laut Anweisung jedenfalls dünne Kleidung, damit der unterschiedliche Druck und die verschiedenen Streichrichtungen auch erspürt werden können. Dabei dürfen verschiedene Massagetechniken angewendet werden, auch „vorgezeigt durch die Leitung“. Von außen sollte der Raum nicht einsehbar sein, empfehlen die Autoren.

Auch eine Wandzeitung darf nicht fehlen. Darauf sollen die Schüler „auch scheinbar Ekliges, Perverses und Verbotenes“ schreiben. Die Leitung erklärt das natürlich. Dann sollen die Schüler in Kleingruppen „galaktische Sexpraktiken“ erfinden, die auf der Erde verboten sind. Zu den Klangübungen gehören auch „lautes Stöhnen“ und „Dirty Talk“, für die lustigen Gipsabdrücke einzelner Körperteile wird viel Vaseline benötigt, zur Übung „Sexualität während der Menstruation“ von zwölf Jahren an können auch Gruppensex-Konstellationen in die Rollenspiele eingebaut werden. Aufgeklärt wird auch über Oral- und Analverkehr, Gang Bang, Spermaschlucken und den „neuen Puff für alle“. " (faz.net, 14.10.2014)

Den ganzen Text finden Sie hier: "Sexualaufklärung in Schulen - Unter dem Deckmantel der Vielfalt - Kinder sollen ihre „Lieblingsstellung“ zeigen, Puffs planen, Massagen üben. Die sexuelle Aufklärung missachtet Grenzen. Die Politik will es so. Kinderschützer schlagen Alarm.", faz.net, 14.10.2014

Ich hoffe, ich habe niemandem damit den Abend versaut.
Ach, "Uwart", weil Sie ja die Süddeutsche Zeitung lesen. Das muss Ihnen durchgerutscht sein:
"Süddeutsche Zeitung", Do 24.04.2014
Seite 9
Feuilleton
"Was sie noch nie über Sex wissen wollten - Toleranz ist eine Tugend, doch was die Sexualpädagogik Schulkindern zumutet, um ihren
Horizont über das traditionelle Familienbild hinaus zu erweitern, nimmt bizarre Züge an"
VON CHRISTIAN WEBER
Nee. Aber ich bin in der Schule Extrem Sch..... aufgeklärt worden´. Und DIESE Erfahrung kann ich nun verhindern.
Man sollte schon unterscheiden können: was im Lehrplan steht und das, was verschiedene Gruppen gern dort stehen hätten.
Mir wäre eher wichtig, dass "schwul" und "behindert" nicht mehr als Schimpfwort taugen,weil jeder lernt, dass beides nichts ist, was sich die Menschen für sich aussuchen. Und dass schwulsein nicht schlechter zu beurteilen ist als hetero sein.
Genau so sehe ich es auch. Entscheidend ist doch, was im Lehrplan steht und wieviel Einfluss die Eltern auf die Unterrrichtsgestaltung haben können, wenn sie wollen.
Was sonst noch alles vorallem im Intenet dazu verbreitet wird, beflügelt doch nur die Phantasie der verklemmten Generation. Allein schon so eine Suche danach ("Süddeutsche Zeitung", Do 24.04.2014
Seite 9 ) sagt doch einiges aus. Oder doch ein Kellerarchiv?
Aha, die Herren wissen also, was in den einzelnen Lehrplänen der 16 Bundesländer steht, und welche Projekte im schulischen Rahmen so angeboten werden? Sehr schön.
Wenn Sie sich beide nur die Mühe gemacht hätten, den FAZ-Artikel "Unter dem Deckmantel der Vielfalt" wenigstens zu lesen, würde es vermutlich nicht zu solchen Äußerungen kommen: "Jungen dürfen in Nordrhein-Westfalen von der achten Klasse an den Führerschein machen. Nicht den für das Kraftfahrzeug, sondern einen anderen: Wer Theorie- und Praxistest besteht, bekommt den Kondomführerschein. Dazu gibt es ein Paket mit Silikon-Penis, Augenbinde, Stiften, Übungs- und Prüfungsbögen, Lösungsbogen und Kondomen.

