Aufholjagd der Tigers in Dresden scheitert

Gerade zu Beginn des dritten Drittels beim Stand von 3:2 machten die Bayreuther viel Druck und brachten die Dresdner, die bereits 3:0 geführt hatten, ins Straucheln. Doch die Eislöwen fielen dank ihres Torwarts Hannibal Weitzmann nicht. Glänzend parierte er gegen Michael Kuhn (43.), Michal Bartosch (44.) und Sergej Stas (48.). So mussten es die Bayreuther in der Schlussminute mit der Brechstange versuchen. Die Distanzschüsse von Jozef Potac und Andreas Geigenmüller (beide 60.) fanden jedoch nicht ihr Ziel – es blieb beim Dresdner Heimsieg.

Die Partie hatten die Bayreuther in den ersten 25 Minuten verloren. Da hatten sie zunächst viel Wert auf eine kompakte Defensive gelegt, aber auch etwas schläfrig gewirkt. Wenn Keeper Tomas Vosvrda prallen ließ oder es vor seinem Tor brannte, „räumte“ die EHC-Abwehr zwar auf, doch es gab nur wenige Entlastungsangriffe. Die überlegenen Dresdner erhöhten den Druck und kamen immer wieder zu Chancen. Eine nutzte Arturs Krumnisch (6.).

Plüschtiere auf dem Eis

Und dann flogen Plüschtiere – die Eislöwen hatten einen Teddy Bear Toss angemeldet – auf die Eisfläche. Sie wurden von Dresdner Nachwuchsspielern aufgesammelt und kommen einem sozialen Zweck zu Gute. Nach der mehrminütigen Pause drängten die Hausherren, angetrieben vom auffälligen Offensivverteidiger Mirko Sacher, weiter nach vorne, mehrmals musste Vosvrda retten. Bayreuth konnte das hohe Tempo der Dresdner nur bedingt mitgehen. In der Offensive fanden die Tigers kaum spielerische Lösungen, und tief gespielte Scheiben waren meist nicht zu erreichen.

Erst als die Eislöwen eine Strafzeit wegen zu vieler Spieler auf dem Eis hinnehmen musste, strahlte der EHC etwas mehr Gefahr aus. Der letzte Zug zum Tor fehlte aber weiterhin. In der Abwehr ließen die Gäste nun weniger zu, doch in Unterzahl sollte man gegen das beste Powerplayteam der Liga – vor der Partie lag die Erfolgsquote der Eislöwen bei 31,6 Prozent – nicht geraten. Marius Garten setzte in Überzahl energisch nach, und es stand 2:0 (17.). Wie so oft in dieser Saison bot der EHC auswärts im ersten Drittel eine durchwachsene Leistung und lag zurück.

Vosvrda steht im Mittelpunkt

Doch die druckvollste Phase der Hausherren sollte erst noch folgen. Zwischen der 21. und 24. Minute schnürten sie die Gäste mit einer aggressiven Spielweise in deren Verteidigungsdrittel ein und hatten fünf gefährliche Abschlüsse. Vosvrda war es zu verdanken, dass nur einer erfolgreich war. Alexander Höller hatte mit einem satten Schuss auf 3:0 (22.) erhöht.

Die Partie schien gelaufen. Doch was in dieser Saison immer stimmt: die Moral der Tigers. Und die erweckten die Eislöwen mit einem kapitalen Fehler zum Leben. Rene Kramer wollte klären, doch Sebastian Busch lauerte den Pass ab, spielte den Puck sofort zu Marcus Marsall, der auf 3:1 (29.) verkürzte.

250 lautstarke Tigers-Fans

Nun ging ein Ruck durch die Bayreuther Mannschaft. Lautstark angefeuert von den etwa 250 Tigers-Fans traute sich der EHC mehr zu und stellte die Dresdner Defensive vor immer größere Probleme. So war der zweite EHC-Treffer keine Überraschung mehr, sondern verdient: Bartosch hatte einen Mayer-Schuss zum 3:2 (33.) abgefälscht. Dresden strahlte nun längst nicht mehr die Dominanz der ersten 25 Minuten aus, Bayreuth war das bessere Team und glaubte nun an seine Chance auf den Ausgleich – und die war im Schlussdrittel auch mehrfach da.

Dresdner Eislöwen: Weitzmann – Kramer, Sacher; Baum, Macholda; Zauner, Schmidt – Cook, Rodman, Rinkinen; Garten, Hämäläinen, Davidek; Höller, Kruminsch, Grafenthin; Wild, Rupprich.

EHC Bayreuth: Vosvrda – Linden, Heider; Mayer, Potac; Pavlu, Kasten – Stas, Wohlberg, Geigenmüller; Bartosch, Kolozvary, Kolupaylo; Marsall, S. Busch, Rypar; Kuhn, Föhlich, Neher.

Tore: 1:0 (6.) Kruminsch (Höller, Grafenthin), 2:0 (17.) Garten (Sacher, Kramer – 5 gegen 4), 3:0 (22.) Höller (Kruminsch, Zauner, 3:1 (29.) Marsall (S. Busch, Kasten), 3:2 (33.) Bartosch (Kolupaylo, Mayer).

Strafminuten: Dresden 8, Bayreuth 12.

Zuschauer: 2609.

SR: Daniels, Jordan, van Himbeeck.

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Nicht bewertet

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