Bayernligist BSV 98 braucht Anlaufzeit

Zwar hatten sich die Bayreuther vorgenommen, von Anfang an entschlossen und konzentriert aufzutreten um die Gäste unter Druck zu setzen, doch verpasste das Team um Kapitän Fabian Buck den Start. Die ersten vier Punkte gingen an die Gäste, so dass BSV-Trainer Andreas Rüger gezwungen war, eine Auszeit zu nehmen. Hier fand der Coach die richtigen Worte und rüttelte seine Mannschaft wach. Die fand fortan besser ins Spiel und lag beim Stande von 10:9 erstmals vorne. Die Annahme wurde immer sicherer und stabiler, so dass Zuspieler Mario Kaiser seine Angreifer immer wieder gut in Szene setzen konnte. Durchgang eins ging mit 25:19 an den BSV.

Trotz des Satzgewinns blieb die Fehlerquote bei den Einheimischen hoch: Vor allem im Angriff agierte man zu nervös, vergab leichtsinnig viele Punkte und ermöglichte es den Gästen, die Partie zu drehen. Die Einwechslung des routinierten Außenangreifers Jörg Fredersdorf brachte zwar mehr Ruhe ins BSV-Spiel, der Satzverlust (23:25) war aber nicht mehr abzuwenden.

Aufbau wird strukturierter

Erst im dritten Abschnitt wurden die Bayreuther ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Aufbau wurde immer strukturierter, mit guten Aufschlägen und starken Angriffen erhöhten sie nun den Druck. Doch die Neunkirchener zeigten hier ihre Stärke. In der Defensive waren sie an fast allen Bällen dran und zeigten spektakuläre Abwehraktionen. Phasenweise verzweifelten die Bayreuther fast, am Ende waren es dann die Angriffe von Buck und Fredersdorf, die doch noch den Satzgewinn zum 25:20 markierten. Aber das Team aus dem Forchheimer Landkreis gab sich auch im vierten Satz nicht geschlagen, so dass die Bayreuther schon alle ihre Qualitäten zeigen mussten. Im Block griff Mittelblocker Volker Nissels mehrmals beherzt zu. Schließlich war es Julius Spantig, der mit einer Aufschlagserie das Spiel beim Stand von 25:19 beendete.

Nach dem Spiel war Trainer Rüger zufrieden mit dem Saisonauftakt: „Wir haben gewonnen und drei Punkte geholt. Damit haben wir unser selbst gestecktes Ziel erreicht. Dennoch waren wir noch nicht perfekt aufeinander eingestimmt. Da haben sich noch viele Baustellen gezeigt, die wir jetzt im Training angehen müssen.“

Für den BSV 98 Bayreuth spielten: Buck, Dinkel, Fredersdorf, Kaiser, Nissels, Kleinscheck, Neidl, Schröder, Spantig, Vierneisel, Wißling.

Nicht bewertet

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