Auerbacher wollen Anschluss ans Mittelfeld

Obwohl der Abstand zum ersten Abstiegsplatz auf einen Punkt geschmolzen ist, nimmt der Auerbacher Spielertrainer Tobias Wannenmacher aber den Erfolgsdruck von seinem Team. Er erinnert daran, dass sieben der bisherigen zehn Gegner in der oberen Hälfte der Tabelle angesiedelt sind: „Selbstverständlich ist es gut, wenn man auch gegen diese Teams den einen oder anderen Punkt holen kann – in Bad Blankenburg und Fürstenfeldbruck ist uns das ja auch gelungen. Aber es ist auch kein wirklicher Beinbruch, wenn man da verliert. Das gilt auch für diesen Samstag.“

Der TV Groß-Umstadt gehört zu den lange etablierten Teams der Liga. Nach mehreren Jahren in der Regionalliga schafften die Südhessen 2010 sogar den Aufstieg in die 2. Bundesliga, mussten jedoch nach nur einer Saison wieder in die 3. Liga zurück. Dort belegten sie im ersten Jahr Platz sechs, bevor sie in den letzten drei Spielzeiten eher zu den abstiegsgefährdeten Mannschaften zählten.

In der aktuellen Runde läuft es dagegen deutlich besser für das Team um Trainer Tim Beckmann (31), nachdem in den ersten sechs Spielen gleich vier Siege gelungen sind. Dabei war es sicher hilfreich, dass die Mannschaft bereits seit Längerem in der aktuellen Besetzung zusammenspielt. In dieser Saison musste Beckmann trotz dreier Abgänge mit Linksaußen Roman Wesche (25) nur einen Neuzugang einbauen. Ansonsten konnten die Lücken offenbar intern geschlossen werden.

Die Stärken der Odenwälder liegen vor allem in der Defensive. Gestützt auf ein sehr erfahrenes Torwarttrio, ließen sie bisher im Schnitt nur 26 Tore pro Spiel zu (drei weniger als Auerbach), was der fünftbeste Wert der Liga ist. In der Offensive sind dagegen die Zahlen beider Rivalen gleichermaßen eher durchwachsen.

Starke rechte Angriffsseite

Die größte Gefahr geht beim TV Groß-Umstadt von der rechten Seite aus. Florian See (58 Tore) und der Bosnier David Acic (40) erzielten dort aus dem Rückraum zusammen bisher mehr als ein Drittel aller Treffer des Teams. In der Mitte und auf Linksaußen ist Fabian Kraft (34 Tore), der einigen Auerbacher Spielern bereits in seiner Zeit bei der HSG Pohlheim begegnet ist. Damals war er mit einem Zweitspielrecht beim Bundesligisten HSG Wetzlar ausgestattet und erzielte in den beiden Spielen gegen die Oberpfälzer insgesamt acht Tore. Im linken Rückraum agiert mit dem 1,97 Meter großen Markus Eisenträger (26) ein zweitligaerfahrener Spieler, der unter anderem für den HC Erlangen gespielt hat. Alle Rückraumspieler haben auch einen Blick für die Kreisspieler Jan Blank (früher TVG-Junioren) und Max Brunner (früher TV Kirchzell, TSV Lohr und TSV Rödelsee).

Es kommt also wieder ein schweres Stück Arbeit auf die Auerbacher zu, zumal sie im Training dieser Woche selten komplett waren. „Wichtig wird sein, nicht wieder so zu starten wie gegen Groß-Bieberau“, mahnt Wannenmacher. „Wir müssen wieder mit mehr Energie in die Spiele gehen und von Beginn an die Intensität hoch halten. Wie man in dieser Saison schon mehrmals gesehen hat, haben wir dann gegen die meisten Teams eine Chance.“

Nicht bewertet

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