Auerbach siegt überraschend souverän

Dabei lösten sie die wichtige Aufgabe sogar überraschend souverän. Gestützt auf eine bärenstarke Leistung von Andreas Bayerschmidt im Tor, übernahmen die Oberpfälzer von Beginn an die Initiative und beherrschten den überraschend zahmen Gegner fast nach Belieben. Damit nahm die Partie einen ähnlichen Verlauf wie das Hinspiel.

Die Befürchtung, dass die angeschlagenen Philipp Schöttner und Felix Müller ausfallen könnten, hatte sich nicht bestätigt. Beide gehörten dann sogar zu den auffälligsten Spielern, obwohl Schöttner mit bandagierter Wurfhand antreten musste. Somit fehlte nur Tobias Wannenmacher, der sich wegen Knieproblemen ganz auf die Trainerrolle konzentrierte.

Guter Start trotz Verspätung

Trotz einstündiger Verspätung wegen eines Staus auf der Autobahn erwischten die Gäste einen guten Start. Die Paraden von Bayerschmidt lieferten die Grundlage, um mit Kontern gleich eine Führung vorzulegen. 2:6 stand es nach sechs Minuten, und der einheimische Trainer Tim Beckmann sah sich schon zur ersten Auszeit gezwungen. Einzig Linkshänder Florian See stellte in dieser Phase eine wirkliche Gefahr für das Auerbacher Tor dar. Die Blau-Weißen hielten das Tempo hoch und den Abstand konstant bei vier, fünf Treffern. Dabei tat sich vor allem auch Felix Müller als sicherer Rückraumwerfer hervor. Er erzielte allein in den letzten zwölf Minuten der ersten Hälfte vier Tore und war damit maßgeblich am überraschend klaren Halbzeitvorsprung beteiligt.

Auch nach der Pause spielte Auerbach wie aus einem Guss, arbeitete konzentriert in der Abwehr und konsequent im Angriff und hatte zudem den besseren Torhüter. Vom 12:20 (34.) arbeiteten sich die Hessen mit einigen Wechseln und Umstellungen wieder ein wenig heran bis zum 20:25 (47.), wobei vor allem Spielmacher Fabian Kraft starke Szenen hatte, aber ernsthafte Gefahr für den Auerbacher Sieg kam nicht mehr auf. Die endgültige Entscheidung markierten vier unbeantwortete Tore der Gäste zur überaus deutlichen 30:21-Führung. Die Ergebniskorrektur in den letzten fünf Minuten hatte keine große Bedeutung.

Für Tobias Wannenmacher lag der Grund für den Sieg in der mannschaftlichen Geschlossenheit seines Teams, der guten Leistung seines Torhüters, aber auch in der Konsequenz in der Offensive: „Mit einer ähnlichen Leistung wie heute sollte es auch am kommenden Samstag gegen den bereits abgestiegenen USV Halle kein Problem sein, einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu tun.“

Statistik

TV Groß-Umstadt: Bolling, Zwiers – Brunner (2), Blank (3), See (6), Kraft (8/3), T. Rinschen (1), Kraus (1), Kramer, Wesche, S. Rinschen (2), Kwiatkowski (2), Eisenträger, Kasumovic (2).

SV 08 Auerbach: Bayerschmidt, Goebel – Tannenberger (1), Weiss (1), Neuß (1), Laugner (1), Lux (5/2), Schnödt, Klima (1), Büttner, Schramm (4), Müller (8), Wolf (3), Schöttner (6).

SR: Meike (Denzlingen), Plinz (Waldkirch); Strafminuten: Groß-Umstadt 4, Auerbach 8; Zuschauer: 415.

Stationen: 1:5 (6.), 6:11 (18.), 7:13 (22.), 10:14 (26.), 10:17 (Halbzeit) – 11:19 (34.), 13:21 (37.), 20:25 (47.), 21:30 (54.), 27:31 (Ende).

Nicht bewertet

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