Bayreuth: Schöne Aussicht bekommt neuen Spielplatz

Die ersten weißen Birken stehen schon. Birken, wie sie auch auf dem Gartenschau-Gelände stehen. Mitarbeiter des Bauhofs und das Team der Spielplatz-Betreuung der Stadt sind am Mittwoch dabei, die ersten Teile abzubauen, die auf dem neuen Spielplatz nicht mehr gebraucht werden. Oder die anders aussehen werden. Was weg kommt, soll aufbereitet werden und auf anderen Spielplätzen einen Platz finden. „Aber so viel bauen wir gar nicht ab“, sagt die Landschaftsarchitektin Inga Hahn vom Berliner Büro Hahn Hertling von Hantelmann. Die Landschaftsarchitekten haben den Plan gemacht für das Gartenschau-Gelände. Und für den Spielplatz Schöne Aussicht - für Wolkenkuckucksheim.

Start am Freitag

Ab Freitag wird richtig gebaut auf dem Gelände, das geprägt ist von der schönen Hügellandschaft. Für deren Erhalt haben die Anwohner der Schönen Aussicht gekämpft. Ebenso wie sie erreicht haben, dass der Lärmschutzwall nicht geöffnet wird. Dafür wird der Spielplatz ab Freitag wegen der Bauarbeiten bis zum Beginn der Gartenschau am 22. April geschlossen. Aus Sicherheitsgründen. Und weil er Teil der Landesgartenschau und des Wegekonzepts von der Stadt in die Wilhelminenaue ist, wie Mirko Streich sagt, der Pressesprecher der Landesgartenschau-Gesellschaft.

Aufwendiger Wegebau

Die Bauarbeiten, sagt Inga Hahn am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung, beginnen mit dem Weg, der sich durch Wolkenkuckucksheim schlängeln wird. „Das wird recht aufwendig, den Weg zu bauen, weil er maximal fünf Prozent Steigung haben soll“, um einen barrierefreien Zugang von St. Georgen zur Landesgartenschau zu gewährleisten. Parallel dazu werde der Landschaftsbauer damit beginnen, die Fundamente für die großen Vogelhäuschen zu bauen, die über das Gelände des Spielplatzes Schöne Aussicht in drei Gruppen verteilt werden. Zehn auf dem Spielplatz. Eins auf dem Panoramakabinett auf der anderen Straßenseite. Um die Verbindung herzustellen. „Man hat vom Spielplatz eine schöne Blickbeziehung in die Aue. Umgekehrt kann man von der Aue aus von bestimmten Stellen das Wolkenkuckucksheim, die Stadt der Vögel, sehen“, sagt Inga Hahn.

Elf Vogelhäuschen

Die hölzernen Vogelhäuschen, alle außen himmlisch-pastellig gestrichen, sind „quadratische Kuben mit Dach mit Größen zwischen 1,20 auf 1,20 Meter und knapp zwei auf zwei Meter“, sagt Hahn. Sie haben Namen aus der Vogel-Welt, sind locker übers Gelände verteilt: Vorn, an der Hangkante zur Albrecht-Dürer-Straße, haben beispielsweise die „Platzhocker“ ihren Platz. Vogelhäuschen, die aufgeständert etwa zwei Meter über dem Boden stehen. „Von hier aus sieht man schon schön aufs Gartenschau-Gelände.“ Am aufwendigsten wird die Gruppe „Nestflüchter“: „Fünf Kletterhäuser, die sich an den Saum der bestehenden Bepflanzung in der Mitte des Platzes schmiegen“, sagt Inga Hahn. Zum klettern, hangeln, Stange rutschen. Weiter oben im Gelände sind die beiden barrierefreien Spielstationen „Waldläufer“ und das Farb- und Klanghaus. „Ich denke, insgesamt wird es gelingen, einen stimmungsvollen Ort herzustellen, der einen hohen Spielwert hat“, sagt die Landschaftsarchitektin.

Neue Ampel ab November

Für den sicheren Weg vom Spielplatz zum Eingang der Gartenschau an der Albrecht-Dürer-Straße sorgt die Stadt: Bei der Sanierung der Albrecht-Dürer-Straße, die bis Ende Oktober dauert, wird eine Fußgängerampel gebaut. „Die bleibt auch nach der Landesgartenschau stehen. Um den Zugang zum Naherholungsgebiet zu sichern“, sagt Norbert Hübner, Leiter des Tiefbauamts. „Bis Mitte November müsste die Ampel am Netz sein.“

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