Bald immer mehr Fehlalarme?

Das hat mit der Rauchmelderpflicht zu tun, die seit 1. Januar im Freistaat auch für Privathaushalte gilt. Weil die Rauchmelder manchmal ausgelöst werden, auch wenn es gar nicht brennt. Im aktuellen Fall stand die Feuerwehr vor einem Problem: Ein Nachbar hatte die Rauchmelderklänge gehört und die Feuerwehr informiert – weil in der betreffenden Wohnung niemand zu Hause war.

Was wiederum die Einsatzkräfte dazu nötigte, die Tür „gewaltsam“ zu öffnen: „Wenn du nicht weißt, ob ein Ernstfall vorliegt oder nicht, musst du ja irgendwie rein“, sagt Kommandant Zahn. In der Max-Reger-Straße gab es keinen Ernstfall – ein Rauchmelder war von der Decke gefallen und hatte sich wohl beim Aufschlag auf den Boden „ausgelöst“.

Wenn die Batterie leer ist...

Das kann immer passieren, so Zahn. Auch wenn die Batterie leer ist, meldet sich das gute Stück. Oder einfach, wenn eine Fehlfunktion gegeben ist. Der Kommandant befürchtet daher, „dass wir da noch öfters ausrücken müssen“.

Diese Einsätze sind buchstäblich umsonst

Und zwar umsonst. Denn: „Der Gesetzgeber hat sich zwar Gedanken über das Thema Rauchmelder gemacht, nicht aber über die Kostenfrage.“ Fehlalarme sind bei der Feuerwehr schon immer ein nicht ganz unbedeutender Faktor bei ihren Einsätzen. Bisher waren vor allem größere Einrichtungen wie Seniorenheime oder auch das Krankenhaus betroffen – jetzt kann das jeden Tag vorkommen, vermutet Roland Zahn, ohne unken zu wollen.

Da muss die Polizei her

Das hat Folgen. Denn wenn die Wehr eine Wohnungstür aufbricht, um nach dem Rechten zu sehen, muss sie anschließend natürlich ein neues Zylinderschloss einbauen. „Dazu müssen wir die Polizei einschalten, die bekommt dann auch die Schlüssel.“ Und der Bewohner einen Zettel, auf dem er erfährt, dass er diese in der Inspektion abholen kann.

Schäden nicht ausgeschlossen

Das ist nicht alles, sagt Kommandant Zahn. Klar, die Feuerwehr habe immer einen Satz an Schließzylindern an Bord. Aber: „Die passen natürlich nicht immer ganz genau, deshalb werden sie dann auch oft zurückgebracht.“ Und: Es könne auch passieren, dass das Öffnen der Tür kleinere Schäden zur Konsequenz hat.

Und wer trägt die Kosten?

Wer übernimmt diese Kosten? Das könne er nicht sagen, „das ist nicht unser Aufgabengebiet“.

Mehr weiß Herbert Lauterbach, geschäftsleitender Beamter im Rathaus und selbst im Vorstand der Pegnitzer Wehr aktiv: „Wenn jemand das neue Schloss behält, muss er uns das natürlich bezahlen.“ Und wenn Schäden an der Tür auftreten? „So ein Fall ist uns bisher nicht bekannt geworden, das ist eine interessante Frage.“

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Kommentare

Zu der Kostenerstattung bei Türöffnung:
Es gibt Anbieter, die diese Kosten bist zu einem Schaden von 1.000€ übernehmen. Aber nur, wenn es sich nachweislich um einen Fehlalarm gehandelt. Das geht aber nur, wenn man sich die Rauchmelder von einem professionellen Dienstleister hat montieren lassen. Bei selbsteingebauten Billiggeräten aus dem Baumarkt geht das sicherlich nicht. Und um allen Fragen und Zweiflern gleich vorweg zukommen: ich selbst arbeite für einen solchen Dienstleister und habe alleine im letzten Jahr mehr als 15.000 Rauchmelder verkauft. Hände weg von Billiggeräten! Gute Rauchmelder fangen inkl. 10 Jahres Batterie bei 25,00€/Stück an. Lästige Fehlalarme wegen schwacher Batterien gibt es bei guten Geräten nicht.
"Lästige Fehlalarme wegen schwacher Batterien gibt es bei guten Geräten nicht."
Auch nicht bei billigen Geräten!
In Zukunft haben die Feuerwehren wieder mehr zu tun.
Doch!
Man sollte sich immer vorher schlau machen!
Urwart weiß immer alles besser hier....das ist ganz normal :-)
Urwart wird selbst nicht mal Rauchmelder installiert haben, geschweige denn dass er bei der Feuerwehr ist ;-)
Lieber Noob0312, wir könnten jetzt wie Kinder es machen, aufzählen, wie viele Feuermelder jeder installiert hat. Und was die Feuerwehr angeht, nicht nur Insider wissen alles besser! Wie ist das mit dem Wald, den man vor lauter Bäume nicht sieht? ;-)
Ich habe 10 Stück installiert Urwart. Und sie? ;-)
Ich habe locker gewonnen! :-)
Mist. Schon wieder verloren :-))))
Erstens bin ich schlau und zweitens weiß ich wovon ich rede, da ich damit mein Geld verdiene. :-)
Schlaubischlumpf Du!
Am besten gar keine Feuermelder einbauen, dann hat man diese Probleme gleich gar nicht.
Jaaaaaaa genau :-)))))
Ich habe bereits seid 15 Jahren Rauchmelder installiert. Zu erst günstige aus dem Internet, wo man alle 3 Jahre die Batterie für 3 Euro das Stück wechseln musste und seid 4 Jahren habe ich wartungsfreie Rauchmelder ohne den teuren und lästigen Wechsel von Batterien. Ich hatte stets nie Probleme mit Fehlalarmen bei beiden Sorten Rauchmeldern. Ich Glaube, das das Thema viel zu heiß gekocht wird. Wichtig ist doch, dass man welche installiert hat, da diese ja zur eigenen Sicherheit dienen. Und Scheiß doch auf mal einen Fehlalarm. Wenn's net brennt und es halt ein Fehlalarm ist, hol ich doch einfach keine Feuerwehr oder? So schlau wird doch jederman sein. Tzzzzzz....Es sind ja schließlich keine Brandmeldeanlage, die wir hier installieren müssen. Sinnlose Diskussion hier
Mit Ihrem (Vor)letzten Satz haben Sie natürlich recht, aber... Es soll ja vorkommen das so ein Ding los geht während keiner in der Wohnung ist. Der Nachbar hörts schlägt Alarm und schwupps ist die Feuerwehr im Anmarsch ;-)
Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieser Fall eintritt? Ich Glaube, dass egal welchen Typ Rauchmelder man installiert, die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarms trotzdem relativ gering ist und wenn ist ein Haus oder ne Wohnung mindesten zu 50% besetzt....Also viel zu heiß gekocht das Thema. Und wenn Eintritt, wird die Feuerwehr schon kommen. Erstmal anlaufen lassen das Ganze Rauchmelderthema und in ein zwei Jahren ein Resüme ziehen ;-)