Bahn soll tiefergelegt werden

An dem Gespräch haben Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner, Wahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg teilgenommen. Zeulner hatte sich beim Bundesministerium für Verkehr nachdrücklich für eine Elektrifizierung eingesetzt. Diese drohte bislang an der zu niedrigen Höhe einiger Bahnbrücken auf der Eisenbahnstrecke zu scheitern.

Langjährige Forderung

So wurde beim Bau der Ortsumgehung Untersteinach bei den Kreuzungsbauwerken lediglich eine Höhe von 4,90 Metern eingehalten. Da dies zu niedrig für eine spätere Elektrifizierung ist, wurde am Donnerstag erörtert, welche technischen Lösungen noch denkbar sind. Fahrdraht für die Bahnlinie Hochstadt/Marktzeuln, Kulmbach und Hof ist eine langjährige Forderung der örtlichen Politiker.

An der bereits planfestgestellten Trasse der Bundesstraße 289 bei Untersteinach lässt sich nichts mehr ändern. Nun aber wurde über eine Anhebung der Bundesstraße 289 oder eine Absenkung der Bahntrasse diskutiert. Denn damit könnte eine ausreichende Durchfahrtshöhe bei den Kreuzungsbauwerken gewährleistet werden.

Dabei kam die Runde zu dem Ergebnis: Eine Anhebung der Gradiente der Bundesstraße 289 und die dadurch verursachte Zeitverzögerung beim Bau sei wegen des fortgeschrittenen Baustandes der Bundesstraße 289 und der zu erwartenden Kostensteigerung kein sinnvolles Vorgehen. Außerdem bestehe derzeit noch die Unsicherheit, ob dem Ausbau der Bahnstrecke ein Planungsauftrag erteilt wird.

Absenkung der Bahntrasse

Eine einfachere Lösung dagegen wäre eine Absenkung der Bahntrasse in Teilbereichen. Und zwar dort, wo die Bundesstraße verlegt werden müsse. Dies sei aus derzeitiger Sicht technisch grundsätzlich möglich, heißt es in der Pressemitteilung. Im Bereich des bereits fertiggestellten Brückenbauwerkes und der sich in Bau befindlichen Galerie an der Schorgasttalbrücke würde wegen der Tiefgründung der Brückenbauwerke eine Absenkung der Bahnlinie keine Auswirkungen auf die Standfestigkeit der Brücken nach sich ziehen. Ein späterer Abbruch beider Brückenbauwerke wird daher nicht erforderlich.

Der  Sprecher der lnteressengemeinschaft Elektrifizierung Oberfranken-Achse, der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, begrüßt die neue Entwicklung. Durch eine Tieferlegung sei eine Beeinträchtigung oder gar Behinderung der im Bau befindlichen Ortsumgehung Untersteinach nicht zu befürchten. "lch bin sicher, dass eine zukunftssichere Lösung, sowohl für den Bau der Orts-umgehung wie für die von uns geforderte Elektrifizierung der Oberfranken-Achse, als Ost-Westverbindung im Zentrum Oberfrankens, technisch möglich sein wird."

Das Wichtigste fehlt noch

Söllner dankt allen, die sich für eine technische Nachbesserung eingesetzt hätten. Der wichtigste Meilenstein für die rasche Elektrifizierung der Oberfranken-Achse Bamberg/Coburg - Bayreuth/Hof fehle indes noch: die geforderte Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Alle planungsrechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen könnten jetzt frühzeitig geschaffen werden, gibt sich Söllner optimistisch.

 

 

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Kommentare

Ein gutgläubiger Landrat .
und wer wird für diese Fehlplanung zur Rechenschaft gezogen ?
ich befürchte: nur der "kleine Steuerzahler"