B22-Radweg: Langer Weg zum Lückenschluss

Den Entwurf für die Resolution hatte Gemeinderat Winfried Parchent (CSU) eingereicht. In einer vorangegangenen Sitzung war seine Idee noch mit Skepsis bedacht worden. Nun ging Parchents Vorschlag einstimmig durch den Gemeinderat. Auch Bürgermeisterin Sybille Pichl zeigte sich angetan. "Ein Radweg nach Hollfeld wäre sicher ein Traum", sagte sie in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend.

Mehr als eine Willenserklärung kann der Gemeinderat allerdings nicht abgeben. Denn Radwege entlang einer Bundesstraße sind Bundesangelegenheit. Der Beschluss muss also auf höherer Ebene gefasst werden. Von dort würden dann die Mittel zur Verfügung gestellt. Bauen würde den Radweg das Staatliche Bauamt.

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In Parchents Resolution heißt es: "Der Gemeinderat Eckersdorf fordert, den begonnenen Bundesstraßen begleitenden Radweg entlang der B22 fortzuführen." Die sogenannte Hohe Straße ist mittlerweile zwischen Eckersdorf und der Oberwaizer Höhe asphaltiert und auch für Radfahrer nutzbar. Der CSU-Fraktionsvorsitzende wünscht sich nun einen weiteren Ausbau bis Hollfeld.

Würde ein solcher Radweg überhaupt genutzt? Diese Frage war in der Vergangenheit im Gemeinderat aufgekommen. Denn zwischen Eckersdorf und Hollfeld geht es ordentlich bergauf und bergab. "Anders als beim Automobil hat die E-Mobilität bei Fahrrädern bereits einen Marktanteil von 20 bis 30 Prozent", schreibt Parchent in seinem Resolutionsentwurf. Daraus ergäben sich "völlig neue Perspektiven" beim Bewältigen von großen Distanzen und Höhenunterschieden. Sprich: Einmal Eckersdorf - Hollfeld und zurück ist für einen E-Bike-Fahrer kaum noch eine Herausforderung.

Appell ans Staatliche Bauamt

In zwei Absätzen widmet sich die Resolution auch dem Radweg zwischen Eckersdorf und Bayreuth. Der Gemeinderat verständigte sich jedoch darauf, diese aus der Resolution zu streichen und lediglich zu appellieren, dass laufende Anstrengungen seitens des Staatlichen Bauamtes weiter verfolgt werden sollten. Dabei geht es um einen Anschluss an den Radweg zwischen Bayreuth und Mistelbach. Aktuell stehen dort offenbar Grundstücksverhandlungen an.

Auf der Hohen Straße soll es derweil so bald wie möglich mit der Asphaltierung losgehen. Joachim Oppold, Sprecher der Stadt Bayreuth, sagt, der Bauausschuss habe das Projekt beschlossen. Die Mittel dafür, rund 120.000 Euro, müssten vom Stadtrat in den Haushalt für das kommende Jahr eingestellt werden. Parchent wollte von der Bürgermeisterin wissen, ob es hier eine Absprache gebe. "Wir müssen das natürlich koordinieren", sagte Pichl.

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