Auerbacher wollen Abschied mit Anstand

Nachdem der GSV im Vorjahr noch in der 2. Bundesliga antrat und nach finanziellen Problemen den Schritt in die 3. Liga antreten musste, kam es zu einem Umbruch im Team. Neu-Trainer Mirko Jaissle (43) musste mit jungen und talentierten Akteuren, meist aus der Landes- oder Verbandsliga sowie aus der eigenen Jugend, ein runderneuertes Team um ein Gerüst aus erfahrenen Spielern aufbauen.

Viel Belastung für Startformation

So konnte das Saisonziel nur Klassenerhalt heißen. Dabei verlässt sich Jaissle vor allem auf seine Stamm-Sechs aus zweitligaerfahrenen Spielern. Angeführt vom 1,96 Meter großen Constantin Paar (35) im Tor steht diese erste Formation den Großteil der Spielzeit auf dem Feld. Dabei agiert auf der linken Seite mit Felix Gessner (25, 157 Tore) einer der torgefährlichsten Außenspieler der Liga. Daneben kommen der ebenfalls 1,96 Meter große Phil Räbiger (25, 97 Tore) sowie Spielgestalter Dennis Weinrich (26) zum Einsatz. Da letztgenannter zeitweise verletzungsbedingt ausfiel, konnte sich Neuzugang Justin Brand (21) als Mittelmann etablieren. Er glänzt als Vollstrecker und war bisher bereits 65 Mal erfolgreich.

Auf der rechten Außenbahn wirbelt mit Christian Schade (34) einer der erfahrensten Spieler des Teams. Der sichere Siebenmeterschütze hat 94 Treffer auf dem Konto (46 Strafwürfe). Letzte Stammkraft ist der Pole Paul Gbur (30) auf Halbrechts. Der Linkshänder versteht es, auch aus überraschenden Positionen zu werfen. Er kommt auf 78 Saisontreffer. Entlastung bekommt er vom jungen Niklas Plümacher (21), der sich mit seinen 52 Toren immer mehr in den Vordergrund spielt.

Unberechenbarer Gegner

So ist die Eintracht auch ein unberechenbarer Gegner, den man trotz des aktuellen Tabellenplatzes (13.) und des wechselhaften Saisonverlaufs nicht unterschätzen darf. Nach dem holprigen Saisonstart hatte sich Baunatal deutlich besser gefunden und kletterte ins Mittelfeld der Tabelle. Es folgte eine Phase mit Verletzungen von wichtigen Spielern (Weinrich, Gessner) und das Abrutschen in die Abstiegszone. Der Kader ist zwar derzeit wieder komplett, dennoch steht man nach zuletzt vier Niederlagen in Folge mit dem Rücken zur Wand. Nur noch ein Zähler trennt die Hessen vom ersten Abstiegsplatz. Aufgrund des Auerbacher Rückzugs werden jedoch die Drittletzten der vier Staffeln in einem Relegationsturnier um den freien Platz im Feld der 64 Drittligisten kämpfen.

„Baunatal wird alles geben, um die Relegation zu vermeiden und den direkten Klassenerhalt klar zu machen“ warnt SV-Trainer Tobias Wannenmacher. „Sie haben gute Schützen, beherrschen aber auch das schnelle Spiel und haben uns damit schon im Hinspiel zu schaffen gemacht.“ Das ging mit 28:31 verloren. Doch die Oberpfälzer fahren mit dem in den vergangenen Spielen gewonnenen Selbstvertrauen nach Nordhessen.

SV 08 Auerbach: Bayerschmidt, Goebel – Tannenberger, Weiss, Neuß, Lux, Laugner, Wannenmacher, Schnödt, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner.

Nicht bewertet

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