Angeboten wird das Projekt von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in Nordrhein-Westfalen, deren Mitarbeiter auch die Prüfungen abnehmen. Bezuschusst wird es vom Familienministerium in NRW. Das Ministerium spricht von „Bildungsmaterial“ und weist darauf hin, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Projekt für Schulen empfiehlt. In zwei Landesverbänden von Pro Familia nehmen Mitarbeiter diese „Prüfung“ ebenfalls ab.

Schulen können das Projekt also buchen. Dann kommt ein Referent der Landesarbeitsgemeinschaft, bringt das „Bildungsmaterial“ mit und gibt eine fünfstündige Einführung. Politisch ist diese Form der Projektarbeit zur Aufklärung von Kindern und Jugendlichen erwünscht. Der überkommene Unterricht von „Sexualkunde“, angesiedelt im Fach Biologie, soll fächerübergreifend erweitert werden. Die Grünen hatten 2013 in Baden-Württemberg vorgeschlagen, das Thema „sexuelle Vielfalt“ weg vom naturwissenschaftlichen in den Ethik-, Sprachen- oder Sozialkundeunterricht zu verlagern.

Hat jemand an die Muslime gedacht?
Ähnlich klingen SPD und Grüne in Niedersachsen. Im März (2014) forderten die Fraktionen in einem Antrag, die „Kerncurriculae aller Klassenstufen“ so zu ergänzen, dass „die Lebenswirklichkeit von Menschen verschiedener sexueller Identitäten hinreichend Berücksichtigung und angemessene Behandlung findet“. Projektgruppen wie das Netzwerk SchLAu (SchwullesbischeBiTrans*Aufklärung), sollen mit Unterstützung des Landes Aufklärungsprojekte an Schulen durchführen, steht im Antrag."

Weiteres hatte ich schon geschrieben.

Die Gleichstellung und Antidiskriminierung ist in unserem Land bestens geregelt, auch gesetzlich. Aber was hier in punkto Sexualaufklärung an den Schulen, gerade in Rot-Grün-regierten Ländern, läuft, kann man nur als Beschäftigungsprogramm für Pädophile bezeichnen.

"Uwart", welchen Einfluß haben denn Eltern auf die Unterrichtsgestaltung??? Was ist denn das wieder für ein grober Unfug?
Und, wie bitte? "Was...im Internet dazu verbreitet wird..."??? Der SZ-Beitrag stand in der Printausgabe der Süddeutschen; eine Zeitung, in der Sie sich, nach eigenem Bekunden, regelmäßig informieren!
Ihre Inkompetenz in punkto Textverständnis ist himmelschreiend.

