Auerbacher beim Tabellennachbarn

Die Odenwälder liegen mit 23:27 Punkten als Zehnte um einen Zähler und einen Platz vor den Auerbachern. Für beide Rivalen ist das Duell somit ein Schlüsselspiel beim Kampf um einen sicheren Mittelplatz.

Im Lager der Oberpfälzer erinnert man sich gerne an das Hinspiel, das sie nach überraschend einseitigem Verlauf klar mit 29:21 gewannen. Sie trafen damals auf einen Tabellenachten, der nach Aussage seines Trainers Tim Beckmann (31) „eines, wenn nicht gar das schlechteste Spiel der Saison ablieferte“. Man kann in Auerbach verlieren, aber man darf sich dabei nicht so desolat und herzlos präsentieren.“

Gastgeber wollen Revanche

Umso mehr darf man davon ausgehen, dass die Gastgeber auf eine Revanche aus sein werden. Allerdings fehlen ihnen mit David Acic im rechten Rückraum und Mittelmann Sebastian Paul zwei wichtige Spieler, die wegen Kreuzbandrisses bzw. wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers längerfristig nicht zur Verfügung stehen. Beide werden vor allem in der Defensive vermisst, die lange Zeit zusammen mit dem starken Torwart-Duo Lucien Zwiers und Thomas Bolling das Prunkstück des TV darstellte. Offensiv stehen dafür ausreichend Alternativen zur Verfügung. Allen voran ist Florian See zu nennen. Der ebenfalls halbrechts spielende Linkshänder konnte bisher bereits 152 Tore erzielen (davon 54 Siebenmeter) und führt damit die interne Torschützenliste mit weitem Vorsprung an. Danach findet man, auf alle Positionen verteilt, vier Spieler mit mindestens 50 Treffern und fünf weitere mit deutlich über 40.

Überzeugende Ergebnisse erzielte die Mannschaft aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg vor allem in der Vorrunde. Nach den anfänglichen Erfolgen mit Siegen in Groß-Bieberau, Bad Neustadt und Nieder-Roden wurde sie aus der oberen Tabellenhälfte aber immer weiter in den Kampf gegen den Abstieg hineingezogen. Erst zuletzt gelangen zwei Befreiungsschläge nach guten Spielen mit einem Remis gegen Nieder-Roden und einem knappen Sieg beim mitgefährdeten TV Kirchzell. „Wir haben bis zum Ende der Saison nur noch Vier-Punkte-Spiele“, mahnte Trainer Beckmann mit Blick auf das Restprogramm gegen Rivalen aus der unteren Tabellenhälfte, das übrigens mit nur einer Ausnahme identisch ist mit den verbleibenden Aufgaben der Auerbacher.

Auerbacher bangen um zwei angeschlagene Spieler

SV-Spielertrainer Tobias Wannenmacher hatte es nicht leicht, sein Team gezielt vorzubereiten. Mehrere Spieler fehlten bei einigen Einheiten, teilweise aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen, teilweise studien- oder urlaubsbedingt. Zudem zog sich Philipp Schöttner eine schmerzhafte Verletzung am Daumen der Wurfhand zu und konnte noch nicht eindeutig bestätigen, ob er in Groß-Umstadt antreten kann. Felix Müller verletzte sich an der rechten Hand und musste behandelt werden. „Diese Ausfälle wären fatal“, sagt Wannenmacher. „Ich hoffe aber, dass bis zum Samstag wieder alle einsatzfähig sind. Auch wenn wir in Groß-Umstadt nicht unbedingt gewinnen müssen, wollen wir natürlich nicht nur einen Ausflug in den Odenwald machen, sondern etwas Zählbares mitnehmen.“

Nicht bewertet

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