Ausstellung 2017 zum Reformationsjahr

Die Landesausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte befasst sich im Reformationsjahr 2017 mit der Zeit Martin Luthers. In der Veste im oberfränkischen Coburg sollen Besucher unter dem Titel «Ritter, Bauern, Lutheraner» Einblicke in die Zeit um 1500 erhalten. «Wir wollen der Frage nachgehen, was die Reformation bewirkt hat», sagte Peter Wolf, Projektleiter des Hauses der Bayerischen Geschichte am Montag in München. Wichtig ist Wolf, dass die Ausstellung als bayerischer Beitrag zum Reformationsjahr nicht mit anderen Veranstaltungen konkurriert. «Das soll kein Martin-Luther-Wettlauf werden», sagte Wolf. «Jede Ausstellung hat ihre Ausrichtung.»

Zentrale Themen der Ausstellung sind die Angst vor dem Tod, Ablasshandel und Hexenverbrennung, aber auch das Leben einfacher Bürger in Stadt und Land. Es sei gelungen, hochkarätige Exponate zu gewinnen. Coburg sei als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, weil die Stadt als zentrales Nadelöhr wichtiger Schauplatz der Reformation gewesen sei, sagte Wolf. «In Coburg paart sich Gastfreundschaft mit Ideenreichtum.»

Birgit Weber (CSU), zweite Bürgermeisterin der oberfränkischen Stadt, freut sich auf viele Besucher. «Für uns ist es eine große Ehre, dass das Haus der Bayerischen Geschichte uns gewählt hat», sagte sie und lud dazu ein, das «Schmuckkästchen im Norden Bayerns» zu besuchen.

Neben der Landesausstellung war die Eröffnung des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg, das 2018 eröffnet werden soll, Thema der Pressekonferenz. Zum konkreten Eröffnungsdatum wollte sich Richard Loibl, Präsident des Hauses der Bayerischen Geschichte, nicht äußern. «Solche Termine soll man erst nennen, wenn man sie sicher weiß», sagte er. Loibl verkündete zudem, dass der Löwenbräu-Löwe, der seit 1950 das Festzelt der Brauerei auf dem Münchner Oktoberfest schmückte, künftig am Eingang des Museums stehen wird. «Der Löwenbräu-Löwe ist einer der bekanntesten Bayern», scherzte Loibl.

dpa

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