Butter: "Hat jemand an die Muslime gedacht?"
Das sollte man einrahmen! Wenn Muslime dafür herhalten müssen, damit er Recht behält, lässt doch tiefer blicken.
Ich bin mir sicher, dass ein schulübergreifender oder länderübergreifender Lehrplan immer in Absprache mit den Elternbeirat und Schülern umgesetzt wird. Das gehört übrigens auch zu einer Erziehung zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft.
@"derjuergen": Miserable, verklemmte Aufklärung war "früher" leider Normalität, so weit, so schlecht.
Aber was hier nun an Indoktrination an Kindern versucht und vollzogen wird, schießt weit über alles an Normalität des Aufwachsens von Kindern hinaus. Dass es unterschiedliche sexuelle Veranlagungen gibt, ist doch längst kein Verständnisproblem mehr in der Gesellschaft. Aber man muss nicht jede grenzwertige Sexualpraktik in Kindergehirne pflanzen.
Zitat: "Aber man muss nicht jede grenzwertige Sexualpraktik in Kindergehirne pflanzen."
In welcher Welt lebt denn Herr Butter? Ist denn nicht das Internet viel schneller und skrupelloser als die Schulministerien?
"Dass es unterschiedliche sexuelle Veranlagungen gibt, ist doch längst kein Verständnisproblem mehr in der Gesellschaft."
Oh doch, das ist es sehr wohl. Immer noch müssen junge Menschen Angst vor ihrem Outing haben, werden diskriminiert, beschimpft, müssen für erniedrigende Witzchen und Sprüche herhalten. Es gibt immer noch Leute, die denken "mit ein paar Hormonen und festem Willen" könne man "das Problem" Homosexualiltät in den Griff bekommen. Da plädiere ich doch für noch mehr Aufklärung!
(Was "Normalität" ist, da sind wir wohl nicht einer Meinung.)
Es gibt ja verschiedene Statistiken, wann Jugendliche ihren ersten Sex erleben. Da ist die 8. Klasse für einen Kondom-Führerschein durchaus realistisch, damit der Überzieher auch beim ersten Mal richtig angewandt wird und niemand auf das Ergebnis von AIDS- und Schwangerschaftstest zitternd warten muss.
Also Derek, mehrere Sachen:
- Du weißt also genau, was in den Lehrplänen der einzelnen Bundesländer steht? Wie es gemeint ist und umgesetzt wird? Interessant. Vielleicht mal in der Politik bewerben.
- Das gleich Argumentationsmuster musste damals schon herhalten, damit man weiterhin keine offene Aufklärung betreibt. Kondomführerschein? Gute Sache, die wissen dann wenigstens, wie es funktioniert.
- Einfluss der Eltern: Derek, auch Sie können hier maximal vom Hörensagen was dazu wissen. Sie tun aber immer so, als wäre alles Fakt. in allen 16 Bundesländer. Merkste selber, ne ;-).
- Ich bin der festen Überzeugung, dass die größte Gefährdung für unsere Kinder von der verklemmten, unaufgeklärten und nur schlechtes denkenden Gruppe in der Mitte unserer Gesellschaft ausgeht. Mal im Ernst: Kümmert Euch um Eure eigene Sexualität.
- Wer denkt, dass man Sexualität (Grundausrichtung) in "Kindergehirne" pflanzen kann hat entweder keine Sexualität oder ist verklemmt bis zum äußersten.
Dem Beitrag möchte ich voll zustimmen.
Vorallem dem Satz: "...die größte Gefährdung für unsere Kinder von der verklemmten, unaufgeklärten und nur schlechtes denkenden Gruppe in der Mitte unserer Gesellschaft ausgeht". Wir sollten das Vertrauen haben, dass unsere nachfolgende Generation die Probleme, die wir ihnen hinterlassen, mit ihren eigenen Fähigkeiten und Mitteln bewältigen werden. Sonst hätten wir doch unseren Erziehungsauftrag schlecht erfüllt.
@ "derjuergen": Um festzustellen, ob wir beide schon mal miteinander angestoßen haben, sollten Sie hier besser mit Klarnamen schreiben. Falls nicht, so sollten wir beim "Sie" bleiben.

Zur Sache: Natürlich weiß ich, was in den Lehrplänen steht, sonst würde ich hier nicht posten. Das kann ich auch wärmstens weiterempfehlen: Erst informieren, dann schreiben. Erspart Peinlichkeiten ohne Ende.

Elisabeth Tuider und Stefan Timmermanns, die Autoren des mit Recht viel kritisierten Lehrbuchs "Sexualpädagogik der Vielfalt", waren Referenten einer Tagung der Universität Erlangen zur sexualpädagogischen Fortbildung bayerischer Lehrer und Lehrerinnen zum Thema "Identität und Geschlecht. Bildungschancen durch Diversity-Kompetenz" am 26. Februar 2016.
In diesem Machwerk "Sexualpädagogik der Vielfalt", werden die, oben bereits erwähnt, widerlichsten Dinge mit Kindern anempfohlen:
- "In einer Übung sollen zehn Jahre alte Schüler aufgefordert werden, ihre „Lieblingsstellung/Lieblingssexualpraktik“ mitzuteilen, während sie sich zu dynamischer Musik schwungvoll durch den Raum bewegen."

- "Bei den Massagen für Zehnjährige, Stichwort „Gänsehaut“, genügt laut Anweisung jedenfalls dünne Kleidung, damit der unterschiedliche Druck und die verschiedenen Streichrichtungen auch erspürt werden können. Dabei dürfen verschiedene Massagetechniken angewendet werden, auch „vorgezeigt durch die Leitung“. Von außen sollte der Raum nicht einsehbar sein, empfehlen die Autoren."

