Aus Bauch wurde Bäuchlein

Der sogenannte Bauch der Richard-Wagner-Straße, eine Grünfläche, die in die Straße hineinragte, war damals Anstoß für allerlei Unmut und Diskussionen.

Während die Autofahrer über die dadurch entstandene Verkehrsführung schimpften, verteidigten andere die kleine Grünfläche, die man doch so schön bepflanzen könne.

Wie der „Nordbayerische Kurier“ berichtete, fand der städtische Verkehrsausschuss nach einer Ortsbesichtigung dann aber eine Lösung.

Zwei Lager hatten sich gegenübergestanden: die einen, die aus der Grünfläche in der Straße eine Anlage mit Beeten, Hecken und Springbrunnen machen wollten, und die anderen, die die restlose Entfernung des Bauchs forderten.

Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden: aus dem Bauch würde ein Bäuchlein werden. Die Grünfläche sollte einfach halbiert werden.

Für Stadtdirektor Helmuth Schmidt die ideale Lösung: „Künftig wird ein zügigeres Einbiegen in die Richard-Wagner-Straße möglich. Trotzdem wird der Verkehrssicherheit Rechnung getragen.“ Dieser Kompromiss beendete die langjährige Debatte um den Bauch. Der Verkehrsausschuss stimmte im Anschluss einstimmig für die Halbierung des Bauchs.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einem Rentner, der ins Gefängnis musste, weil er einer Elfjährigen nachgestellt hatte. Der 66-jährige Witwer hatte der Schülerin Gedichte und Liebesbriefe geschrieben, ihr obszöne Fotos und Bücher über den Geschlechtsverkehr gezeigt.

In mindestens 14 Fällen hatte er unsittliche Handlungen an dem Mädchen begangen. Das Landgericht Bayreuth verurteilte den Mann aus dem Landkreis Stadtsteinach zu einem Jahr Gefängnis.

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