Auf EHC-Abwehr wartet viel Arbeit

Gegen beide Mannschaften haben die Tigers in dieser Saison eine negative Bilanz: 4:5 Punkte gegen die Füchse und 3:6 gegen die Steelers. „Darüber, dass das zwei richtig schwere Brocken sind, brauchen wir nicht zu reden“, sagt EHC-Trainer Sergej Waßmiller. „Aber wir benötigen in den restlichen fünf Spielen noch zwei Siege, dann sollte es mit der Pre-Playoff-Qualifikation klappen. Und wir wollen an diesen Wochenende anfangen, Punkte zu sammeln.“

Zwei Zähler mehr hätten es schon sein können, doch am vergangenen Sonntag wurde den Tigers in Dresden beim Stand von 2:2 ein regulärer Treffer aberkannt, bevor sie dann in der Verlängerung den Kürzeren zogen.

„Das ärgert mich immer noch“, sagt Waßmiller, der mit der Leistung seiner Mannschaft bei den Eislöwen sehr zufrieden war. „Genau so müssen wir wieder spielen, wenn wir bei den Lausitzer Füchsen punkten wollen.“

Filin im Tigers-Trikot

Das Team aus Weißwasser trete meist mit einer sehr aggressiven Offensivtaktik auf, die es unter Kontrolle zu bringen gelte. Gut in der Defensive stehen, sich vom Druck des Gegners befreien und dann die Chancen nutzten – gibt Waßmiller die Marschroute für sein Team vor, das bis auf den langzeitverletzten Michael Kuhn in Bestbesetzung antreten kann. Zudem wird der Nürnberger Förderlizenzspieler Vladislav Filin die letzten fünf Hauptrundenspieler für die Tigers bestreiten.

Starkes Quintett

Besonderes Augenmerk müssen die Bayreuther auf den herausragenden Block der Füchse legen. Die drei Stürmer Jeff Hayes (20 Treffer/30 Vorlagen), Jakub Svoboda (13/33) sowie Dennis Swinnen (26/33) gehören zu den besten 15 DEL2-Scorern, und dahinter verteidigt mit Patrik Parkkonen (12/35) der punktbeste Defensivspieler der Liga.

Nimmt man noch Dennis Palka (15/14) dazu, dann schoss dieses Quintett zusammen 86 der 146 Saisontreffer der Lausitzer. Damit stellt das Team aus Weißwasser die viertbeste Offensive der Liga. Da, statistisch gesehen, noch die fünfbeste Defensive (128 Gegentreffer) dazukommt, haben die Füchse noch alle Chancen auf Tabellenplatz drei oder vier und damit Heimrecht in den Playoffs.

Bietigheim kurz vor Meisterschaft

Das hat sich der Bayreuther Sonntagsgegner schon längst gesichert. Nur an zwei Spieltagen standen die Bietigheimer nicht auf Platz eins. Am Freitag können die Steelers mit einem Heimsieg gegen die zweitplatzierten Frankfurter sogar die Hauptrundenmeisterschaft vorzeitig perfekt machen.

Wenn der neue Meister im Siegestaumel und vielleicht nicht mit voller Konzentration nach Bayreuth reist, ist das ein Vorteil für den EHC? „Darüber brauchen wir nicht zu spekulieren“, sagt Tigers-Trainer Waßmiller. „Egal ob Bietigheim mit 100 Prozent spielt oder nur mit 70, dieses Team hat wahnsinnige Qualität. Die Steelers sind die Ausnahmemannschaft der Liga.“

Und sie hat eine Rechnung mit den Bayreuthern offen: Verloren die Bietigheimer doch bei ihrem letzten Auftritt im Tigerkäfig mit 2:3 und fühlten sich dabei vom Schiedsrichter, der 63 Strafminuten gegen die Steelers aussprach, klar benachteiligt.

Justin Kelly mit tollem Comeback

„Aber wir sind eben auch heimstark, und das wollen wir erneut zeigen“, sagt Waßmiller – wohl wissend, dass das Team aus Baden-Württemberg personell diesmal wesentlich besser aufgestellt ist, da einige Verletzte in den Kader zurückgekehrt sind.

Zu Liga-Topscorer Matt McKnight (22/47), David Wrigley (15/25) und Shawn Weller (16/21) gesellt sich nun auch wieder Justin Kelly. Der beste Spieler der zurückliegenden DEL2-Saison zeigte mit zehn Scorerpunkten in sechs Spielen, dass er in langer Verletzungspause nichts von seiner Offensivstärke eingebüßt hat. So fällt der Ausfall des zweitbesten Scorers, Marcus Sommerfeld (25/29), gar nicht so sehr ins Gewicht.

Die Ausnahmemannschaft macht die mit Abstand stabilste DEL2-Defensive (104 Gegentreffer) um die Routiniers Dominic Auger (15/15) und Adam Borzecki (7/21) sowie Torwart Sinisa Martinovic perfekt.

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