- "Auch eine Wandzeitung darf nicht fehlen. Darauf sollen die Schüler „auch scheinbar Ekliges, Perverses und Verbotenes“ schreiben. Die Leitung erklärt das natürlich. Dann sollen die Schüler in Kleingruppen „galaktische Sexpraktiken“ erfinden, die auf der Erde verboten sind. Zu den Klangübungen gehören auch „lautes Stöhnen“ und „Dirty Talk“, für die lustigen Gipsabdrücke einzelner Körperteile wird viel Vaseline benötigt, zur Übung „Sexualität während der Menstruation“ von zwölf Jahren an können auch Gruppensex-Konstellationen in die Rollenspiele eingebaut werden. Aufgeklärt wird auch über Oral- und Analverkehr, Gang Bang, Spermaschlucken und den „neuen Puff für alle“. "

Das kann man alles machen mit zehn- bis zwölfjährigen Kindern? Geht`s noch?

"Ein Hauptrisiko für psychische Störungen bleibt ein frühes Trauma. „Am meisten betroffen sind Kinder, die frühe traumatische Erfahrungen hinter sich haben: Sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlung“, sagt Schulte-Körne von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München. „Es gibt eine dramatische Zunahme im ambulanten und stationären Bereich.“
Diese keinesfalls kindgerechte Frühsexualisierung ist sexueller Missbrauch. Was denn sonst!
"In der Sozialwissenschaft wird der Begriff Missbrauch oft auf Handlungen ausgedehnt, die nicht strafbar sind, aber moralisch verurteilt werden. Psychologisch wird als Missbrauch verstanden, wenn eine Handlung das Opfer in seiner Integrität verletzt und ihm psychischen Schaden zufügt. Die Ebenen juristischer, sittenmoralischer und psychologischer Bewertung müssen dabei nicht zwangsläufig übereinstimmen, sondern können sich im Einzelfall auch widersprechen.

Der Begriff des Missbrauchs von Personen wird im Bereich des Strafrechts kritisiert. Für Thomas Fischer impliziert die Bezeichnung, dass von einer grundsätzlichen Befugnis im Einzelfall unzulässig Gebrauch gemacht werde, was eine überholte und unverständliche Perspektive sei. Der Sexualtäter missbrauche vielmehr seine soziale, physische und psychische Dominanz oder eine bestimmte Zugangsmöglichkeit zu den Kindern oder anderen besonders schutzbedürftigen Personengruppen."
(Thomas Fischer, Vor § 174 StGB, Begriff des Missbrauchs, in: Strafgesetzbuch und Nebengesetze, C.H.Beck, München 2011, Rn 8, S.1110 - 1111)

Ich habe übrigens zwei eigene, mittlerweile erwachsene Kinder, völlig ohne jemalige Verhaltensauffälligkeiten.
Ergänzend sei zur einschlägig bekannten Elisabeth Tuider, die mit ihrer Propagierung der vermeintlich lust- und lebensqualitätssteigenden Vielfalt der sexuellen Aktivitäten natürlich nur unser aller Wohl und den Weltfrieden im Auge hat, Folgendes gesagt:
Seriöse (Natur-)Wissenschaftler wissen schon lange, das es signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen sexuellen Aktivitäten gibt. Zu erwähnen wäre hier z.B. Prof. Stuart Brody, der es mit seinen Erkenntnissen auch in die hiesige Populärpresse geschaft hat.

Ich gebe mal aus der von Brody 2012 im "American Journal of Public Health" erschienen Veröffentlichung "Sexual Satisfaction and Health Are Positively Associated With Penile-Vaginal Intercourse but Not Other Sexual Activities" wieder:
Diverse Erhebungen wie z.B. eine für die Gesamtbevölkerung Schwedens repräsentative mit 2,810 Teilnehmer/innen (!!!) belegen, dass sowohl für Männer als auch für Frauen AUSSCHLIESSLICH die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr im Sinne von Penis-Vagina-Penetration mit einer intimeren Beziehung zwischen den Partnern sowie einer besseren psychischen Gesundheit und einer größeren Lebenszufriedenheit einhergeht. Die Häufigkeiten anderer sexueller Aktivitäten wiesen keine dieser lebenspositiven Korrelationen auf bzw. waren teilweise sogar entsprechend negativ assoziiert!

