Baby mit Küchenpapier erstickt

Die Kammer im Süden Baden-Württembergs sah es am Montag als erwiesen an, dass die Frau das Kind im Mai 2017 in der Nähe eines Bauernhofs bei Mengen (Kreis Sigmaringen) heimlich zur Welt gebracht und ihm anschließend einen Pfropfen aus Küchenpapier in den Mund gesteckt hatte. Danach ließ sie das Neugeborene zurück. Es starb kurz darauf.

Der Säugling sei nach minutenlangem Kampf auf elende und grausame Weise gestorben, sagte der Vorsitzende Richter. Die Kammer gehe zudem von einem direkten Tötungsvorsatz aus, die 23-Jährige sei voll schuldfähig gewesen.

Das Gericht folgte bei seinem Urteil dem Plädoyer des Staatsanwalts. Die Verteidigung hatte sich dagegen für eine Haftstrafe wegen Totschlags von vier Jahren ausgesprochen.

dpa

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