Aufbruchstimmung vor EHC-Versammlung

Dann nämlich, wenn es Fragen aus der Versammlung gäbe, die seitens der GmbH-Führung, namentlich an das Geschäftsführer-Ehepaar Margrit und Matthias Wendel, „nicht so bequem zu beantworten sind“. Und dann wären sie wieder da, die Geister der Vergangenheit, die Unstimmigkeiten, die Querelen, die gegenseitigen Vorwürfe, die es gab, bis der für das Bayreuther Eishockey so wichtige Kooperationsvertrag zwischen EHC und GmbH zu Papier gebracht war.

Sie selbst wird an diesem Abend keine neue Front gegen die GmbH eröffnen und auch den Mitgliedern empfehlen, nur nach vorne zu schauen. Das verspricht Christiane Colditz. Ihr Interesse gelte ausschließlich der Zukunft ihres Vereins mit seinen geplanten sieben Mannschaften. Und da gebe es derzeit ohnehin genug zu tun. Unter anderem versucht sie die Vereinssatzung vor dem Hintergrund des Kooperationsvertrages juristisch wasserdicht zu bekommen, um die Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. „Das nämlich könnte doch noch das Aus bedeuten.“

Saison-Etat des EHC bei 140 000 Euro

In diesem Punkt aber ist sie ebenso zuversichtlich wie bei der anvisierten Deckung eines 20 000-Euro-Lochs durch einen abgesprungenen Sponsor. Diese Summe fehlt noch bis zum Erreichen des angestrebten Saison-Etats von 140 000 Euro. Und dann schwebt auch noch eine beträchtliche Forderung der Rentenversicherung über dem Verein, die je nach Ausgang der Vergleichsgespräche im hohen fünfstelligen Bereich liegen könnte. „Aber auch in diesem Punkt sind wir auf einem guten Weg.“

Bereits beschlossen und auch schon gemeldet ist eine Herrenmannschaft unter EHC-Flagge. Trainiert wird sie von Marco Zimmer, der zuletzt beim EV Pegnitz als sportlicher Leiter aktiv war, nun aber zu seinem Stammverein zurückkehrt. „Diese Herrenmannschaft macht absolut Sinn, um unseren vielen talentierten Spielern aus der U 19 weiterhin eine Heimat bieten zu können und sie nicht an andere Vereine zu verlieren.“ Dabei weiß die 42-Jährige natürlich auch, dass die Bezirksliga als Sprungbrett auf die Dauer nicht ausreichen wird, um der DEL2-Mannschaft als Perspektivteam zu dienen. „Mittelfristig muss es schon das Ziel sein, in die Bayernliga aufzusteigen.“

Es wartet also eine Menge Arbeit. Aber das schreckt die Vorsitzende nicht ab. Sie – und auch der ebenfalls kommissarisch bestellte zweite Vorsitzende Michael Schwellengreber – wollen sich am Montag zur Wahl stellen. „Natürlich machen wir das“, sagt sie ohne Zögern, „vorausgesetzt natürlich, wir werden gewählt“.

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