Tja, ziemlich prüde und verklemmt, diese Naturwissenschaften ...
DerekButter und marcharettla sollten eine Internetzeitung herausgeben, damit ihre Recherchen auch genügend gewürdigt werden. Es wäre ja schade um die viele Arbeit.
Dort würden sich die richtigen Leser schon finden.
Wenn Das DEIN einziges Problem ist, dann kennen Sie nicht die Umgangsformen im Internet. Scheint ja doch "Neuland" für Sie zu sein, Derek :-). Aber gut, konzentrieren wir uns auf die wichtigen Dinge:

- Zu den Lehrplänen: Scheint ja mit Ihrem Wissen nicht so weit her zu sein: Darauf gehen Sie nämlich NULL ein. Netter Versuch übrigens.

- Auch ein netter Versuch ist, die Veranstaltung, die eindeutig zu Fortbildung von LEHRERN etc. gedacht war, zu diskreditieren. Die Veranstaltung hatte - soweit ich das auf den ersten Blick sehen konnte - AUSNAHMSLOS sinnvolle Inhalte. Die Vermischung mit anderen Büchern, etc. ist argumentativ schon sehr schwach. Zumal ja die zweite Autorin wohl gar nicht da war. Nun gut.

- Zu den ganzen Sexpraktiken, die Sie wie kein Zweiter hier auswalzen, Derek: Es werden viele Dinge von vielen Leuten gefordert. Wie zum Beispiel Erzbischof Schick zu töten (Auf der AfD Facebook Seite), weil er das Grundgesetz richtig zitiert. Will sagen: Nicht alles was anempfohlen ist, wird zum Glück auch umgesetzt.

Ihren Zitate-Wahn möchte ich jetzt nicht großartig kommentieren. Gerade hier ist er wenig anwendbar, weil wenig konkret ("anempfohlen"). Deshalb: Masse ist nicht klasse: Nur zitieren, damit die Seite voll wird ist wirklich peinlich - und das sollte man dann auch sein lassen. Sonst wird man im Zweifelsfall halt als Dampfplauderer wahrgenommen, der nur versucht alle anderen durch die schiere Masse der Zitate tot zu plaudern.

Ach ja: Das gilt jetzt für Marcharettla und Derek: Es ist schon recht zwanghaft von Ihnen, den anderen Vorschreiben zu wollen was - in diesem Fall - sexuell erlaubt ist oder nicht. Aber auch in anderen Diskussionen zeigt sich ja immer wieder, dass es nur eine Wahrheit gibt: Ihre! Das ist übrigens das Gegenteil von Demokratie und Diskussionskultur.

Irgendjemanden heran zu ziehen, der eine Gegenposition vertritt- das ist wirklich nicht schwer. Gerade in einer demokratischen Gesellschaft werden sich zum Glück immer wieder Gegenpositionen bilden. Damit diese von Ihnen immer wieder versuchte absolute Wahrheit beweisen zu wollen ist schon qua Definition nicht möglich.

- Verhaltensauffälligkeit zeigt sich erst dann, wenn Sie sich zeigt: Wenn aus sexueller Frustration mal was schlimmeres passiert. Oder soll ich jetzt glauben, dass sie auch beim Sex Ihrer Kinder immer dabei sind, Derek ;-)?
Wenn jemand mit dem Sex in der Missionarsstellung dauerhaft zufrieden ist: Hey, werdet glücklich damit. Und an alle Anderen: Werdet auch glücklich damit. Und lasst Euch nicht einreden, dass Eure Praktiken abartig sei. Solange ihr das in gegenseitigen Einverständnis und ohne jemanden zu Schaden macht (Für mich selbstverständlich, aber nachdem hier sonst wieder das Geschrei los geht).
Keiner schreibt Ihnen hier was vor. Glauben Sie doch, was Sie mögen. Aber Sie müssen die Texte auch vorher lesen, bevor Sie sie verspotten. Mehrmals schrieb ich, dass jeder privat nach seiner Fasson glücklich werden möge, auch sexuell gesehen. Ich bin keinesfalls "im Besitz der Wahrheit", ich argumentierte gegen Frühsexualisierung und Indoktrination von Kindern (auch das war Thema bei Frau Fritzsche im Text!). Und dagegen haben Sie mir noch kein schlüssiges Argument geliefert. Auf Lehrpläne ging ich ebenfalls ein, siehe Buchempfehlungen in den selben. Kinder,das mag jetzt überraschend klingen, werden in der Schule von Lehrerrn unterrichtet. Und diese Lehrer erhalten Fortbildungen, im Februar in Erlangen eben eine mit Spin von Pädophilen.
Haben Sie sich überhaupt mit den einzelnen Lehrplänen der jeweiligen Bundesländer beschäftigt? So auf den ersten Blick? Ich muss dies stark bezweifeln, sonst schrieben Sie hier nicht so.

Probieren Sie doch einmal, ganz ohne Zitate hier zu argumentieren...geht nicht.
Und, was bitte spricht gegen das Stilmittel "Zitat", oder widerspricht das gegen die "Umgangsformen im Internet"?
Gerne lese ich von Ihnen, auch mit Zitat untermalte, Aussagen von Befürwortern der von mir kritisierten Frühsexualisierung.

Den Erzbischof Schick haben Sie nun auch noch untergebracht, fein. Wäre interessant, ihn mal zum Thema zu befragen. Schreiben Sie ihm doch mal ne Mail...
Zitat DerekButter: "...der von mir kritisierten Frühsexualisierung."
...und die ist auf den Sexualunterricht in der Schule oder auf die Linksgrünen zurückzuführen, gell?
Ich dachte immer, Sie sind gut informiert. Trotzdem ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass es sich um eine gesellschaftliche Entwicklung handelt, in der vorallem das Internet als Medium benutzt wird. Und ich gehe davon aus, dass auch Ihre Kinder gut (vielleicht besser) das Internet nutzen können. Das heißt doch, dass die Schule oder Linksgrüne am wenigsten dazu beitragen und nur noch durch Information versuchen, in die richtige Richtung zu lenken.
Darauf sind Sie übrigens weiter oben nicht eingegangen.
Ich stimme übrigens "derjueregen" sachlich zu und finde seinen Schreibstil vorbildlich.
@ derjuergen: Ich denke nicht, dass ich je behauptet habe, im Besitz "der absoluten Wahrheit" zu sein. Aber Sie werden mir sicherlich zustimmen, dass es nun mal wahre Aussagen gibt, deren Konsequenzen und Funktion als ein absoluter Bezugspunkt für das menschliche Zusammenleben von immenser Bedeutung sind - auch, wenn dies wohl sicherlich bei dem ein oder anderen für Unmut sorgen wird.
Der Raucher z.B. empfindet seine Glimmstengel als unglaublich lustvoll und entspannend - trotz der hinlänglich bekannten gesundheitlichen Folgen, über die er sicher nicht sonderlich erfreut ist und unter welchen er früher oder später wohl auch selbst zu leiden haben wird, mit Folgen nicht nur für sich selbst sondern ebenfalls für seine Mitmenschen.
Alle Wissenschaftler, die Erkenntnisse wie das obige Raucher-Beispiel erforscht und präsentiert haben (so wie ich hier diverse Erkenntnisse wiedergegeben habe), haben sich Ihrer Meinung nach also zwanghafter Weise das Recht herausgenommen, anderen vorzuschreiben, was erlaubt ist und was nicht! Das ist natürlich ziemlich faschistisch, keine Frage.

Andererseits beruhigen Sie - als jemand, der offensichtlich keinerlei absolute Bezugspunkte anerkennen möchte - die Menschen explizit mit tiefschürfenden Weisheiten wie "Hey, werdet glücklich damit." - und implizit "Lasst Euch bloß nicht einreden, dass irgendwas in Eurem Leben nicht passen könnte." Ist denn dieses "Lasst Euch bloß nichts einreden" selbst nicht ziemlich absolut und reaktionär?!

Aber ich verstehe ja, warum Sie das so sehen:
Die von Ihnen ach so hochgeschätzte Diskussionskultur hat selbstverständlich nicht den Sinn und Zweck, den vielen Worten irgendwann auch Taten folgen zu lassen. Z.B. in Gestalt des einzelnen Menschen, der im Rahmen seiner Autonomie (!) die eigene Existenz hinterfragen und sich dadurch weiterentwickeln kann (und dafür sind von außen zugetragene Informationen nun mal essentiell, auch wenn dieser Prozess - und ich spreche hier natürlich auch aus eigener Lebenserfahrung - ab und an recht schmerzhaft sein kann).
Ne ne...Ihnen reicht ganz offensichtlich das eifrige Kommunizieren, wo natürlich jeder irgendwie recht hat und sich "sich zum Glück [sic!] immer wieder Gegenpositionen bilden", völlig aus. Dabei sollte Sie aber aufpassen, dass Sie nicht als Dampfplauderer wahrgenommen werden ...
Nachtrag @derjuergen: Passenderweise haben Sie mit diesem Stil auch gleich einen einschlägig bekannten Groupie für sich gewinnen können. Na wenn das mal kein Gütesiegel darstellt ...
Nee. Ich muss gar nix. Ich lese die Texte nur, wenn Sie mit dem Ganzen auch zu tun haben.

Es ist Ihr gutes Recht, gegen "Frühsexualisierung" und "Indoktrination" zu sein. Mein gutes Recht ist zu glauben, das keine von den aktuell auch wirklich stattfindenden Aufklärungen soviel Schaden anrichten kann, wie eine verklemmte oder gar keine. Wobei die Begriffe "Frühsexualisierung" und "Indoktrination" eher Worthülsen als etwas anderes sind.

Nö, niemand muss ohne Zitate auskommen. Es wird sich leider aber nur für jeden Sch..... einer finden, der der gleichen Meinung ist. Anders gesagt: Nur weil man jemanden im Internet oder Buch findet, der die gleiche Meinung hat, ist man noch lange nicht im Besitz der Wahrheit. Mit der Ideologie sind schon viele baden gegangen. Und auch lange Zitate beweisen nicht, dass man in dem Besitz der einzigen Wahrheit ist. Wenn Sie verstehen.

Ihre Unterstellung ist doch immer, dass jeder, der nicht Ihrer Meinung ist "irgendwas mit Pädophilie" zu tun hat. Zumindest bringen sie das unterschwellig immer rüber. Irgendwie scheinen Sie da ein Problem haben. Um es klar zu sagen: Sex mit Kindern zu haben ist das dreckigste und abartigste, was ich mir vorstellen kann. Aber zu glauben mit Unwissen Kinder beschützen zu können und deshalb nicht über Sexualität zu reden ist einfach nur dumm.

Sie glauben auch, dass jeder außer ihnen selbst zu dumm ist zu Googeln, oder? Ich würde jedem mal empfehlen diesen Begriff "Frühsexualisierung" mal zu Googeln. Und sich einfach mal anschauen, WER sich den so zu eigen macht. Wer gerne auf der Empörungswelle reitet ;-). Jetzt zitiere ich mal dazu Wikipedia "Frühsexualisierung ist ein politischer Kampfbegriff, der vor allem im rechten und konservativen politischen Spektrum zur Diffamierung pädagogischer Konzepte gebraucht wird, die die Behandlung von Sexualität von Kindern vor der Pubertät und Jugendlichen in Bildungsplänen verankern möchten.[1]". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Und zu der Veranstaltung in Erlangen: Bitte, bitte schauen Sie sich die Veranstaltung samt Vorträgen, Ergebnissen der Workshops mal an. Dann können Sie zumindest im Hinblick auf diese Veranstaltung solche Verschwörungstheorien nicht mehr halten. Und vielleicht auch mal ein Blick auf die Referenten. Nicht nur in der Einladung.

Ach der Schick. Den habe ich zur Verdeutlichung eingestreut, was Meinungsfreiheit bedeutet: Nämlich auch die Meinung eines anderen zu akzeptieren. Ohne diesen gleich umbringen zu wollen. Wie Sie - wenn Sie es gelesen haben - deutlich heraus lesen konnten, habe ich eine klare Meinung zu Kirche und Sexualität. Die möchte das Ganze auch schon seit 2000 Jahren einschränken ;-)


Natürlich "müssen" Sie nichts. Nur müssen Sie sich dann auch nicht wundern, wenn´s Ihnen einer um die Ohren haut.

Sie können googeln und kennen Wikipedia. Sehr schön und überhaupt nicht dumm. Dann schauen Sie mal unter den Namen Uwe Sielert (Referent in Erlangen!), Helmut Kentler oder, noch einfacher unter "Sexualpädagogik der Vielfalt" (denn darum geht es hier ja, Stefan Timmermanns, Referent in Erlangen, ist Co-Autor), und dort jeweils unter ´Rezeption´.

Ich bin sowieso immer mehr der Auffassung, dass Sie einem veritablen Mißverständnis unterliegen. Ich habe keineswegs etwas gegen eine umfassende, auch gewisse Schrägheiten (Gang Bang, Spermaschlucken und den „neuen Puff für alle“) beinhaltende Sexualaufklärung.

ABER NICHT FÜR KINDER!!!

Alles zu seiner Zeit und den unterschiedlichen Entwicklungsständen der Kleinen entsprechend. Sie haben sicherlich eine Schule besucht und werden festgestellt haben, dass es innerhalb einer Klasse, nicht nur bedingt durch das unterschiedliche Einschulungsalter, erhebliche Entwicklungsunterschiede gibt, sowohl körperliche, als auch geistige. Auch spielt hier das Elternhaus und dessen Erziehung eine Rolle. Soll man die "Sexualpädagogik der Vielfalt" dann im Einzelunterricht behandeln?

Sie mögen mich ja rückständig und verklemmt finden, aber ich halte es für wenig bis nicht entwicklungsfördernd, wenn die als Vorbild empfundene Grundschullehrerin sich vor versammelter Klasse outet und den Kindern ihre privaten sexuellen Präferenzen zum Unterrichtsthema macht.
Und sicherlich kann, man, so denke ich, auch ein allseitig erfülltes Leben führen, ohne in unbeschwerten Kindertagen die Begriffe Gang-Bang, Spermaschlucken oder Analstöpsel im Schulunterricht zu erörtern.
Ich hatte solcherlei Schund nicht in der Schule und bin trotzdem äußerst tolerant allen Neigungen gegenüber. Kann aber auch an den Eltern liegen.
Komisch, bei den Beiträgen von "derjuergen" habe ich keine Probleme, von Anfang bis zum Ende zu lesen. Liegt es daran, dass er sachlich und ruhig seine eigene Meinung und seine eigenen Erkenntnisse beschreibt, statt alle möglichen Fremdzitate aufzuführen?
mei oh mei, ist da einer auf Mission. Und soooo weit vom Artikel entfernt.
Um mal wieder einen stärkeren Bezug zum Artikel herzustellen (Danke an den Exilbayreuther für den Hinweis), möchte ich an dieser Stelle mit einem Verweis auf die Bundesinteressengemeinschaft „Homosexuelle in der AfD“ schließen.

Ja, Sie haben richtig gelesen, werte Freund_innen: "Im Mai 2014 gründete sich unsere Bundesinteressengemeinschaft der „Homosexuellen in der AfD“ aufgrund der desaströsen Berichterstattung. Der Vorwurf der Homophobie aus dem linksgrünen Umfeld konnten wir als Mitglieder der AfD nicht stehen lassen und setzten ein entsprechendes Ausrufezeichen." (Quelle: Offizielle Website „Homosexuelle in der AfD“)

Jörg S. aus Baden-Würtemberg kommentiert: "Ich bin kein linksgrüner Schwuler, weil ich als Schwuler echte Akzeptanz statt falscher Toleranz anstrebe." (Quelle: Offizielle Website „Homosexuelle in der AfD“)

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Dem möchte ich gerne ein Zitat von David Berger anfügen: "Was haben wir davon, wenn wir Homo-Ehe und Adoptionsrecht bekommen, aber kurze Zeit später von Hochhausdächern gestoßen oder an Baukränen aufgehängt werden?"
Warum verstecken Sie sich, Herr Butter hinter einem David Berger? Vielleicht ahnen sie, dass es schon etwas pathologisch ist.